
Das Argument: Provider unternähmen zu wenig, um möglichen „Raubkopierern“ das Handwerk zu legen. Das Ansinnen lässt sich aus wirtschaftlichen Gründen noch verstehen, doch richtig durchdacht ist es nicht. Denn wer von einem Internetprovider allen Ernstes verlangt, seine Kunden „ans Messer“ zu liefern, bloß weil sie bestimmte Ports oder Protokolle verwenden, kann irgendwie nicht mehr alle Sinne beisammen haben. Denn die bloße Verwendung bestimmter Ports beweist gar nichts. Selbst das Verwenden bestimmter Software oder Protokolle ist kein Beleg dafür, dass irgend etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Alle gleich unter Generalverdacht zu stellen, ist einfach nur – na ja, unanständig.
Abgesehen davon gibt es ohnehin Juristen, die der Meinung sind, die Rechtslage sei ohnehin längst nicht so klar wie viele behaupten. Will sagen: Ob das Herunterladen von Musik aus „dubiosen“ Quellen wirklich verboten oder strafbar ist, wäre erst noch zu belegen… Unter www.irights.info kann man sich sehr gut schlau machen.
Warten wir mal ab, wie die EU-Parlamentarier auf den sanften Druck aus der Musiklobby reagieren.
