Viele Artikel rund um neue Funktionen oder Fehlerbehebungen in Windows erwähnen immer wieder die Versionsnummer: „Ab 22H2 hat Microsoft das geändert“ oder „Wenn ihr noch 21H2 habt, dann…“. Diese Versionsnummer war bei früheren Windows-Versionen noch direkt in der Systemsteuerung ablesbar. In Windows 10 und Windows 11 versteckt sie sich ein wenig tiefer. Wir zeigen euch, wo ihr sie findet!
Die Versionsnummer von Windows teilt sich in zwei wichtige Teile auf: Die Version an sich gibt die Ausbaustufe von Windows an – das sind die großen Feature-Updates, die Microsoft mittlerweile jährlich ausrollt. Bei Windows 11 sind das beispielsweise 21H2, 22H2, 23H2 oder die aktuelle 24H2. Dazwischen gibt es aber laufend kleinere Updates. Diese ändern die Versionsnummer nicht, sondern die zweite Angabe, den Build. Dieser steigt kontinuierlich an und zeigt euch genau, welchen Patchstand euer System hat.
Methode 1: Über die Einstellungen
Der einfachste Weg führt über die Einstellungen. Klickt auf System und dann auf Info. Bei Windows 11 findet ihr diese Informationen unter „Gerätespezifikationen“ und „Windows-Spezifikationen“. Dort seht ihr nicht nur Version und Betriebssystembuild, sondern auch alle relevanten Informationen zu eurem PC: Prozessor, Arbeitsspeicher, Systemtyp und vieles mehr.
Besonders praktisch: Hier seht ihr auch, ob euer System für Windows 11 geeignet ist oder ob ihr noch Windows 10 nutzt. Microsoft zeigt außerdem an, wann das nächste große Update verfügbar wird und ob euer System alle Sicherheitsanforderungen erfüllt.
Methode 2: Der winver-Befehl
Alternativ drückt ihr gleichzeitig die Tasten Windows + R und gebt im Eingabefeld winver ein. Hier bekommt ihr dann nur die Versions- und Buildinformationen angezeigt – kompakt und übersichtlich.
Diese Methode funktioniert seit Windows 95 und ist besonders bei IT-Profis beliebt, weil sie schnell und zuverlässig ist. Das Fenster zeigt euch auch den installierten Arbeitsspeicher und den registrierten Benutzer an.
Methode 3: PowerShell für Detailinfos
Für noch detailliertere Informationen öffnet ihr die PowerShell (Windows-Taste + X, dann „PowerShell“ auswählen) und gebt folgenden Befehl ein:
Get-ComputerInfo | Select-Object WindowsProductName, WindowsVersion, WindowsBuildLabEx
Damit erhaltet ihr nicht nur die Versionsnummer, sondern auch den kompletten Build-String mit allen Details zur Windows-Installation. Das ist besonders hilfreich, wenn ihr Supportanfragen stellt oder Kompatibilitätsprobleme diagnostiziert.
Warum ist die Versionsnummer wichtig?
Die genaue Kenntnis eurer Windows-Version ist aus mehreren Gründen wichtig: Sicherheitsupdates werden oft nur für bestimmte Versionen bereitgestellt. Viele Software-Programme erfordern mindestens eine bestimmte Windows-Version. Und bei Problemen können Support-Teams nur dann helfen, wenn sie wissen, welche Version ihr nutzt.
Microsoft hat außerdem den Support-Zyklus geändert: Windows 10 wird noch bis Oktober 2025 unterstützt, danach solltet ihr auf Windows 11 umsteigen. Windows 11 bekommt jährlich ein großes Feature-Update, zwischen denen kleinere Qualitätsupdates erscheinen.
Aktuell halten: So geht’s
Übrigens: Wenn ihr feststellt, dass eure Version veraltet ist, könnt ihr in den Einstellungen unter „Update und Sicherheit“ nach neuen Updates suchen. Windows 11 lädt Updates meist automatisch herunter, aber manchmal müsst ihr manuell anstoßen – besonders bei den großen halbjährlichen Feature-Updates.
Achtung: Nicht jedes Update wird sofort für alle Systeme freigegeben. Microsoft rollt Updates gestaffelt aus, um mögliche Probleme frühzeitig zu erkennen. Habt ihr ein älteres System oder spezielle Hardware, kann es sein, dass ihr etwas warten müsst.
Die Versionsnummer zu kennen ist also mehr als nur Technik-Nerdwissen – es hilft euch dabei, euer System sicher und aktuell zu halten.
Zuletzt aktualisiert am 01.03.2026


