Wer Fußball liebt, muss tief in die Tasche greifen: Neben Sky zeigt auch DAZN Spiele der Champions League und der Bundesliga. Die kontinuierlichen Preiserhöhungen könnt ihr geschickt umgehen!
Von ursprünglich 14,95 Euro auf mittlerweile 44,99 Euro pro Monat für das Premium-Abo – DAZN hat seine Preise in den letzten Jahren drastisch erhöht. Was einst als günstige Alternative zu Sky startete, ist heute einer der teuersten Streaming-Dienste für Sport geworden. Fußball auf dem Fernseher, PC oder Smartphone zu schauen ist kontinuierlich teurer geworden: War früher Sky der zentrale Anlaufpunkt, so teilen sich heute DAZN, Sky, Amazon Prime Video und seit 2024 auch RTL+ die Rechte. Statt einem Abo benötigt ihr mittlerweile vier verschiedene Dienste für die komplette Bundesliga-Saison.
Gerade bei DAZN stellt sich für viele die Wirtschaftlichkeitsfrage: Wer nur die Spiele der Lieblingsmannschaft verfolgt, braucht DAZN meist nur wenige Male im Monat. Bei knapp 45 Euro monatlich für das Premium-Abo wird das schnell unwirtschaftlich – besonders wenn man bedenkt, dass einzelne Spiele in Kneipen oder bei Freunden oft günstiger zu haben sind.

Prepaid-Karten: Der Trick mit den alten Preisen
Es gibt aber mehrere clevere Zwischenlösungen: Die erste sind Prepaid-Karten, die ihr bei Amazon, in Supermärkten, an Tankstellen und anderen Verkaufsstellen findet. Diese Karten werden oft noch zu älteren, günstigeren Preisen verkauft – ein Relikt aus der Zeit, als DAZN noch erschwinglicher war. DAZN bestätigt auf seinen Hilfeseiten, dass bereits gekaufte Gutscheinkarten auch nach Preiserhöhungen ihre Gültigkeit behalten.
Flexible Alternativen für Gelegenheitsnutzer
Seit 2025 bietet DAZN auch tageweise Pässe an – perfekt für wichtige Spiele wie Champions League-Finals oder Klassiker. Für 9,99 Euro könnt ihr 24 Stunden lang alle DAZN-Inhalte streamen. Das rechnet sich besonders bei sporadischer Nutzung deutlich besser als ein Monatsabo.
Eine weitere Option: das DAZN Standard-Abo für 19,99 Euro monatlich. Hier fehlen zwar einige Premium-Features wie 4K-Streaming und die Möglichkeit, auf mehreren Geräten gleichzeitig zu schauen, aber für Single-Haushalte reicht es völlig aus.
Account-Sharing wird schwieriger
Wie Netflix geht auch DAZN seit 2024 verstärkt gegen Account-Sharing vor. Wer seinen Zugang mit Freunden oder Familie teilt, muss mit Warnungen oder sogar Sperrungen rechnen. DAZN überprüft mittlerweile aktiv IP-Adressen und Streaming-Gewohnheiten. Das macht das früher beliebte Teilen eines Accounts riskanter und unzuverlässiger.
Internationale Umgehungsversuche sind riskant
Manche versuchen, über VPN-Dienste auf günstigere DAZN-Versionen aus anderen Ländern zuzugreifen. Davon ist aber dringend abzuraten: DAZN erkennt VPN-Nutzung immer besser und sperrt entsprechende Accounts dauerhaft. Außerdem bewegt ihr euch damit in einer rechtlichen Grauzone.
Langfristige Strategie: Selektiv abonnieren
Die beste Strategie für Sparfüchse ist selektives Abonnieren: Aktiviert DAZN nur in den Monaten, in denen eure Lieblingsmannschaft wichtige Spiele hat oder interessante Turniere anstehen. Das Abo lässt sich monatlich kündigen, sodass ihr flexibel bleibt. Besonders in der Sommerpause oder während der WM-Pause spart ihr so bares Geld.
Alternativen im Blick behalten
Vergesst nicht die kostenlosen Alternativen: ARD und ZDF zeigen weiterhin ausgewählte Champions League-Spiele, Länderspiele und Pokalfinale. RTL überträgt seit 2024 wieder mehr Fußball im Free-TV. Auch lokale Sportbars sind oft günstiger als ein DAZN-Abo – und bieten nebenbei noch Atmosphäre und soziale Kontakte.
Die Zeiten des günstigen Fußball-Streamings sind vorbei, aber mit den richtigen Tricks und etwas Flexibilität könnt ihr die Kosten deutlich reduzieren. Prepaid-Karten, Tages-Pässe und selektive Nutzung sind eure besten Waffen gegen die Preisspirale der Streaming-Anbieter.
Zuletzt aktualisiert am 22.02.2026