iPhone 6S: Rückblick auf den Meilenstein von 2015 – und was davon heute übrig ist

von | 08.08.2015 | Hardware

Das iPhone 6S war 2015 ein Meilenstein, der die Smartphone-Industrie nachhaltig geprägt hat. Zehn Jahre später blicken wir zurück auf ein Gerät, das viele Innovationen einführte, die heute Standard sind – und schauen gleichzeitig nach vorn auf aktuelle iPhone-Entwicklungen.

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Was machte das iPhone 6S 2015 besonders?

Das iPhone 6S behielt die beliebten Bildschirmgrößen von 4,7 Zoll (Standard) und 5,5 Zoll (Plus) bei, führte aber entscheidende Neuerungen ein. Der Apple A9-Prozessor war damals ein Quantensprung – mit 70% mehr CPU-Leistung und 90% mehr GPU-Power als sein Vorgänger. Die Verdopplung des Arbeitsspeichers auf 2 GB sorgte für flüssigeres Multitasking.

Die wohl revolutionärste Neuerung war 3D Touch – Apples Version der Force-Touch-Technologie. Das Display erkannte verschiedene Druckstärken und ermöglichte dadurch neue Bedienkonzepte wie „Peek and Pop“ oder Shortcuts über festen Druck auf App-Icons. Diese Technologie war ihrer Zeit voraus und inspirierte andere Hersteller zu ähnlichen Lösungen.

Die Kamera machte einen gewaltigen Sprung von 8 auf 12 Megapixel und führte 4K-Videoaufnahme ein – damals noch eine Seltenheit bei Smartphones. Live Photos, die kurze bewegte Bilder vor und nach der Aufnahme festhielten, waren Apples Antwort auf die wachsende Popularität von GIFs und kurzen Videos.

Wie hat sich die iPhone-Welt bis 2026 entwickelt?

Rückblickend war das iPhone 6S der Startschuss für viele Features, die heute selbstverständlich sind. 3D Touch wurde allerdings 2019 wieder eingestellt – Apple ersetzte es durch Haptic Touch, eine einfachere Lösung ohne Druckerkennung.

Die aktuellen iPhone 16-Modelle (Stand 2026) zeigen, wie weit sich die Technologie entwickelt hat: Der A20 Bionic-Chip bietet mittlerweile Desktop-Performance, während die Kameras mit 48-Megapixel-Sensoren und fortschrittlicher KI-Bildverarbeitung Profi-Qualität liefern. Apple Intelligence, das 2024 eingeführte KI-System, ist heute tief in iOS integriert und übernimmt alltägliche Aufgaben wie intelligente Textbearbeitung, Foto-Organisation und personalisierte Empfehlungen.

Designentscheidungen mit Langzeitwirkung

Die Einführung von Rosé-Gold beim iPhone 6S war mehr als nur eine Farbvariante – sie markierte Apples verstärkte Fokussierung auf Fashion und Lifestyle. Diese Bronze-ähnliche Farbe wurde zum Instagram-Hit und etablierte das iPhone endgültig als Lifestyle-Objekt.

Heute bietet Apple deutlich mehr Farbvielfalt, von kräftigen Tönen wie Deep Purple bis zu umweltfreundlichen Materialien. Das aktuelle iPhone 16 Pro verwendet zu 95% recyceltes Titan und zeigt Apples Commitment zur Nachhaltigkeit.

Technische Innovation damals und heute

Was 2015 revolutionär war, ist heute Basisausstattung: 4K-Video, mehrere Gigabyte RAM, leistungsstarke Multi-Core-Prozessoren. Doch die Innovationsrichtung hat sich gewandelt. Statt reiner Leistungssteigerung stehen heute KI-Features, Nachhaltigkeit und nahtlose Integration zwischen Apple-Geräten im Vordergrund.

Die 12-Megapixel-Kamera des 6S war 2015 Spitzenklasse – heute nutzen iPhones computational photography mit mehreren Objektiven, Lidar-Sensoren und maschinelles Lernen für Features wie Cinematic Mode oder ProRAW.

Lehren für die iPhone-Zukunft

Das iPhone 6S lehrte Apple wichtige Lektionen: Nicht jede Innovation setzt sich durch (3D Touch), aber mutige Experimente treiben die Branche voran. Live Photos evolvierten zu Portrait Mode und Cinematic Mode. Die Kamera-Verbesserungen legten den Grundstein für heutige iPhone-Fotografie-Features.

Blickt man auf 2026, zeigt sich: Apple setzt weiter auf durchdachte Evolution statt Revolution. Das iPhone 16 perfektioniert Konzepte, die teilweise im 6S ihren Ursprung hatten – nur mit deutlich ausgereifterer Technologie und KI-Unterstützung.

Das iPhone 6S war also mehr als nur ein Smartphone-Update – es war der Grundstein für viele Technologien, die unser digitales Leben heute prägen.

Zuletzt aktualisiert am 13.04.2026