E-Mail-Informationen in eine Excel-Tabelle bekommen

von | 31.03.2021 | Office

Wenn ihr eine Vielzahl von Themen jongliert, dann führt ihr eine Liste mit aktuellen Ständen. Idealerweise in Excel, damit ihr die Auswertungsmöglichkeiten nutzen könnt. Meist basiert der Status einer Aufgabe auf dem Inhalt einer E-Mail. Statt nun manuell in die Tabelle einzutragen, wann die E-Mail kam, könnt ihr unter Windows diese Informationen direkt übertragen lassen.

Dazu müsst ihr gar nicht viel machen: Öffnet Excel und Outlook in zwei Fenstern nebeneinander. Sucht euch im Outlook-Fenster die betreffende E-Mail in der Listenansicht heraus. Dann greift ihr diese mit der Maus und zieht sie in die Excel-Tabelle. Mit dem Mauszeiger zielt ihr auf die Zelle, in der die E-Mail-Referenz beginnen soll.

Excel extrahiert nun die Kern-Informationen der E-Mail wie den Absendernamen, den Betreff, Empfangsdatum/-uhrzeit und die Größe. Die Datumsangabe wird immer aus der Listenansicht von Outlook bestimmt: Am aktuellen Tag steht da nur die Uhrzeit, in der aktuellen Woche der Wochentag und die Zeit und bei älteren E-Mails Datum und Uhrzeit ausgeschrieben. Dies könnt ihr natürlich manuell anpassen!

Weitere Möglichkeiten der E-Mail-Excel-Integration

Seit 2023 hat Microsoft die Integration zwischen Outlook und Excel deutlich verbessert. In Microsoft 365 könnt ihr jetzt auch komplette E-Mail-Unterhaltungen als Datenquelle nutzen. Das ist besonders praktisch, wenn ihr Kundenkommunikation oder Projektverläufe dokumentieren wollt.

Eine noch elegantere Lösung bietet Power Automate (früher Microsoft Flow). Damit erstellt ihr automatisierte Workflows, die E-Mail-Daten direkt in Excel-Tabellen übertragen – ohne manuelles Drag & Drop. Besonders nützlich ist das bei wiederkehrenden Berichten oder wenn ihr E-Mails mit bestimmten Stichwörtern automatisch erfassen wollt.

Praktische Anwendungsfälle im Arbeitsalltag

Die direkte Übertragung von E-Mail-Informationen macht in verschiedenen Szenarien Sinn:

Projektmanagement: Sammelt alle Statusmeldungen eurer Teams in einer übersichtlichen Tabelle. Besonders bei agilen Methoden hilft das beim Sprint-Review.

Kundenservice: Dokumentiert Anfragen mit Zeitstempel und könnt so Reaktionszeiten auswerten. Excel-Formeln berechnen automatisch durchschnittliche Bearbeitungsdauern.

Compliance und Dokumentation: In regulierten Branchen müsst ihr oft nachweisen, wann welche Informationen eingegangen sind. Die automatische Zeitstempel-Extraktion spart Zeit und reduziert Fehler.

Tipps für die optimale Nutzung

Achtet darauf, dass beide Programme in der Desktop-Version laufen – die Web-Versionen unterstützen diese Funktion nicht vollständig. Falls ihr mit Microsoft 365 im Browser arbeitet, verwendet zumindest für diese Aufgabe die installierten Apps.

Bei großen E-Mail-Mengen lohnt sich die Investition in Power Query. Dieses Excel-Add-In kann auch komplexere E-Mail-Datenstrukturen verarbeiten und bietet mehr Kontrolle über die importierten Informationen.

Alternative Tools und Zukunftsausblick

Wer nicht im Microsoft-Universum arbeitet, findet ähnliche Funktionen in Google Workspace. Gmail-Nachrichten lassen sich per Google Apps Script in Sheets übertragen. Auch Zapier und andere Automatisierungstools bieten entsprechende Integrationen.

Mit der zunehmenden KI-Integration in Office 365 werden solche Workflows noch intelligenter. Microsofts Copilot kann bereits E-Mail-Inhalte analysieren und strukturiert in Tabellen übertragen – inklusive Stimmungsanalyse und automatischer Kategorisierung.

Die manuelle Drag-&-Drop-Methode bleibt aber weiterhin die schnellste Lösung für spontane Dokumentationsaufgaben. Gerade wenn ihr nur gelegentlich E-Mail-Daten erfassen müsst, ist diese Basisfunktion unschlagbar praktisch.

Zuletzt aktualisiert am 25.02.2026