Ermitteln, welche App den meisten Strom verbraucht

von | 03.05.2016 | Windows

Der Akku eures Laptops macht schlapp? Das liegt oft an stromhungrigen Apps, die unbemerkt im Hintergrund werkeln. Windows 11 und 10 zeigen euch genau, welche Programme die größten Energiefresser sind – und wie ihr dagegen vorgeht.

Dazu öffnet ihr als Erstes die Einstellungs-App über das Windows-Symbol oder die Tastenkombination Win+I. Dann zum Bereich System > Energieverwaltung & Akku wechseln (bei Windows 10: System > Akku). Hier zeigt euch der Link Akkuverbrauch eine detaillierte Übersicht des Energieverbrauchs eures Computers.

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Die größten Stromfresser identifizieren

Unterhalb der Systemkomponenten schlüsselt Windows den Stromverbrauch einzelner Apps auf. Typische Energiefresser sind:

  • Webbrowser mit vielen Tabs (Chrome, Edge, Firefox)
  • Streaming-Apps (Netflix, Disney+, YouTube-App)
  • Videoschnitt-Software (Adobe Premiere, DaVinci Resolve)
  • Gaming-Apps und Launcher (Steam, Epic Games)
  • Chat-Apps mit Videofunktionen (Teams, Zoom, Discord)
  • Cloud-Sync-Dienste (OneDrive, Dropbox, Google Drive)

Energieverbrauch optimieren

Habt ihr die Übeltäter identifiziert, könnt ihr gezielt handeln. Klickt auf eine stromhungrige App und wählt die Option Hintergrund-App-Berechtigung verwalten. Hier stehen drei Optionen zur Verfügung:

  • Immer: App darf unbegrenzt im Hintergrund laufen
  • Optimiert: Windows entscheidet je nach Akkustand
  • Nie: App wird komplett gestoppt, wenn nicht aktiv genutzt

Für die meisten Apps reicht die „Optimiert“-Einstellung völlig aus. Nur essenzielle Apps wie E-Mail-Clients oder Kommunikationstools sollten auf „Immer“ stehen.

Windows 11: Erweiterte Energieoptionen

Windows 11 bietet zusätzlich den Energiesparmodus, der automatisch stromhungrige Hintergrundprozesse drosselt. Aktiviert ihn über System > Energieverwaltung & Akku > Energiemodus. Hier könnt ihr zwischen „Optimale Leistung“, „Ausgewogen“ und „Energiesparmodus“ wählen.

Besonders praktisch: Der neue adaptive Energiesparmodus lernt eure Nutzungsgewohnheiten und schaltet automatisch zwischen den Modi um – je nachdem, ob das Netzteil angeschlossen ist oder nicht.

CPU- und GPU-Verbrauch im Blick behalten

Seit Windows 10 Version 2004 zeigt der Task-Manager auch den Energieverbrauch in Echtzeit an. Öffnet ihn mit Strg+Shift+Esc und wechselt zum Tab „Prozesse“. Die Spalte „Energie“ verrät, welche Programme gerade besonders viel Strom ziehen.

Achtung bei Bitcoin-Minern oder versteckter Malware: Programme, die dauerhaft hohe CPU- oder GPU-Last verursachen, sind oft Schadsoftware. Unbekannte Prozesse mit hohem Energieverbrauch solltet ihr genauer unter die Lupe nehmen.

Browser als Stromfresser Nummer 1

Webbrowser sind oft die größten Energieschlucker. Chrome ist besonders hungrig, während Edge dank besserer Windows-Integration sparsamer arbeitet. Firefox hat mit Version 120 deutlich nachgebessert.

Tipps für energiesparendes Surfen:
– Überflüssige Tabs schließen
– Adblocker verwenden (weniger Werbung = weniger Rechenleistung)
– Hardware-Beschleunigung in den Browser-Einstellungen deaktivieren
– Auto-Play von Videos stoppen

Fazit: Mehr Laufzeit durch bewusste App-Nutzung

Die Windows-Energieanalyse hilft euch dabei, Stromfresser zu entlarven und die Akkulaufzeit deutlich zu verlängern. Schaut regelmäßig in die Statistiken – besonders nach der Installation neuer Software. So bleibt euer Laptop länger mobil einsatzbereit.

Zuletzt aktualisiert am 09.04.2026