Bildformat ändern mit IrfanView: JPG, PNG, WEBP & mehr

von | 19.12.2015 | Software

Für jeden Inhalt gibt es das passende Datei-Format – PNG für Illustrationen und Grafiken mit transparentem Hintergrund, JPG für Fotos, WEBP für moderne Web-Optimierung, AVIF für beste Kompression und so weiter. Oft steht man vor dem Problem, dass man ein Bild in einem anderen Datei-Typ braucht. Mit IrfanView lässt sich die Datei schnell und unkompliziert konvertieren.

IrfanView bleibt auch 2026 einer der beliebtesten kostenlosen Bild-Betrachter und -Konverter für Windows. Das Tool gibt es seit über 25 Jahren und wird kontinuierlich weiterentwickelt. Die neueste Version 4.70 von www.irfanview.de unterstützt mittlerweile über 100 verschiedene Dateiformate, darunter auch moderne Standards wie HEIF (von Apple-Geräten), AVIF und die neueste WEBP-Variante.

Einfache Konvertierung in wenigen Schritten

Um ein Bild mit IrfanView in ein anderes Format umzuwandeln, öffnet man es zunächst, zum Beispiel per Doppelklick oder durch Ziehen der Datei ins Programmfenster. IrfanView zeigt sofort wichtige Bildinformationen an: Auflösung, Farbtiefe, Dateigröße und das aktuelle Format.

Jetzt einfach oben im Menü auf Datei, Speichern unter… klicken oder die Tastenkombination Strg+S verwenden. Dann den gewünschten Zielordner auswählen. Anschließend unten den Dateinamen mitsamt der gewünschten Ziel-Erweiterung eintippen – das Format stellt sich dann automatisch um. Alternativ kann man auch direkt aus der Dropdown-Liste „Dateityp“ das gewünschte Format auswählen.

Tipp: Wer genau einstellen will, wie das Bild im gewählten Format gespeichert wird, sollte den Haken bei Optionen-Dialog anzeigen setzen. Dann erscheint ein Einstellungsfenster mit erweiterten Optionen, über die sich zum Beispiel die Qualität für JPG-Dateien (0-100), die Kompressions-Stufe für PNG (0-9) oder die Farbtiefe feinjustieren lassen.

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Batch-Konvertierung für Profis

Besonders praktisch: IrfanView kann auch mehrere Bilder auf einmal konvertieren. Über Datei, Batch Conversion/Rename erreicht ihr die Stapelverarbeitung. Hier lassen sich ganze Ordner auswählen und alle Bilder gleichzeitig ins gewünschte Format umwandeln. Das spart enorm Zeit, wenn man beispielsweise hunderte Fotos von einem Smartphone ins platzsparende WEBP-Format konvertieren möchte.

Welches Format für welchen Zweck?

Die Formatwahl will gut überlegt sein. JPG bleibt der Standard für Fotos – kleine Dateien bei guter Qualität, aber ohne Transparenz. PNG eignet sich für Screenshots, Logos und Grafiken, besonders wenn Transparenz benötigt wird. WEBP bietet 25-30% bessere Kompression als JPG und wird von allen modernen Browsern unterstützt. AVIF ist noch effizienter, aber noch nicht überall kompatibel.

Für Web-Entwickler interessant: IrfanView kann auch progressive JPEGs erstellen, die beim Laden im Browser zunächst unscharf erscheinen und dann schärfer werden. Das verbessert die gefühlte Ladezeit erheblich.

Metadaten und Farbprofile

Ein oft übersehener Punkt: Beim Konvertieren gehen manchmal wichtige Metadaten verloren. IrfanView kann diese erhalten, wenn man in den Optionen „EXIF/IPTC erhalten“ aktiviert. Das ist wichtig für Fotografen, die Aufnahmedaten, Copyright-Hinweise oder Geo-Koordinaten beibehalten wollen.

Auch Farbprofile werden standardmäßig übernommen. Für Web-Bilder kann man sie entfernen, um Dateigröße zu sparen. Professionelle Druckerzeugnisse sollten die Profile dagegen behalten.

Alternativen und moderne Tools

Obwohl IrfanView weiterhin hervorragend funktioniert, gibt es mittlerweile auch Browser-basierte Alternativen wie Squoosh von Google oder moderne Tools wie ImageOptim für Mac. Diese bieten oft bessere Kompression und unterstützen neueste Formate wie AVIF früher.

Für Windows-Nutzer bleibt IrfanView aber unschlagbar: schnell, zuverlässig, kostenlos und ohne Cloud-Anbindung. Die Daten bleiben lokal auf eurem Rechner – ein wichtiger Datenschutzaspekt.

Fazit

IrfanView beweist, dass gute Software nicht kompliziert sein muss. Mit wenigen Klicks lassen sich Bilder in praktisch jedes gewünschte Format konvertieren. Die zusätzlichen Optionen für Qualität und Kompression geben Profis die nötige Kontrolle, während Einsteiger einfach drauflos konvertieren können. Ein zeitloser Klassiker, der auch 2026 seinen Platz auf jedem Windows-Rechner verdient hat.

Zuletzt aktualisiert am 11.04.2026