Die Mac-Version der ehemaligen Twitter-App, die heute als X bezeichnet wird, gehört mittlerweile der Vergangenheit an. Doch auch ohne die offizielle App könköntet ihr euch immer noch über neue Erwähnungen, Reposts (früher Retweets), Likes oder Direktnachrichten benachrichtigen lassen. Hier zeige ich euch die aktuellen Wege, wie ihr am Mac über X-Aktivitäten auf dem Laufenden bleibt.
Die offizielle X-App gibt es nicht mehr
Nachdem Elon Musk Twitter übernommen und in X umbenannt hat, wurde die offizielle Mac-App eingestellt. Wer heute über X-Ereignisse am Mac benachrichtigt werden will, muss auf alternative Lösungen zurückgreifen. Die gute Nachricht: Es gibt mehrere praktikable Wege.
Web-Benachrichtigungen über den Browser
Der einfachste Weg führt über die Webversion von X im Browser:
- Öffnet X.com in eurem bevorzugten Browser (Safari, Chrome, Firefox)
- Meldet euch in eurem Account an
- Klickt auf das Einstellungen-Symbol (Zahnrad) in der Seitenleiste
- Wählt „Benachrichtigungen“ aus
- Aktiviert „Web-Benachrichtigungen“
Der Browser fragt euch dann nach der Berechtigung für Benachrichtigungen. Diese erscheinen dann als macOS-Mitteilungen in der oberen rechten Bildschirmecke.
Drittanbieter-Apps als Alternative
Mehrere Entwickler haben die Lücke gefüllt, die die offizielle App hinterlassen hat:
Tweetbot 3 (kostenpflichtig): Diese App unterstützt auch die X-API und bietet umfangreiche Benachrichtigungsoptionen. Ihr könnt granular einstellen, welche Ereignisse Mitteilungen auslösen sollen.
Spring for Twitter/X (kostenlos mit In-App-Käufen): Eine moderne Alternative, die speziell für macOS entwickelt wurde und detaillierte Benachrichtigungseinstellungen bietet.
Benachrichtigungen über macOS-Einstellungen anpassen
Unabhängig davon, welche App oder Methode ihr nutzt, könnt ihr die Anzeige der Benachrichtigungen über die macOS-Systemeinstellungen verfeinern:
- Öffnet die Systemeinstellungen
- Geht zu „Mitteilungen & Fokus“
- Wählt eure X-App oder den Browser aus
- Passt Stil, Sounds und Anzeigedauer an
Hier könnt ihr auch einstellen, ob Benachrichtigungen im Sperrbildschirm erscheinen sollen oder nur wenn ihr aktiv am Mac arbeitet.
Fokus-Modi nutzen für intelligente Benachrichtigungen
Seit macOS Monterey könnt ihr mit Fokus-Modi steuern, wann X-Benachrichtigungen durchkommen sollen. Erstellt beispielsweise einen „Arbeit“-Fokus, der nur wichtige Mitteilungen zulässt, oder einen „Social Media“-Fokus für intensive Twitter/X-Sessions.
Push-Benachrichtigungen vs. E-Mail-Benachrichtigungen
X bietet auch E-Mail-Benachrichtigungen als Backup an. Diese sind besonders nützlich, wenn ihr nicht ständig am Mac sitzt. In den X-Einstellungen unter „Benachrichtigungen“ → „E-Mail-Benachrichtigungen“ könnt ihr festlegen, welche Ereignisse per Mail gemeldet werden sollen.
API-Änderungen berücksichtigen
Wichtig zu wissen: Seit der Übernahme durch Elon Musk hat sich die API-Landschaft drastisch verändert. Viele Drittanbieter-Apps funktionieren nur noch eingeschränkt oder erfordern kostenpflichtige API-Zugänge. Prüft daher regelmäßig, ob eure gewählte Lösung noch vollständig funktioniert.
Datenschutz im Blick behalten
Achtet bei Drittanbieter-Apps darauf, welche Berechtigungen sie verlangen. Seriöse Apps sollten transparent kommunizieren, welche Daten sie verarbeiten und ob sie diese speichern.
Fazit
Obwohl die offizielle Twitter-App für Mac Geschichte ist, gibt es weiterhin praktikable Wege, um über X-Aktivitäten benachrichtigt zu werden. Die Browser-Lösung ist für die meisten Nutzer ausreichend, während Drittanbieter-Apps zusätzliche Features bieten. Kombiniert mit den macOS-Benachrichtigungseinstellungen und Fokus-Modi habt ihr volle Kontrolle darüber, wann und wie ihr über euer X-Netzwerk informiert werdet.
Zuletzt aktualisiert am 07.04.2026

