GetMyData.de: Selbst-Auskunft kostenlos beantragen

von | 26.06.2016 | Tipps

Nicht nur Auskunfteien wie die Schufa, sondern auch Online-Händler wie Amazon, eBay und Otto sowie Banken, Auto-Hersteller und Telefon-Anbieter sammeln massenhaft Daten von Verbrauchern. Welche das im Einzelnen sind und wofür diese genutzt werden, erfährt ihr meist nur dann, wenn ihr einen entsprechenden Antrag stellt.

Seit der DSGVO-Einführung 2018 habt ihr ein klares Recht auf Auskunft über eure gespeicherten Daten. Darüber hinaus könnt ihr in vielen Fällen die Löschung verlangen – etwa wenn die Daten unrechtmäßig erhoben wurden, fehlerhaft sind oder der ursprüngliche Speicherzweck entfallen ist. Auch das Recht auf Datenübertragbarkeit und Berichtigung steht euch zu.

Doch wie formuliert man solche Anträge korrekt, und an welche Adresse müssen sie gehen? Damit euer Auskunftsersuchen nicht an formalen Fehlern scheitert, lohnt sich ein Blick auf GetMyData.de. Der Online-Dienst unterstützt Nutzer beim Versand der Anträge, indem er passende Formulare und die richtigen Adressen zur Verfügung stellt – und das völlig kostenlos.

getmydata

So funktioniert GetMyData.de

Die Bedienung ist denkbar einfach: Zunächst wählt ihr aus einer umfangreichen Liste das Unternehmen aus, das ihr kontaktieren möchtet. Die Plattform deckt mittlerweile über 200 Unternehmen aus den verschiedensten Branchen ab – von Tech-Giganten wie Google und Meta über Versicherungen bis hin zu Streaming-Diensten wie Netflix und Spotify.

Im nächsten Schritt entscheidet ihr, welche Art von Anfrage ihr stellen wollt. Neben der klassischen Datenauskunft nach Art. 15 DSGVO bietet GetMyData.de auch Vorlagen für Löschungsanträge, Widersprüche gegen Datenverarbeitung und Anträge auf Datenübertragung. Besonders praktisch: Für jedes Unternehmen sind die spezifischen rechtlichen Grundlagen bereits berücksichtigt.

Anschließend tragt ihr eure persönlichen Daten ein – Name, gegebenenfalls Kundennummer und E-Mail-Adresse. Letztere ist wichtig, da die meisten Unternehmen ihre Antworten digital versenden. GetMyData.de erstellt dann automatisch ein rechtssicheres Anschreiben und versendet es per E-Mail an die zuständige Stelle des Unternehmens.

Rechtliche Grundlagen und Fristen

Rechtlich gesehen ist der E-Mail-Versand völlig ausreichend – ein Brief per Einschreiben oder ein Fax ist nicht nötig. Unternehmen sind verpflichtet, innerhalb eines Monats zu antworten. Tun sie das nicht, kann GetMyData.de auf euren Wunsch automatisch eine Beschwerde an die zuständige Datenschutzbehörde senden.

Diese Automatisierung ist besonders wertvoll, da die Zuständigkeiten komplex sind: Je nach Firmensitz und Art des Unternehmens können verschiedene Landes- oder sogar europäische Datenschutzbehörden zuständig sein. GetMyData.de kennt diese Strukturen und leitet eure Beschwerden an die richtige Stelle weiter.

Aktuelle Entwicklungen und neue Features

Seit 2024 hat GetMyData.de sein Angebot deutlich ausgebaut. Neu hinzugekommen sind Templates für KI-Anbieter wie OpenAI, Anthropic und verschiedene deutsche KI-Startups. Auch Anbieter von Smart-Home-Geräten, Fitness-Trackern und Dating-Apps sind jetzt abgedeckt.

Ein besonders nützliches Feature ist der „Datencheck-Assistent“, der euch dabei hilft zu verstehen, welche Arten von Daten überhaupt gespeichert sein könnten. Er gibt auch Hinweise darauf, bei welchen Unternehmen ihr möglicherweise gar nicht registriert seid und euch daher die Mühe einer Anfrage sparen könnt.

Tipps für erfolgreiche Datenanfragen

Erfahrungsgemäß antworten die meisten großen Unternehmen zügig und vollständig auf DSGVO-Anfragen. Problematischer wird es bei kleineren Firmen oder Unternehmen außerhalb der EU. Hier empfiehlt es sich, bei ausbleibender Antwort tatsächlich die Datenschutzbehörden zu kontaktieren.

Wichtig: Bewahrt alle E-Mails und Antworten gut auf. Die erhaltenen Datenauskunfte geben oft überraschende Einblicke in das Ausmaß der Datensammlung und können Grundlage für weitere rechtliche Schritte sein, falls ihr Unregelmäßigkeiten entdeckt.

GetMyData.de bleibt auch 2026 eine der besten Anlaufstellen für alle, die wissen wollen, was Unternehmen über sie gespeichert haben. Der Service ist nicht nur kostenlos, sondern auch rechtlich auf dem neuesten Stand – ein echter Gewinn für den digitalen Verbraucherschutz.

Zuletzt aktualisiert am 08.04.2026