Admins haben viele Aufgaben auf ihrer To-Do-Liste. Dazu gehört auch die Verwaltung von Servern und Computern. Mit der PowerShell klappt das einfacher. Die PowerShell Core lässt sich dazu auf Windows, Linux und macOS nutzen. Besonders einfach erfolgt die Installation als Snap-Paket für Linux.
Mit Snaps lassen sich Software-Pakete auf vielen Linux-Distributionen leichter einspielen. Was sind Snaps, und wie funktionieren sie?
Snaps sind, kurz gesagt, verpackte Programme. Es handelt sich dabei also um Pakete, die ihre Abhängigkeiten jeweils selbst mitbringen. Die Installation ist ohne Root-Rechte möglich, da Snaps eigentlich Container sind. Außerdem werden Snaps automatisch aktualisiert. Das bedeutet: Man verwendet immer unmittelbar die neueste Version eines Snaps. Das sorgt für mehr Sicherheit und Stabilität im System.
Die Installation im Detail
Mit wenigen Schritten lässt sich PowerShell Core auf Ubuntu und weiteren Linux-Systemen, die Snaps unterstützen, einspielen. Dazu folgende Schritte ausführen:
- Im Browser die SnapCraft.io-Seite für PowerShell öffnen.
- Jetzt auf den Install-Button klicken.
- Nun der angezeigten Anleitung folgen. Damit lässt sich entweder die stabile Version der Software installieren oder die Vorschau-Version, in der neue Funktionen getestet werden.
Alternative: Installation über Terminal
Für alle, die das Terminal bevorzugen, geht es auch direkt über die Kommandozeile. Der Befehl ist simpel:
sudo snap install powershell --classic
Der Parameter --classic ist notwendig, weil PowerShell Zugriff auf das gesamte System benötigt und nicht in einer Sandbox laufen kann. Nach wenigen Sekunden ist die Installation abgeschlossen.
PowerShell 7 vs. Windows PowerShell 5.1
Wichtig zu wissen: PowerShell Core wurde mittlerweile zu PowerShell 7 weiterentwickelt und vereint die besten Features von Windows PowerShell 5.1 und PowerShell Core 6. Diese Version ist plattformübergreifend und läuft nativ auf Linux, macOS und Windows.
Die Hauptvorteile von PowerShell 7:
- Kompatibilität: Die meisten Windows PowerShell Module funktionieren auch unter PowerShell 7
- Performance: Deutlich schneller als die Vorgängerversionen
- Cross-Platform: Identische Funktionalität auf allen Betriebssystemen
- Moderne Features: Pipeline-Parallelisierung, Ternary-Operatoren und mehr
Vorteile von Snap-Paketen
Die Installation über Snap bringt mehrere Vorteile mit sich. Erstens ist die Paketverwaltung deutlich einfacher als bei herkömmlichen Linux-Paketen. Zweitens gibt es keine Dependency-Konflikte, da jedes Snap seine eigenen Abhängigkeiten mitbringt.
Besonders praktisch: Snaps aktualisieren sich standardmäßig automatisch. Das bedeutet, ihr bekommt immer die neuesten Sicherheitsupdates und Features, ohne manuell eingreifen zu müssen. Falls eine neue Version Probleme verursacht, lässt sie sich mit einem einfachen Befehl zur vorherigen Version zurückrollen.
Nach der Installation
Nach der erfolgreichen Installation startet ihr PowerShell einfach mit dem Befehl pwsh im Terminal. Das ist die neue Bezeichnung für PowerShell 7, um sie von der Windows-Version zu unterscheiden.
Beim ersten Start lädt PowerShell eventuell noch einige Module nach. Danach steht euch die volle Funktionalität zur Verfügung. Ihr könnt sofort damit beginnen, Skripte zu schreiben, Remote-Verbindungen aufzubauen oder lokale Systemverwaltungsaufgaben zu erledigen.
Konfiguration und erste Schritte
Für eine optimale Nutzung solltet ihr ein PowerShell-Profil erstellen. Das funktioniert mit dem Befehl New-Item -Type File -Path $PROFILE -Force. In diesem Profil könnt ihr Aliase, Funktionen und Module definieren, die bei jedem Start automatisch geladen werden.
Praktisch ist auch die Installation des PowerShell-Moduls für Azure oder AWS, falls ihr Cloud-Services verwaltet. Diese lassen sich direkt über die PowerShell Gallery installieren.
Troubleshooting
Falls Probleme auftreten, prüft zunächst, ob Snapd auf eurem System läuft. Das geht mit systemctl status snapd. Bei Ubuntu-Systemen ab Version 16.04 ist Snapd standardmäßig installiert und aktiv.
Wenn PowerShell nicht startet, kann es helfen, den Snap zu entfernen und neu zu installieren: sudo snap remove powershell gefolgt von einer Neuinstallation.
Fazit
Die Installation von PowerShell über Snap ist der einfachste Weg, um die aktuelle Version auf Linux-Systemen zu nutzen. Automatische Updates, einfache Verwaltung und die Vermeidung von Dependency-Konflikten machen Snap zur idealen Lösung für Administratoren, die schnell und unkompliziert loslegen wollen.
Zuletzt aktualisiert am 08.03.2026

