Firefox Sync anpassen: Welche Daten synchronisiert werden sollen

von | 02.11.2015 | Internet

Wer mehrere Geräte nutzt, kennt das Problem: Auf dem Laptop sind andere Lesezeichen gespeichert als auf dem Desktop-PC, und die praktischen Add-ons vom Arbeitsrechner fehlen zuhause. Firefox Sync löst dieses Problem elegant, indem es eure Browser-Daten zwischen allen Geräten synchron hält. Doch manchmal wollt ihr genau das nicht – etwa wenn berufliche und private Lesezeichen getrennt bleiben sollen.

Die gute Nachricht: Firefox gibt euch die volle Kontrolle darüber, welche Daten synchronisiert werden und welche nicht. Seit den letzten Updates hat Mozilla die Sync-Funktionen deutlich ausgebaut und verfeinert.

So passt ihr Firefox Sync an eure Bedürfnisse an:

  1. Startet Firefox und klickt oben rechts auf das Menü-Symbol (drei horizontale Linien).
  2. Wählt „Einstellungen“ aus dem Dropdown-Menü.
  3. Scrollt in der linken Seitenleiste zum Bereich „Firefox-Konto“ oder klickt direkt darauf.
  4. Unter „Synchronisierung“ findet ihr den Button „Ändern…“. Klickt darauf.
  5. Jetzt seht ihr alle verfügbaren Sync-Optionen. Entfernt einfach die Haken bei den Elementen, die nicht synchronisiert werden sollen.

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Diese Daten könnt ihr einzeln synchronisieren:

Lesezeichen: Besonders praktisch für häufig besuchte Seiten. Falls ihr aber berufliche von privaten Bookmarks trennen wollt, könnt ihr die Synchronisation gezielt deaktivieren.

Chronik: Euer Browserverlauf wird über alle Geräte hinweg verfügbar. Das kann praktisch sein, birgt aber auch Datenschutz-Risiken, wenn ihr euch Geräte teilt.

Passwörter: Firefox speichert Login-Daten verschlüsselt und synchronisiert sie zwischen euren Geräten. Das ist deutlich sicherer geworden – Mozilla nutzt inzwischen Ende-zu-Ende-Verschlüsselung.

Add-ons: Installierte Erweiterungen werden automatisch auf allen verbundenen Geräten verfügbar gemacht. Gerade bei experimentellen Add-ons kann es sinnvoll sein, diese nicht zu synchronisieren.

Einstellungen: Alle Browser-Präferenzen, von der Startseite bis zu den Datenschutz-Einstellungen, bleiben geräteübergreifend konsistent.

Geöffnete Tabs: Seit 2024 könnt ihr auch offene Tabs zwischen Geräten synchronisieren. Praktisch, wenn ihr am Smartphone recherchiert und später am Desktop weitermachen wollt.

Kreditkartendaten: Mozilla hat 2025 auch die Synchronisation gespeicherter Zahlungsmethoden eingeführt – natürlich ebenfalls verschlüsselt.

Profi-Tipp: Container-Tabs nutzen

Wer verschiedene Online-Identitäten verwalten muss, sollte sich die Container-Funktion von Firefox genauer ansehen. Diese isoliert Websites voneinander und kann eine Alternative zur kompletten Deaktivierung der Synchronisation sein. Container-Einstellungen werden seit 2025 ebenfalls über Firefox Sync abgeglichen.

Datenschutz und Sicherheit

Firefox Sync verwendet Zero-Knowledge-Verschlüsselung – das bedeutet, Mozilla kann eure synchronisierten Daten nicht einsehen. Euer Hauptpasswort fungiert als Schlüssel, und ohne dieses sind die Daten wertlos. Trotzdem solltet ihr überlegen, welche sensiblen Informationen ihr wirklich synchronisieren möchtet.

Sync selektiv zurücksetzen

Falls ihr versehentlich Daten synchronisiert habt, die nicht überall verfügbar sein sollen, könnt ihr in den Firefox-Kontoeinstellungen auch gezielt Sync-Daten löschen, ohne das komplette Konto zu entfernen. Das ist besonders nützlich, wenn sich unerwünschte Lesezeichen oder Add-ons auf alle Geräte verbreitet haben.

Mobile Geräte einbeziehen

Natürlich funktioniert Firefox Sync auch mit der mobilen Version. Auf Android und iOS stehen die gleichen Synchronisations-Optionen zur Verfügung. Besonders praktisch: Ihr könnt Tabs vom Smartphone direkt an den Desktop senden und umgekehrt.

Die granulare Kontrolle über Firefox Sync macht den Browser zu einem mächtigen Werkzeug für alle, die mehrere Geräte nutzen, aber trotzdem die Kontrolle über ihre Daten behalten möchten. Probiert verschiedene Kombinationen aus und findet die Einstellung, die am besten zu eurem Workflow passt.

Zuletzt aktualisiert am 12.04.2026