EU-Kommissarin kritisiert WLAN-Gebühren

von | 27.03.2014 | Netzwerk

So ist das, wenn EU-Politiker mal die raue Wirklichkeit erleben. EU-Digitalkommissarin Neelie Kroes hat es auf den Düsseldorfer Flughafen verschlagen. Dort wollte die Politikerin das WLAN nutzen – und war erstaunt über die Tarife. Kostenloses WLAN wird in Düsseldorf nicht angeboten. Sechs EUR pro Stunde, das ist teurer als so mancher Roamingtarif der Mobilfunkbranche. „Diebstahl“ sei das, twitterte die Kommissarin – und hat damit auf Twitter eine Lawine losgetreten. Viele User haben über ähnlich hohe Kosten auf europäischen Flughäfen berichtet. Auch Hotels und Bahnhöfe sind ein Ort für WLAN-Wucher.

Kroes hat noch mal mit Nachdruck darauf hingewiesen, dass sie eigentlich kostenlosen WLAN-Zugang an Flughäfen erwarte, schließlich seien die Gebühren für die Airtports hoch genug. Der Düsseldorfer Airport zumindest hat reagiert und angekündigt, dass ab April jeder Fluggast 30 Minuten gratis surfen kann. Es muss auch dringend etwas passieren. Vor allem Passagiere aus dem Ausland können nicht nachvollziehen, wieso überhaupt Gebühren erhoben werden – und dann auch noch derart hohe.

wifilogo

Jörg Schieb
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