iMessage-Spam effektiv melden und blockieren

von | 03.04.2017 | iOS

Spam nervt überall – und iMessage macht da leider keine Ausnahme. Obwohl Apples Chat-Netzwerk grundsätzlich sicherer ist als SMS, landen auch hier immer wieder unerwünschte Nachrichten im Postfach. Von Casino-Werbung über Krypto-Scams bis hin zu dubiosen Dating-Links: Die Spammer werden kreativer und hartnäckiger. Die gute Nachricht: Ihr könnt euch effektiv wehren und Apple dabei helfen, das Problem anzugehen.

Spam-Filter aktivieren: Der erste Schutzwall

Bevor ihr Spam meldet, solltet ihr sicherstellen, dass euer iPhone Nachrichten von Unbekannten automatisch filtert. Diese Funktion gibt es schon länger, wurde aber in iOS 18 nochmals verbessert. Geht in die Einstellungen, tippt auf „Nachrichten“ und aktiviert „Nach unbekannten und Spam filtern“. Zusätzlich könnt ihr „Stille unbekannte Absender“ einschalten – dann bekommt ihr keine Benachrichtigungen mehr von Fremden.

Durch diese Filter landen verdächtige Nachrichten automatisch im Tab „Unbekannte Absender“. Das heißt aber nicht, dass sie verschwunden sind. Sie warten dort auf eure Entscheidung: legitim oder Spam?

So meldet ihr Spam richtig

Öffnet die Nachrichten-App und wechselt zum Tab „Unbekannte Absender“ – der ist nur sichtbar, wenn ihr den Filter aktiviert habt. Hier sammeln sich alle Nachrichten von Absendern, die nicht in euren Kontakten stehen.

Tippt die Spam-Nachricht an. Seit iOS 16 zeigt Apple unterhalb verdächtiger Nachrichten automatisch einen blauen „Melden“-Link an. Ein Tipp darauf öffnet ein Menü mit der Option „Löschen und als Junk melden“. Das ist der schnellste Weg.

Alternativ könnt ihr auch länger auf die Nachricht drücken und im Kontext-Menü „Junk melden“ auswählen. Bei besonders dreisten Spam-Attacken gibt es noch eine weitere Option: Tippt auf das Info-Symbol (i) neben der Nachricht, scrollt nach unten und wählt „Diese Unterhaltung melden“.

Was passiert beim Melden?

Wenn ihr Spam meldet, passieren mehrere Dinge gleichzeitig: Die Nachricht wird gelöscht, der Absender blockiert und Apple erhält eine anonyme Kopie der Spam-Nachricht. Diese Daten nutzt Apple, um die Filter-Algorithmen zu verbessern und neue Spam-Muster zu erkennen.

Besonders wichtig: Auch die Telefonnummer oder E-Mail-Adresse des Spammers landet auf Apples schwarzer Liste. Das hilft nicht nur euch, sondern allen iPhone-Nutzern weltweit.

Neue Bedrohungen: RCS und gefälschte Apple-Nachrichten

Seit iOS 18 unterstützt das iPhone auch RCS (Rich Communication Services) – den SMS-Nachfolger. Das bringt neue Features, aber leider auch neue Spam-Möglichkeiten. RCS-Spam kann Bilder, Videos und sogar interaktive Elemente enthalten. Die Melde-Funktion funktioniert hier genauso wie bei iMessage.

Besonders perfide: Spammer versenden mittlerweile gefälschte Nachrichten, die aussehen wie offizielle Apple-Mitteilungen. Sie warnen vor angeblichen Sicherheitsproblemen oder fordern zur Eingabe der Apple-ID auf. Faustregel: Apple kontaktiert euch niemals über iMessage. Solche Nachrichten sind immer Betrug.

Proaktiv gegen Spam: Zusätzliche Schutzmaßnahmen

Neben dem Melden gibt es weitere Strategien: Gebt eure Telefonnummer sparsam heraus und achtet bei Online-Registrierungen darauf, welche Häkchen ihr setzt. Viele Spam-Nachrichten entstehen durch Datenleaks oder den Verkauf von Nutzerlisten.

In den Nachrichten-Einstellungen könnt ihr außerdem „iMessage über E-Mail-Adresse“ deaktivieren. Dann erreichen euch Nachrichten nur noch über eure Telefonnummer, was die Spam-Menge reduziert.

Wenn Spam überhandnimmt

Bei massiven Spam-Attacken hilft manchmal nur der radikale Schnitt: Geht zu Einstellungen > Nachrichten > Nachrichten von Unbekannten und stellt auf „Nie benachrichtigen“. Dann landen alle Nachrichten von Fremden stumm im Filter-Tab.

Für Extreme gibt es sogar die Option, iMessage komplett zu deaktivieren und nur noch SMS zu nutzen. Das ist aber kontraproduktiv, weil SMS noch anfälliger für Spam sind.

Fazit: Gemeinsam gegen die Spam-Flut

Spam ist ein Katz-und-Maus-Spiel, das nie ganz aufhören wird. Aber durch konsequentes Melden macht ihr das Internet für alle etwas besser. Jede gemeldete Spam-Nachricht hilft Apple dabei, die Filter zu verfeinern und neue Bedrohungen zu erkennen. Also: Nicht ignorieren, sondern melden – es dauert nur zwei Sekunden und wirkt nachhaltig.

Zuletzt aktualisiert am 03.04.2026