Musik auf einem anderen Laufwerk speichern

von | 13.02.2016 | Windows

Wer viele Songs auf dem eigenen Computer gespeichert hat und feststellt, dass das System-Laufwerk immer voller wird, kann die Musik auch auf einem anderen Laufwerk speichern – etwa auf einer externen SSD, einer zweiten Festplatte oder sogar einem NAS-System.

Die meisten modernen Computer haben heute SSDs als Hauptlaufwerk, die oft deutlich weniger Speicherplatz bieten als die klassischen mechanischen Festplatten. Da sich schnell mal 50, 100 oder sogar 500 GB an Musikdateien ansammeln – besonders bei lossless Formaten wie FLAC oder hochauflösenden Audio-Dateien – wird der verfügbare Platz schnell knapp. Die gute Nachricht: Windows 11 macht es euch einfach, euren kompletten Musik-Ordner an einen anderen Ort zu verschieben.

Die klassische Methode über die Ordner-Eigenschaften

Mit den folgenden Schritten lässt sich der Musik-Ordner von C auf ein anderes Laufwerk verschieben:

  1. Zunächst ein neues Explorer-Fenster öffnen.
  2. Jetzt in der Seitenleiste mit der rechten Maustaste auf den Eintrag Musik klicken, der unterhalb von Dieser PC zu sehen ist.
  3. Im Kontextmenü wählt man dann die Eigenschaften aus.
  4. Dort nun zum Tab Pfad wechseln.
  5. Hier auf den Button Verschieben… klicken und dann den gewünschten neuen Speicherort auswählen.
  6. Anschließend die Rückfrage bestätigen, dass die Musik an die neue Stelle verschoben wird.

win10-musik-ordner-verschieben

Alternative über die Windows 11 Einstellungen

Seit Windows 11 Version 22H2 gibt es auch einen moderneren Weg über die Einstellungen-App:

  1. Öffnet die Einstellungen (Windows-Taste + I)
  2. Navigiert zu „System“ und dann „Speicher“
  3. Klickt auf „Erweiterte Speichereinstellungen“
  4. Wählt „Wo neue Inhalte gespeichert werden“
  5. Bei „Neue Musik wird gespeichert in“ könnt ihr das gewünschte Laufwerk auswählen

Was ihr beachten solltet

Bevor ihr den Umzug startet, solltet ihr einige Punkte im Hinterkopf behalten:

Streaming-Dienste vs. lokale Dateien: Nutzt ihr hauptsächlich Spotify, Apple Music oder andere Streaming-Dienste, ist lokaler Speicherplatz weniger kritisch. Aber wer noch eine umfangreiche CD-Sammlung digitalisiert hat oder Musik in hoher Qualität sammelt, braucht definitiv mehr Platz.

SSD vs. HDD: Wenn ihr eure Musik auf eine mechanische Festplatte verschiebt, dauert das Öffnen von Musikbibliotheken etwas länger. Für das reine Abspielen macht das aber keinen spürbaren Unterschied.

Externe Laufwerke: Bei USB-Festplatten oder externen SSDs solltet ihr darauf achten, dass diese angeschlossen sind, wenn ihr auf eure Musik zugreifen wollt. Sonst erscheinen die Dateien als „nicht verfügbar“.

Cloud-Integration bedenken

Viele nutzen heute OneDrive, Google Drive oder andere Cloud-Dienste. Wenn euer Musik-Ordner Teil der Cloud-Synchronisation ist, kann das Verschieben auf ein anderes Laufwerk die Sync-Funktion unterbrechen. In diesem Fall müsst ihr die Ordner-Synchronisation neu konfigurieren.

Moderne Alternativen

Music-Streaming mit lokaler Sammlung: Apps wie Plex oder Jellyfin lassen sich auf einem NAS oder einem zweiten PC installieren und streamen eure Musik dann an alle Geräte im Netzwerk.

Cloud-basierte Lösungen: YouTube Music, Spotify und Co. bieten heute Download-Funktionen für Offline-Hörverhalten. Das reduziert den Bedarf an lokaler Musik-Speicherung erheblich.

Was passiert mit den Musik-Apps?

Die meisten Musik-Player wie Windows Media Player, VLC oder spezialisierte Software wie Foobar2000 erkennen den neuen Speicherort automatisch. Bei iTunes oder der neuen Windows-Musik-App kann es nötig sein, die Bibliothek neu zu scannen oder den Pfad manuell anzupassen.

Fazit

Das Verschieben des Musik-Ordners ist eine einfache und effektive Methode, um Speicherplatz auf dem System-Laufwerk freizugeben. Besonders bei kleineren SSDs macht das einen spürbaren Unterschied. Der Vorgang dauert je nach Datenmenge zwischen wenigen Minuten und mehreren Stunden, läuft aber vollautomatisch ab. Wichtig ist nur, dass das Ziel-Laufwerk genügend freien Platz hat und zuverlässig verfügbar ist.

Zuletzt aktualisiert am 10.04.2026