Die Integration von OneDrive in Windows hat sich seit 2017 massiv weiterentwickelt. Microsoft verzahnt seinen Cloud-Dienst mittlerweile noch enger mit dem System – das betrifft auch die Fotos-App. Wer bei OneDrive eingeloggt ist, sieht nicht nur Bilder von der lokalen Festplatte, sondern auch alle Fotos aus der Cloud. Das kann praktisch sein, aber auch verwirrend oder unerwünscht. Die gute Nachricht: Ihr könnt diese Verlinkung gezielt steuern.
OneDrive-Bilder in der Fotos-App verwalten
Mit Windows 11 (und den aktuellen Windows 10-Updates) hat Microsoft die Fotos-App grundlegend überarbeitet. Die neue Version bietet deutlich mehr Kontrolle über Cloud-Inhalte. Um OneDrive-Bilder auszublenden, öffnet ihr zunächst die Fotos-App – entweder über das Startmenü oder durch Klick auf ein Bild.
In der modernisierten Oberfläche findet ihr oben rechts das Einstellungen-Symbol (Zahnrad) oder das Drei-Punkte-Menü. Klickt darauf und wählt Einstellungen aus. Alternativ könnt ihr auch die Tastenkombination Strg + Komma verwenden.
Im Einstellungsbereich seht ihr den Abschnitt Quellen oder Ordner. Hier werden alle Speicherorte aufgelistet, aus denen die Fotos-App Inhalte bezieht. Neben lokalen Ordnern findet ihr auch die OneDrive-Option. Ein einfacher Klick auf den Schalter daneben deaktiviert die Anzeige der Cloud-Bilder.
Neue Sync-Optionen und intelligente Filter
Microsoft hat 2024 und 2025 zahlreiche Verbesserungen eingeführt. Die Fotos-App kann jetzt zwischen verschiedenen OneDrive-Ordnern unterscheiden. Ihr könnt beispielsweise nur die „Camera Roll“ aus der Cloud anzeigen lassen, aber andere OneDrive-Ordner ausblenden.
Besonders praktisch: Die neue „Smart Sync“-Integration. Die Fotos-App zeigt Cloud-Bilder als Vorschau an, lädt aber nur bei Bedarf die Vollauflösung herunter. Das spart Speicherplatz und Bandbreite. Diese Funktion aktiviert ihr unter Einstellungen → Speicher und Sync.
Für Nutzer mit mehreren Microsoft-Konten gibt es ebenfalls Neuerungen. Die App kann jetzt zwischen privaten und geschäftlichen OneDrive-Accounts unterscheiden. Über Einstellungen → Konten legt ihr fest, welche Cloud-Quellen eingebunden werden sollen.
Alternative: Lokale Ordner priorisieren
Falls ihr OneDrive-Bilder nicht komplett ausblenden, aber lokale Fotos bevorzugen wollt, nutzt die neue „Quellenpriorität“-Funktion. In den Einstellungen könnt ihr die Reihenfolge der Quellen bestimmen. Lokale Ordner erscheinen dann prominenter in der Übersicht.
Die Fotos-App zeigt seit 2025 auch intelligente Sammlungen an. Algorithmen gruppieren Bilder nach Ereignissen, Personen oder Orten – unabhängig davon, ob sie lokal oder in der Cloud gespeichert sind. Wer das nicht möchte, deaktiviert unter Einstellungen die Option Intelligente Gruppierung.
Datenschutz und Kontrolle
Ein wichtiger Aspekt: Die Änderung betrifft nur die Ansicht in der Fotos-App. Eure OneDrive-Bilder bleiben in der Cloud gespeichert und werden nicht gelöscht. Auch andere Apps oder der Datei-Explorer zeigen weiterhin alle OneDrive-Inhalte an – je nach euren dortigen Einstellungen.
Wer grundsätzlich weniger OneDrive-Integration wünscht, kann in den Windows-Einstellungen unter System → Speicher → Speicherkonfiguration weitere Anpassungen vornehmen. Dort legt ihr fest, ob neue Fotos automatisch in OneDrive gesichert werden sollen.
Für maximale Kontrolle empfiehlt sich auch ein Blick in die OneDrive-App selbst. Dort könnt ihr den „Files On-Demand“ Modus aktivieren, der Dateien nur bei Bedarf herunterlädt, oder bestimmte Ordner vollständig offline verfügbar machen.
Fazit: Mehr Flexibilität denn je
Die Evolution der Windows Fotos-App zeigt Microsofts Bemühungen um bessere Nutzerfreundlichkeit. Statt starrer Cloud-Integration könnt ihr jetzt granular steuern, welche Inhalte wo erscheinen. Die neuen Filteroptionen machen es einfach, den Überblick zu behalten – egal ob ihr Cloud-Fans oder lokale Speicher-Puristen seid.
Die beschriebenen Änderungen wirken sofort und sind jederzeit reversibel. Experimentiert ruhig mit den verschiedenen Einstellungen, bis ihr die für euch perfekte Konfiguration gefunden habt.
Zuletzt aktualisiert am 01.04.2026

