IP-Adresse einer VPN-Verbindung ermitteln: So geht’s 2026

von | 07.08.2018 | Netzwerk

VPN-Verbindungen sind 2026 wichtiger denn je – ob für sicheres Arbeiten im Homeoffice, Schutz in öffentlichen WLANs oder Zugriff auf geo-blockierte Inhalte. Wer eine VPN-Verbindung nutzt, erhält automatisch eine neue IP-Adresse vom VPN-Server. Diese IP-Adresse zu kennen ist oft wichtig, etwa für Firewall-Konfigurationen, Troubleshooting oder um zu überprüfen, ob die VPN-Verbindung korrekt funktioniert.

Die Ermittlung der VPN-IP-Adresse funktioniert je nach Betriebssystem unterschiedlich. Hier zeigen wir euch die bewährtesten Methoden für alle gängigen Plattformen.

Windows: IP-Adresse über Eingabeaufforderung ermitteln

Unter Windows ist die Ermittlung der VPN-IP besonders einfach. Zunächst stellt ihr eine Verbindung zu eurem VPN-Netzwerk her – egal ob über Windows-eigene VPN-Einstellungen oder über Client-Software wie NordVPN, ExpressVPN oder Surfshark.

Anschließend öffnet ihr die Eingabeaufforderung: Drückt die Windows-Taste, tippt „cmd“ und startet die Eingabeaufforderung als Administrator. Alternativ könnt ihr auch Windows-Taste + R drücken, „cmd“ eingeben und mit Enter bestätigen.

Gebt nun den Befehl ipconfig ein („ip“, nicht „if“) und bestätigt mit Enter. In der Ausgabe findet ihr verschiedene Netzwerkadapter. Die VPN-Verbindung wird meist als „PPP-Adapter“ oder mit dem Namen eures VPN-Anbieters aufgeführt. Dort seht ihr die zugewiesene IP-Adresse.

Für detailliertere Informationen könnt ihr auch ipconfig /all verwenden. Dieser Befehl zeigt zusätzliche Details wie DNS-Server, Subnetzmaske und Gateway-Informationen an.

macOS und Linux: Terminal-Befehle nutzen

Mac- und Linux-Nutzer haben mehrere Optionen. Der klassische Befehl ifconfig funktioniert weiterhin, wird aber zunehmend durch modernere Alternativen ersetzt.

Öffnet das Terminal (unter macOS über Spotlight-Suche „Terminal“ eingeben) und gebt ifconfig ein. Unter den verschiedenen Netzwerk-Schnittstellen findet ihr auch eine für die VPN-Verbindung – meist als ppp0, tun0 oder utun bezeichnet. Dort wird die zugehörige IP-Adresse angezeigt.

Moderner und detaillierter ist der Befehl ip addr show (unter Linux) oder ip route für Routing-Informationen. Diese Befehle gehören zu den iproute2-Tools und bieten mehr Funktionalität als das veraltete ifconfig.

Online-Tools: Einfache Überprüfung der öffentlichen IP

Die einfachste Methode, eure aktuelle IP-Adresse zu überprüfen, sind Online-Tools. Websites wie whatismyipaddress.com, ipinfo.io oder iplocation.net zeigen sofort eure öffentliche IP-Adresse an – also die, mit der ihr im Internet erscheint.

Diese Methode eignet sich besonders, um zu überprüfen, ob das VPN korrekt funktioniert. Notiert euch vor der VPN-Verbindung eure echte IP-Adresse und vergleicht sie nach dem Verbindungsaufbau. Die IP sollte sich deutlich unterscheiden und idealerweise dem Standort eures VPN-Servers entsprechen.

Browser-Entwicklertools: Netzwerk-Informationen einsehen

Fortgeschrittene Nutzer können auch die Entwicklertools moderner Browser nutzen. In Chrome oder Firefox drückt ihr F12, wechselt zum „Network“-Tab und ruft eine beliebige Website auf. In den HTTP-Headern seht ihr oft eure öffentliche IP-Adresse.

PowerShell unter Windows: Moderne Alternative

Windows PowerShell bietet mit Get-NetIPAddress eine modernere Alternative zu ipconfig. Dieser Befehl zeigt detaillierte Informationen zu allen Netzwerkadaptern, einschließlich IPv6-Adressen und Konfigurationsstatus.

Für VPN-spezifische Informationen eignet sich Get-VpnConnection, um aktive VPN-Verbindungen und deren Status anzuzeigen.

Mobile Geräte: Apps und Einstellungen

Auf Android-Geräten findet ihr die VPN-IP in den Einstellungen unter „Verbindungen“ > „Weitere Verbindungseinstellungen“ > „VPN“. Tippt auf die aktive VPN-Verbindung, um Details einzusehen.

iOS-Nutzer schauen in „Einstellungen“ > „VPN & Geräteverwaltung“. Hier werden aktive VPN-Profile und deren Status angezeigt.

Alternativ gibt es Apps wie „Network Analyzer“ oder „IP Tools“, die detaillierte Netzwerk-Informationen anzeigen.

Warum die VPN-IP wichtig ist

Die Kenntnis eurer VPN-IP-Adresse ist aus mehreren Gründen nützlich: Bei der Konfiguration von Firewalls müsst ihr oft bestimmte IP-Bereiche freigeben. Für Remote-Zugriffe auf Server oder Datenbanken werden IP-Adressen oft in Whitelists eingetragen. Beim Troubleshooting von Verbindungsproblemen hilft die genaue Kenntnis der genutzten IP-Adresse.

Zudem könnt ihr überprüfen, ob euer VPN-Anbieter tatsächlich die versprochenen Server-Standorte nutzt und ob eure echte IP-Adresse zuverlässig verschleiert wird.

Moderne VPN-Protokolle und ihre Besonderheiten

2026 dominieren hauptsächlich WireGuard und IKEv2/IPSec die VPN-Landschaft. WireGuard-Verbindungen erscheinen oft als „wg0“ oder ähnliche Interface-Namen, während IKEv2 weiterhin PPP-basierte Bezeichnungen nutzt.

WireGuard ist dabei besonders effizient und zeigt in den Systemtools oft klarere Bezeichnungen als ältere Protokolle. OpenVPN wird zwar noch genutzt, aber zunehmend von den moderneren, schnelleren Alternativen verdrängt.

Die Überprüfung der VPN-IP-Adresse bleibt unabhängig vom genutzten Protokoll ein wichtiges Werkzeug für alle, die ihre Netzwerkverbindungen verstehen und kontrollieren möchten.

Zuletzt aktualisiert am 08.03.2026