Outlook.com: So importiert ihr Kontakte von Gmail & Co.

von | 13.03.2013 | Office

Microsofts E-Mail-Dienst Outlook.com hat sich seit seinen Hotmail-Zeiten grundlegend gewandelt und bietet heute eine der besten kostenlosen E-Mail-Plattformen. Besonders praktisch: Ihr könnt eure Kontakte aus verschiedenen Diensten und Netzwerken problemlos importieren und zentral verwalten. Das spart nicht nur Zeit, sondern sorgt auch dafür, dass ihr alle wichtigen Kontakte an einem Ort habt.

Warum Kontakte importieren sinnvoll ist

Wer mehrere E-Mail-Konten, Social Media-Profile oder Cloud-Dienste nutzt, kennt das Problem: Die Kontakte sind überall verstreut. Mal habt ihr eine E-Mail-Adresse in Gmail gespeichert, dann wieder eine Telefonnummer in euren iCloud-Kontakten oder LinkedIn-Profile in verschiedenen Apps. Outlook.com fungiert hier als zentrale Sammelstelle, die eure digitale Kontaktverwaltung erheblich vereinfacht.

So importiert ihr Kontakte in Outlook.com

Der Import-Prozess hat sich in den letzten Jahren deutlich verbessert und ist noch benutzerfreundlicher geworden:

  1. Öffnet euren Browser und navigiert zu https://outlook.live.com/people. Diese URL führt euch direkt zur Kontaktverwaltung von Outlook.com.
  2. Meldet euch mit eurem Microsoft-Konto an. Falls ihr noch kein Konto habt, könnt ihr kostenlos eines erstellen.
  3. Klickt in der oberen Menüleiste auf „Verwalten“ und wählt dann „Kontakte importieren“ aus.
  4. Wählt den Dienst aus, von dem ihr Kontakte importieren möchtet. Outlook.com unterstützt mittlerweile Gmail, Yahoo Mail, CSV-Dateien und verschiedene andere Formate.
  5. Folgt den Anweisungen zur Authentifizierung. Bei Google beispielsweise werdet ihr zur Google-Anmeldeseite weitergeleitet und müsst den Zugriff explizit genehmigen.

Der Import-Prozess läuft vollautomatisch ab und kann je nach Anzahl der Kontakte zwischen wenigen Sekunden und mehreren Minuten dauern.

Welche Dienste werden unterstützt?

Outlook.com hat seine Kompatibilität über die Jahre kontinuierlich erweitert. Aktuell könnt ihr Kontakte aus folgenden Quellen importieren:

  • Google/Gmail: Der wohl häufigste Import-Fall, funktioniert dank standardisierter APIs reibungslos
  • Apple iCloud: Besonders für iPhone-Nutzer relevant, die zu Windows wechseln
  • Yahoo Mail: Nach wie vor ein beliebter E-Mail-Anbieter mit vielen Nutzern
  • CSV-Dateien: Universelles Format, das von praktisch allen Systemen exportiert werden kann
  • vCard-Dateien: Standard für digitale Visitenkarten

Die früher unterstützten direkten Imports aus sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter wurden aufgrund von API-Änderungen und Datenschutzbestimmungen eingestellt. Stattdessen setzt Microsoft auf offene Standards und direkte E-Mail-Anbieter.

Tipps für einen erfolgreichen Import

Damit der Kontakt-Import reibungslos klappt, solltet ihr folgende Punkte beachten:

Vor dem Import aufräumen: Nutzt die Gelegenheit, um eure Kontakte vorher zu bereinigen. Löscht veraltete Einträge und fasst Duplikate zusammen.

Backup erstellen: Exportiert eure Outlook.com-Kontakte vor dem Import als CSV-Datei. So habt ihr eine Sicherungskopie, falls etwas schiefgeht.

Schrittweise vorgehen: Importiert nicht alle Dienste gleichzeitig, sondern nacheinander. Das macht es einfacher, eventuelle Probleme zu identifizieren.

Duplikate prüfen: Nach dem Import kann es zu Dopplungen kommen. Outlook.com bietet eine automatische Duplikat-Erkennung, aber kontrolliert das Ergebnis lieber manuell.

Kontakte synchron halten

Ein einmaliger Import reicht oft nicht aus. Moderne Kontaktverwaltung lebt von der kontinuierlichen Synchronisation. Outlook.com bietet dafür mehrere Ansätze:

Über die Outlook-App für Android und iOS könnt ihr eure Kontakte dauerhaft synchron halten. Die App gleicht Änderungen automatisch ab und sorgt dafür, dass neue Kontakte in allen verbundenen Diensten verfügbar sind.

Für Power-User interessant: Microsoft Graph API ermöglicht es Entwicklern, eigene Synchronisations-Tools zu bauen oder bestehende CRM-Systeme anzubinden.

Datenschutz und Sicherheit

Beim Import von Kontakten gewährt ihr Outlook.com temporären Zugriff auf eure Daten bei anderen Anbietern. Microsoft hat hier in den letzten Jahren deutlich nachgebessert: Die Übertragung erfolgt verschlüsselt, und die Zugriffsberechtigungen werden nach dem Import automatisch wieder entzogen.

Trotzdem solltet ihr regelmäßig überprüfen, welche Apps und Dienste Zugriff auf eure Google-, Apple- oder Yahoo-Konten haben und nicht mehr benötigte Berechtigungen widerrufen.

Die zentrale Kontaktverwaltung in Outlook.com macht euer digitales Leben definitiv einfacher – vorausgesetzt, ihr geht strukturiert vor und behaltet den Überblick über eure Daten.

Zuletzt aktualisiert am 22.04.2026