Vorne auf dem Fritz-Box-Router befinden sich wichtige Tasten. Damit lässt sich das WLAN ein- und ausschalten. Auch weitere Geräte können so bequem hinzugefügt werden, indem dort die WPS-Taste gedrückt wird. Steht der Router an einer Stelle, wo andere ihn erreichen können, solltet ihr die Tasten am Gerät besser sperren.
Warum eine Tastensperre sinnvoll ist
Die Tastensperre ist mehr als nur eine Vorsichtsmaßnahme. Gerade in Büros, WGs oder Haushalten mit Kindern kann ein versehentlicher Tastendruck schnell für Probleme sorgen. Ein unbeabsichtigter Druck auf die WLAN-Taste kann das gesamte Netzwerk lahmlegen. Noch kritischer: Über die WPS-Taste können sich theoretisch unerwünschte Geräte ins Netzwerk einwählen, wenn jemand physischen Zugang zum Router hat.
Moderne Fritz-Boxen haben teilweise auch eine Connect-Taste für DECT-Geräte oder eine Info-Taste. All diese Funktionen lassen sich gemeinsam sperren – ein wichtiger Sicherheitsaspekt, den viele übersehen.
Schritt-für-Schritt: Tasten sperren
Die Tasten vorne an der Fritz-Box können über die Software gesperrt werden. Hier die nötigen Schritte im Einzelnen:
- Zunächst einen Browser starten.
- Jetzt die Adresse fritz.box eintippen und aufrufen.
- Nun mit dem Passwort einloggen.
- Danach im Menü zum Bereich System, Tasten und LEDs wechseln.
- Hier folgt ein Klick auf den Tab Tastensperre.
- Dort den Haken bei der gleichnamigen Option setzen.
- Die Änderung gilt, sobald unten auf den Übernehmen-Button geklickt wird.
Fertig! Ab sofort können andere nicht mehr versehentlich oder absichtlich auf die Tasten an der Fritz-Box drücken.
Alternative Wege und moderne Funktionen
Bei neueren Fritz-Box-Modellen (ab Fritz!OS 7.50) gibt es zusätzliche Optionen. So könnt ihr auch einzelne Tasten gezielt sperren, statt alle auf einmal zu deaktivieren. Das ist praktisch, wenn ihr beispielsweise die WPS-Funktion komplett abschalten, aber die WLAN-Taste für gelegentliche Nutzung behalten wollt.
In den erweiterten Einstellungen findet ihr auch die Möglichkeit, die Leuchtdauer der LEDs zu reduzieren oder komplett auszuschalten. Das spart nicht nur Strom, sondern macht den Router nachts weniger störend.
Sicherheitsaspekte bedenken
Die Tastensperre ist Teil einer umfassenden Router-Sicherheitsstrategie. Während ihr schon dabei seid, prüft auch diese Punkte:
- Ist das Fritz-Box-Passwort stark genug?
- Läuft die neueste Fritz!OS-Version?
- Ist WPS grundsätzlich aktiviert – und wenn ja, braucht ihr es wirklich?
- Sind die Fernzugänge (MyFRITZ!) richtig konfiguriert?
Besonders WPS ist ein zweischneidiges Schwert. Einerseits macht es das Verbinden neuer Geräte kinderleicht, andererseits stellt es ein potentielles Sicherheitsrisiko dar. Wenn ihr WPS nicht regelmäßig nutzt, könnt ihr es komplett deaktivieren – die Tastensperre allein reicht dann nicht.
Tastensperre wieder aufheben
Falls ihr die Sperre später wieder deaktivieren wollt, führt einfach dieselben Schritte aus und entfernt den Haken bei „Tastensperre“. Die Einstellung wird sofort wirksam – ein Neustart der Fritz-Box ist nicht nötig.
Alternativ könnt ihr bei den meisten Modellen die Tastensperre auch durch längeres Drücken (etwa 10 Sekunden) einer beliebigen Taste am Gerät selbst aufheben. Das funktioniert aber nur, wenn ihr physischen Zugang zum Router habt.
Fazit
Die Tastensperre ist eine einfache, aber wirkungsvolle Sicherheitsmaßnahme. Gerade in Umgebungen mit mehreren Personen oder neugierigen Kindern verhindert sie ungewollte Konfigurationsänderungen. Der Aufwand ist minimal, der Nutzen aber durchaus spürbar – vor allem, wenn ihr schon mal mitten in einem wichtigen Video-Call das WLAN verloren habt, weil jemand versehentlich die falsche Taste gedrückt hat.
Zuletzt aktualisiert am 08.03.2026

