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Windows Updates deinstallieren und Neuinstallation verhindern

von | 27.04.2021 | Windows

Windows 11 ist ein lebendiges System, das kontinuierlich weiterentwickelt wird. Tausende Entwickler bei Microsoft arbeiten rund um die Uhr daran, Bugs zu beheben, neue Features zu implementieren und die Performance zu optimieren. Diese Verbesserungen landen nach umfangreichen Tests als Updates auf euren PCs und werden meist automatisch installiert. Doch manchmal läuft ein Update auf eurer individuellen Hardware-Konfiguration nicht rund – dann hilft nur die temporäre Deinstallation.

Updates sind im Grunde nichts anderes als Programme, die das Windows-System selbst modifizieren. Und genau wie normale Software könnt ihr auch diese wieder entfernen. Der Weg dorthin hat sich mit Windows 11 etwas verändert, aber das Prinzip bleibt gleich.

Updates in Windows 11 deinstallieren

Öffnet die Windows-Einstellungen über Windows-Taste + I und navigiert zu Windows Update > Updateverlauf. Hier seht ihr alle kürzlich installierten Updates chronologisch aufgelistet. Scrollt nach unten zu Verwandte Einstellungen und klickt auf Updates deinstallieren.

Alternativ könnt ihr auch den klassischen Weg über die Systemsteuerung gehen: Gebt in die Windows-Suche „Programme und Features“ ein und wählt Installierte Updates anzeigen aus. Beide Wege führen zur gleichen Übersicht installierter Updates.

In der Liste seht ihr alle Updates mit ihren KB-Nummern (Knowledge Base), dem Installationsdatum und der Größe. Wählt das problematische Update aus und klickt auf Deinstallieren. Nach einer Sicherheitsabfrage beginnt Windows mit der Entfernung. Je nach Update ist anschließend ein Neustart erforderlich.

Welche Updates kann man bedenkenlos entfernen?

Sicherheitsupdates solltet ihr grundsätzlich nur in Notfällen deinstallieren, da sie kritische Schwachstellen schließen. Funktionsupdates und kumulative Updates dagegen könnt ihr eher temporär entfernen, wenn sie Probleme verursachen.

Treiber-Updates über Windows Update sind oft Problemverursacher Nummer eins. Besonders bei Grafikkarten, Netzwerkadaptern oder Audio-Hardware kann es zu Inkompatibilitäten kommen. Diese Updates lassen sich meist problemlos entfernen.

Neuinstallation verhindern

Nach der Deinstallation installiert Windows das Update normalerweise beim nächsten Update-Lauf wieder. Um das zu verhindern, habt ihr mehrere Optionen:

Temporäres Aussetzen: In den Windows Update-Einstellungen könnt ihr Updates für bis zu 5 Wochen pausieren. Geht zu Einstellungen > Windows Update > Erweiterte Optionen > Updates pausieren.

Spezifische Updates blockieren: Microsoft bietet das „Show or hide updates“-Tool an, mit dem ihr gezielt einzelne Updates dauerhaft blockieren könnt. Das Tool müsst ihr von der Microsoft-Website herunterladen.

Gruppenrichtlinien (Pro/Enterprise): In den höheren Windows-Editionen könnt ihr über gpedit.msc detaillierte Update-Richtlinien festlegen und bestimmte Update-Kategorien komplett deaktivieren.

Update-Probleme systematisch angehen

Schritt 1: Identifiziert das problematische Update. Notiert euch das Installationsdatum und gleicht es mit dem Auftreten der Probleme ab.

Schritt 2: Recherchiert online nach der KB-Nummer. Oft findet ihr in Foren bereits Lösungsansätze oder Bestätigungen, dass das Update tatsächlich fehlerhaft ist.

Schritt 3: Erstellt einen Systemwiederherstellungspunkt bevor ihr das Update entfernt. So könnt ihr im Notfall den vorherigen Zustand wiederherstellen.

Schritt 4: Deinstalliert das Update und testet, ob die Probleme verschwunden sind.

Schritt 5: Wartet 1-2 Wochen ab, oft veröffentlicht Microsoft Korrekturen für fehlerhafte Updates.

Profi-Tipp: Windows Update Troubleshooter

Bevor ihr Updates deinstalliert, probiert den integrierten Troubleshooter aus. Geht zu Einstellungen > System > Problembehandlung > Weitere Problembehandlungstools > Windows Update. Der Troubleshooter kann viele Update-bezogene Probleme automatisch lösen.

Häufige Update-Probleme und Lösungen

Endlosschleife beim Update: Hier hilft oft die Deinstallation des letzten kumulativen Updates.

Performance-Probleme: Besonders nach Feature-Updates kann Windows träger werden. Wartet ein paar Tage ab, oft optimiert sich das System selbst.

Hardware-Inkompatibilitäten: Treiber-Updates sind hier meist der Übeltäter. Installiert die Originaltreiber des Herstellers.

Die Deinstallation von Windows-Updates ist ein mächtiges Werkzeug zur Problembehebung. Nutzt es aber mit Bedacht und haltet euer System grundsätzlich aktuell – die meisten Updates bringen mehr Nutzen als Schaden.

Zuletzt aktualisiert am 25.02.2026

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