Drucker umbenennen in Windows 10 und 11

von | 30.04.2018 | Hardware

Am Arbeitsplatz kann es mehr als einen Drucker geben, was es schwierig macht, den richtigen zum Ausdrucken von Dokumenten zu finden. So lässt sich ein Drucker zur leichteren Erkennung umbenennen – und das funktioniert in Windows 10 und Windows 11 praktisch identisch.

Um einen Drucker umzubenennen, sollte er online und mit dem genutzten System verbunden sein. Hier die nötigen Schritte:

  1. Auf Start, Einstellungen, Geräte, Drucker & Scanner klicken (in Windows 11: Start, Einstellungen, Bluetooth & Geräte, Drucker & Scanner).
  2. Eine Liste aller angeschlossenen Drucker erscheint. Hier den Drucker auswählen, der umbenannt werden soll, und dann darunter auf Verwalten klicken.
  3. Jetzt in dem sich öffnenden Fenster nach unten scrollen und dann auf die Option Drucker-Eigenschaften klicken.
  4. Hier beim Tab Allgemein den gewünschten Namen eintippen und mit OK bestätigen.

Bild: Canon

Alternative Wege zum Drucker-Management

Neben den Windows-Einstellungen gibt es weitere Möglichkeiten, Drucker zu verwalten und umzubenennen. Die klassische Systemsteuerung bietet nach wie vor Zugang zu den Drucker-Eigenschaften:

  1. Systemsteuerung öffnen (einfach „Systemsteuerung“ in die Windows-Suche eingeben)
  2. Auf „Geräte und Drucker anzeigen“ klicken
  3. Rechtsklick auf den gewünschten Drucker
  4. „Druckereigenschaften“ auswählen
  5. Im Tab „Allgemein“ den Namen ändern

Sinnvolle Benennungsstrategien für Drucker

Besonders in Büroumgebungen oder bei mehreren Druckern im Haushalt solltet ihr eine durchdachte Namensgebung wählen. Hier einige bewährte Ansätze:

Nach Standort benennen:
– „Büro-Laser-EG“
– „Wohnzimmer-Tintendrucker“
– „Meeting-Raum-A4“

Nach Funktion benennen:
– „Farb-Multifunktion“
– „SW-Schnelldrucker“
– „Fotodrucker-Premium“

Nach Abteilung (in Unternehmen):
– „Marketing-Color“
– „Buchhaltung-Duplex“
– „Empfang-Allzweck“

Drucker-Management in modernen Arbeitsumgebungen

Mit dem Trend zu Hybrid-Working und Cloud-Printing haben sich auch die Anforderungen an das Drucker-Management geändert. Microsoft hat in Windows 11 die Druckerverwaltung überarbeitet und bietet jetzt bessere Integration mit Cloud-Diensten wie Universal Print.

Universal Print für Unternehmen:
Microsoft Universal Print ermöglicht es, Drucker zentral in der Cloud zu verwalten. Dabei können Administratoren Druckernamen, Berechtigungen und Richtlinien zentral festlegen. Für Endnutzer bedeutet das: Die verfügbaren Drucker erscheinen automatisch mit sinnvollen Namen, unabhängig vom verwendeten Gerät.

Häufige Probleme und Lösungen

Problem: Drucker lässt sich nicht umbenennen
Manchmal sind die Drucker-Eigenschaften ausgegraut oder der Name lässt sich nicht ändern. Das kann folgende Ursachen haben:

  • Fehlende Berechtigung: Ihr benötigt Administrator-Rechte
  • Netzwerkdrucker: Bei manchen Netzwerkdruckern wird der Name zentral verwaltet
  • Treiber-Problem: Veraltete oder fehlerhafte Treiber können die Umbenennung blockieren

Lösung: Meldet euch als Administrator an oder wendet euch an die IT-Abteilung. Bei Netzwerkdruckern kann oft nur der Administrator den Namen ändern.

Problem: Name wird nach Neustart zurückgesetzt
Bei manchen Druckern, besonders bei automatisch erkannten Netzwerkdruckern, wird der Name nach einem Neustart wieder auf den ursprünglichen Wert zurückgesetzt.

Lösung: Nutzt die Gruppenrichtlinien oder Registry-Einträge, um den Namen dauerhaft zu fixieren. Alternativ könnt ihr den Drucker manuell hinzufügen statt auf die automatische Erkennung zu setzen.

Drucker-Namen in Anwendungen

Nach der Umbenennung erscheint der neue Name in allen Druckdialogen von Windows-Anwendungen. Das macht die Auswahl deutlich einfacher, besonders wenn ihr regelmäßig zwischen verschiedenen Druckern wechselt.

Tipp für Power-User: Ihr könnt auch Standarddrucker für verschiedene Anwendungen festlegen. Windows merkt sich automatisch, welchen Drucker ihr zuletzt in welcher App verwendet habt, und schlägt ihn beim nächsten Mal vor.

Die richtige Benennung eurer Drucker spart langfristig Zeit und Nerven – besonders in Umgebungen mit vielen Geräten. Mit den genannten Methoden habt ihr alle Werkzeuge an der Hand, um eure Drucker sinnvoll zu organisieren.

Zuletzt aktualisiert am 09.03.2026