Interaktive Präsentationen sind gleich doppelt so interessant. In PowerPoint lassen sich Grafiken und andere Elemente so verlinken, dass beim Anklicken während der Wiedergabe der Präsentation auf eine andere Folie der gleichen Datei gewechselt wird. Diese Funktion macht eure Präsentationen deutlich professioneller und ermöglicht non-lineare Storylines, die sich perfekt an euer Publikum anpassen lassen.
Warum interne Folienlinks so wertvoll sind
Mit verlinkten Folien könnt ihr flexibel auf Fragen reagieren, ohne die gesamte Präsentation durchklicken zu müssen. Erstellt beispielsweise ein interaktives Inhaltsverzeichnis, springt zu detaillierten Anhängen oder baut Quiz-artige Elemente ein. Besonders bei längeren Präsentationen oder Schulungen ist diese Flexibilität Gold wert.
Schritt-für-Schritt: Folienlinks erstellen
Um mit PowerPoint einen Link auf eine andere Folie zu hinterlegen, geht ihr wie folgt vor:
- Zunächst wird die PPTX-Datei geöffnet, z.B. über den Explorer.
- Im nächsten Schritt wird über das Einfügen-Menü eine Form auf der ursprünglichen Folie eingefügt.
- Nun bei ausgewählter Form oben im Menü auf Einfügen, Aktion klicken.
- Im jetzt angezeigten Dialog die Option Hyperlink zu markieren und die gewünschte Folie einstellen.
Moderne Alternativen: Zoom-Funktionen nutzen
Seit PowerPoint 2019 und Microsoft 365 gibt es eine noch elegantere Lösung: Die Zoom-Funktionen. Über Einfügen > Zoom könnt ihr Folien-Zoom, Abschnitts-Zoom oder Zusammenfassungs-Zoom erstellen. Diese Funktion erstellt automatisch anklickbare Vorschaubilder eurer Zielfolien und kehrt nach dem Anzeigen automatisch zur Ausgangsfolie zurück.
Profi-Tipps für interaktive Präsentationen
Text und Bilder lassen sich ebenfalls verlinken: Markiert einfach den gewünschten Text oder das Bild, klickt auf Einfügen > Link und wählt „Ort in diesem Dokument“. Hier könnt ihr direkt die Zielfolie auswählen.
Für eine professionelle Navigation erstellt ihr am besten einheitliche Buttons. Kopiert diese auf jede relevante Folie, damit euer Publikum immer weiß, wie es navigieren kann. Bewährt haben sich Buttons wie „Zurück“, „Hauptmenü“ oder „Weiter“.
Tipps für die Präsentationspraxis
Testet eure Links unbedingt vor der Präsentation im Vollbildmodus. Nichts wirkt unprofessioneller als defekte Navigation während eines Vortrags. Informiert euer Publikum zu Beginn über die interaktiven Elemente, damit sie wissen, dass sie aktiv teilnehmen können.
Bei komplexeren Präsentationen empfiehlt sich eine Navigationsfolie als „Home Base“. Von hier aus führen Links zu allen wichtigen Bereichen, und jede Unterseite hat einen Link zurück zur Navigation.
Häufige Stolperfallen vermeiden
Achtet darauf, dass eure verlinkten Elemente groß genug sind – besonders bei Touch-Displays oder wenn ihr mit Tablet-Präsentationen arbeitet. Zu kleine Buttons frustrieren euer Publikum.
Bei der Folienreihenfolge solltet ihr durchdachter vorgehen: Auch wenn die Präsentation nicht linear abläuft, müssen alle Folien logisch erreichbar sein. Erstellt am besten eine Mindmap eurer Präsentationsstruktur, bevor ihr mit den Links beginnt.
Erweiterte Möglichkeiten
Kombiniert Folienlinks mit Animationen für noch professionellere Übergänge. Über Übergänge > Morph (verfügbar seit PowerPoint 2016) entstehen fließende Animationen zwischen verlinkten Folien mit ähnlichen Elementen.
Für wiederkehrende Präsentationen könnt ihr sogar Links zu externen Dateien oder Websites einbauen. Das funktioniert über den gleichen Weg, nur wählt ihr statt „Ort in diesem Dokument“ die Option „Vorhandene Datei oder Webseite“.
Mit diesen Techniken verwandelt ihr statische Präsentationen in interaktive Erlebnisse, die euer Publikum begeistern und eure Botschaft nachhaltiger vermitteln.
Zuletzt aktualisiert am 02.04.2026

