Beim Öffnen und Speichern von Grafiken wechselt das kostenlose Bild-Programm GIMP (www.gimp.org) immer in den zuletzt genutzten Ordner. Wer in einen höheren Ordner wechseln will, muss nicht immer ganz vom Wurzel-Verzeichnis beginnen. Es geht auch viel einfacher – und diese Funktion ist in GIMP 3.0 noch intuitiver geworden.
Direkt unterhalb des Felds für den Namen der Datei zeigt GIMP den aktuellen Pfad in Form einzelner Rechtecke an. Das Besondere: Diese Rechtecke sind jeweils auch anklickbar und führen dann zu dem jeweiligen übergeordneten Ordner. Diese sogenannte Breadcrumb-Navigation spart euch jede Menge Klicks und Nerven.
Windows-Nutzer kennen dieselbe Funktion bereits vom Datei-Explorer – auch hier erscheinen die einzelnen Teile des aktuellen Pfads oben in der Leiste beim Darüberfahren mit der Maus als anklickbare Rechtecke. Unter macOS funktioniert das im Finder ähnlich, und auch Linux-Distributionen mit Nautilus oder Dolphin bieten diese Navigation.
So funktioniert die Pfad-Navigation in GIMP
Die Pfad-Navigation ist denkbar einfach: Nehmen wir an, ihr befindet euch gerade im Ordner „Dokumente/Projekte/Website/Bilder“ und wollt zurück zum übergeordneten „Projekte“-Ordner. Statt mehrfach auf „Zurück“ zu klicken oder den Pfad manuell zu bearbeiten, klickt ihr einfach auf das Rechteck mit „Projekte“ in der Pfadanzeige.
Diese Funktion funktioniert sowohl beim Öffnen als auch beim Speichern von Dateien und ist besonders nützlich, wenn ihr mit tief verschachtelten Ordnerstrukturen arbeitet. Gerade bei größeren Projekten mit vielen Unterordnern spart das erheblich Zeit.
Weitere Navigations-Tricks in GIMP
Neben der Pfad-Navigation gibt es noch weitere praktische Shortcuts für die Datei-Navigation in GIMP. Ein Doppelklick auf einen leeren Bereich im Datei-Dialog wechselt zum übergeordneten Ordner. Das ist besonders praktisch, wenn ihr schnell eine Ebene nach oben springen wollt.
Mit der Tastenkombination Alt + Pfeil nach oben gelangt ihr ebenfalls in den übergeordneten Ordner. Unter macOS funktioniert das mit Cmd + Pfeil nach oben. Diese Shortcuts funktionieren übrigens auch in den meisten anderen Anwendungen mit Datei-Dialogen.
Lesezeichen für häufig genutzte Ordner
Richtig zeitsparend wird die Arbeit mit GIMPs Lesezeichen-Funktion. Rechts im Öffnen/Speichern-Dialog findet ihr eine Seitenleiste mit Lesezeichen. Hier könnt ihr häufig genutzte Ordner hinzufügen, indem ihr sie aus der Ordneransicht in die Lesezeichen-Liste zieht.
Besonders praktisch: GIMP merkt sich diese Lesezeichen projekt- und sitzungsübergreifend. Einmal eingerichtet, habt ihr eure wichtigsten Arbeitsordner immer nur einen Klick entfernt. Das funktioniert auch mit Netzlaufwerken und Cloud-Ordnern, falls ihr eure Projekte dort ablegt.
Neuerungen in GIMP 3.0
Mit GIMP 3.0, das 2024 nach langer Entwicklungszeit erschienen ist, wurde auch der Datei-Dialog überarbeitet. Die Pfad-Navigation ist jetzt noch deutlicher sichtbar und reagiert schneller auf Benutzereingaben. Außerdem unterstützt der neue Dialog bessere Vorschaubilder und zeigt mehr Metadaten direkt in der Übersicht an.
Die Suchfunktion im Datei-Dialog wurde ebenfalls verbessert und findet jetzt auch Dateien in Unterordnern, ohne dass ihr den kompletten Pfad kennen müsst. Gebt einfach den Dateinamen oder Teile davon ein, und GIMP durchsucht den aktuellen Ordner und seine Unterverzeichnisse.
Tipps für die Ordner-Organisation
Eine durchdachte Ordnerstruktur macht die Navigation in GIMP noch effizienter. Legt für größere Projekte eine klare Hierarchie an: Hauptprojektordner, dann Unterordner für Rohmaterial, Bearbeitungen, Exports und Archive. So findet ihr auch nach Monaten noch schnell die richtige Datei.
Nutzt außerdem aussagekräftige Ordnernamen und vermeidet zu tiefe Verschachtelungen. Mehr als vier bis fünf Ebenen machen die Navigation unnötig kompliziert, selbst mit den praktischen GIMP-Shortcuts.
Zuletzt aktualisiert am 29.03.2026

