Wer Apps aus dem Microsoft Store lädt, stößt früher oder später auf eine Begrenzung: Microsoft erlaubt die Installation von Store-Apps nur auf maximal 10 Geräten gleichzeitig pro Konto. Das klingt zunächst großzügig, doch wer regelmäßig neue PCs einrichtet, verschiedene Geräte nutzt oder einfach über die Jahre mehrere Computer hatte, erreicht dieses Limit schneller als gedacht.
Das Problem zeigt sich meist dann, wenn ihr eine neue App installieren wollt und plötzlich die Fehlermeldung erscheint, dass das Gerätlimit überschritten wurde. Besonders ärgerlich wird es bei kostenpflichtigen Apps oder wenn ihr auf einem neuen Gerät eure bereits erworbenen Programme nutzen möchtet.
Warum gibt es überhaupt ein Gerätlimit?
Microsoft hat diese Beschränkung eingeführt, um Missbrauch zu verhindern und sicherzustellen, dass Lizenzen nicht unbegrenzt geteilt werden. Zehn Geräte sind für normale Nutzer meist ausreichend, können aber bei Power-Usern, IT-Profis oder in Familien mit vielen Geräten schnell knapp werden.
Zum Glück lassen sich nicht mehr benötigte Geräte einfach aus dem Microsoft-Konto entfernen. Das geht so:
- Startet einen beliebigen Browser – Edge, Chrome, Firefox, alle funktionieren.
- Navigiert zur Adresse https://account.microsoft.com/devices (die alte URL wurde umgestellt).
- Meldet euch mit eurem Microsoft-Konto an, falls ihr das noch nicht getan habt.
- Ihr seht nun eine Übersicht aller registrierten Geräte mit Namen, Typ und letzter Aktivität.
- Klickt bei den Geräten, die ihr nicht mehr benötigt, auf „Entfernen“ oder das Drei-Punkte-Menü und wählt „Gerät entfernen“.
Was ihr beim Entfernen beachten solltet
Bevor ihr Geräte löscht, solltet ihr sicherstellen, dass ihr sie wirklich nicht mehr benötigt. Einmal entfernte Geräte müssen bei erneuter Nutzung wieder neu registriert werden. Das ist zwar kein großes Problem, kann aber lästig sein.
Besonders vorsichtig solltet ihr bei Geräten sein, auf denen noch wichtige lizenzierte Software läuft. Manche Apps müssen nach dem Entfernen und erneuten Hinzufügen des Geräts reaktiviert werden.
Alternative Lösungsansätze
Falls ihr regelmäßig an das 10-Geräte-Limit stoßt, gibt es einige Strategien:
- Familienfreigabe nutzen: Microsoft 365 Family-Abonnenten können Apps und Dienste mit bis zu fünf weiteren Familienmitgliedern teilen, wodurch sich das effektive Gerätlimit erhöht.
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Geschäftskonto erwägen: Microsoft 365 Business-Konten haben oft großzügigere Gerätlimits, besonders für Unternehmen mit vielen Mitarbeitern.
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Regelmäßige Bereinigung: Macht es zur Gewohnheit, alle paar Monate alte oder nicht mehr genutzte Geräte zu entfernen.
Neuere Entwicklungen bei Microsoft-Konten
Microsoft hat die Geräteverwaltung in den letzten Jahren deutlich verbessert. Die neue Oberfläche zeigt nicht nur den Gerätenamen, sondern auch wann das Gerät zuletzt aktiv war und welche Dienste darauf genutzt werden. Das macht es einfacher zu entscheiden, welche Geräte ihr wirklich noch braucht.
Zudem könnt ihr jetzt auch Geräte umbenennen, um sie besser zu identifizieren. Das ist besonders hilfreich, wenn mehrere Computer mit generischen Namen wie „Desktop-ABC123“ auftauchen.
Was passiert nach dem Entfernen?
Sobald ihr ein Gerät entfernt habt, wird es sofort aus eurem Microsoft-Konto gelöscht und zählt nicht mehr gegen das 10-Geräte-Limit. Bereits installierte Apps bleiben auf dem entfernten Gerät funktionsfähig, aber ihr könnt keine neuen Store-Apps mehr installieren oder Updates für Store-Apps erhalten, bis das Gerät wieder hinzugefügt wird.
Troubleshooting-Tipp
Falls die Geräteverwaltung nicht wie erwartet funktioniert oder Geräte doppelt auftauchen, kann ein Neustart der betroffenen Geräte und eine erneute Anmeldung im Microsoft Store helfen. Manchmal dauert es auch einige Minuten, bis Änderungen in der Geräteverwaltung überall wirksam werden.
Mit dieser einfachen Methode behaltet ihr die Kontrolle über eure Microsoft-Geräte und könnt Store-Apps ohne Limitprobleme nutzen. Ein regelmäßiger Blick in die Geräteverwaltung lohnt sich – so vermeidet ihr böse Überraschungen beim nächsten App-Download.
Zuletzt aktualisiert am 04.04.2026

