Optimale Beleuchtung ohne Blendung: ScreenBars

von | 28.10.2019 | Hardware

Schreibtischlampen sind eigentlich ein langweiliges Thema. Sie leuchten, beleuchten den Schreibtisch und sorgen für Sichtbarkeit. Mittlerweile allerdings hat sich auf so gut wie jedem Schreibtisch ein Monitor eingefunden – oft sogar mehrere. Damit kommt ein Problem zum Tragen, das es früher nicht gab: Die Reflektion der Lampe in der Glasscheibe des Monitors. Die Lösung: spezielle, darauf angepasste Lampen wie die BenQ ScreenBar Plus (EUR 129,- hier), Xiaomi Mi Computer Monitor Light Bar (EUR 49,-) oder die Quntis ScreenBar Pro (EUR 79,-).

Die Idee ist simpel: Auf einem Schreibtisch ist meist eh wenig Platz. Zudem ist eine freie Positionierung der Lampe aufgrund der Reflektionen meist gar nicht möglich, und die optimale Position ohne Blendung ist oft platzmäßig nicht realisierbar. Die ScreenBars lösen diese Herausforderung, indem sie über einen Clip am Monitor selbst befestigt werden. Die LEDs in der ScreenBar sind dabei so angeordnet und abgeschirmt, dass sie den Tisch, nicht aber die Bildschirmfläche mit Licht bedecken.

Je nach Ausführung lassen sich die LEDs manuell, meist auch automatisch in der Helligkeit regulieren. Im zweiten Fall befindet sich dann ein Umgebungslichtsensor in der Befestigungsklammer, der die vorhandene Lichtmenge am Monitor aufnimmt und entsprechend Licht aus der ScreenBar zusteuert. Auch die Lichttemperatur lässt sich über Tasten oder bei neueren Modellen per App von 2700K bis 6500K einstellen.

So gut wie jeder Monitor hat mittlerweile USB-Schnittstellen, um daran Zubehör anschließen zu können. Das nutzt die ScreenBar aus: Statt ein separates Netzteil, das wieder Platz wegnimmt, zu verwenden, wird sie mit 5V aus einem USB-Anschluss stromversorgt. Bei modernen USB-C Monitoren funktioniert das besonders elegant.

Worauf ihr beim Kauf achten solltet

Nicht alle ScreenBars sind gleich. Die Unterschiede liegen im Detail: Die günstigen Modelle von Xiaomi oder Quntis bieten bereits die Grundfunktionen wie asymmetrische Lichtverteilung und Helligkeitsregelung. Die teureren Varianten von BenQ punkten mit präziserer Farbtemperaturregelung und besserer Verarbeitungsqualität.

Wichtig ist die Kompatibilität mit eurem Monitor. Die meisten ScreenBars funktionieren mit Monitoren bis zu einer Dicke von 3-4 cm. Bei ultraschlanken Displays oder solchen mit ungewöhnlicher Form kann es Probleme geben. Curved Monitore sind meist kein Problem, hier haben die Hersteller nachgebessert.

Neue Features in 2025/2026

Die neueste Generation der ScreenBars bringt interessante Funktionen mit: Einige Modelle lassen sich mittlerweile über Smart Home Systeme wie Alexa oder Google Home steuern. „Hey Google, dimme die Schreibtischlampe“ funktioniert dann tatsächlich.

Besonders praktisch: Viele aktuelle ScreenBars haben Memory-Funktionen, die sich verschiedene Lichtprofile merken. Morgens warmes Licht für den entspannten Start, mittags neutralweißes Arbeitslicht und abends wieder wärmeres Licht für die Augen.

Alternative: DIY-Lösungen und Konkurrenz

Mittlerweile gibt es auch günstige Nachbauten aus Fernost ab 25 Euro. Die Qualität schwankt stark, aber für Gelegenheitsnutzer können sie ausreichen. Wer viel am Schreibtisch arbeitet, sollte aber in ein Markenprodukt investieren.

Eine interessante Alternative sind auch die neuen magnetischen ScreenBars, die sich bei Monitoren mit dünnem Metallrahmen einfach ankleben lassen. Das funktioniert besonders gut bei Apple Studio Displays oder Dell UltraSharp Monitoren.

Fazit: Lohnt sich das?

Ja, definitiv. Wer täglich mehrere Stunden am Bildschirm verbringt, merkt den Unterschied sofort. Keine störenden Reflektionen mehr, optimale Ausleuchtung der Tastatur und Dokumente, ohne dass der Bildschirm überstrahlt wird. Der gesparte Platz auf dem Schreibtisch ist ein netter Nebeneffekt.

Besonders in Zeiten von Homeoffice und Video-Calls sind ScreenBars gold wert. Sie sorgen für bessere Beleuchtung bei Webcam-Aufnahmen, ohne dass ihr eine separate Ringlight aufstellen müsst. Euer Gesicht wird gleichmäßig ausgeleuchtet, während der Monitor perfekt ablesbar bleibt.

Zuletzt aktualisiert am 03.03.2026