Im Geräte-Manager von Windows werden alle angeschlossenen Geräte angezeigt. Beim CD-, DVD- oder Blu-ray-Laufwerk seht ihr dort ein gelbes Ausrufezeichen? Falls in den Details der Fehlercode 39 angezeigt wird, können die folgenden Schritte weiterhelfen. Diese Lösung funktioniert sowohl bei klassischen optischen Laufwerken als auch bei modernen externen USB-Brennern.
Was bedeutet Fehlercode 39 genau?
Fehlercode 39 tritt auf, wenn Windows den Treiber für ein Gerät nicht laden kann. Bei optischen Laufwerken liegt das Problem meist an defekten Registry-Einträgen, die durch fehlerhafte Software-Installationen, Brennprogramme oder Antivirus-Tools entstehen können. Besonders häufig verursachen alte CD/DVD-Brennsoftware wie Nero, CloneCD oder ähnliche Programme diese Filter-Konflikte.
Schnelle Registry-Reparatur
Hinweis: Im Folgenden greift ihr in die Registrierungs-Datenbank ein. Achtet darauf, die richtigen Elemente anzuklicken, wie in den Schritten beschrieben. Sonst könnte eure Windows-Installation Schaden nehmen. Legt auf alle Fälle eine Datensicherung der Registrierung an.
- Drückt gleichzeitig [Windows] + [R], um das Dialogfeld „Ausführen“ anzuzeigen.
- Gebt Folgendes ein: regedit, und drückt dann auf die [Eingabetaste].
- Falls nötig, bestätigt die Administrator-Rechte, indem ihr auf „Fortsetzen“ oder „Ja“ klickt.
- In der linken Spalte öffnet ihr folgenden Schlüssel:
HKEY_LOCAL_MACHINE, SYSTEM, CurrentControlSet, Control, Class, {4D36E965-E325-11CE-BFC1-08002BE10318}.
(Bitte genau darauf achten, die richtige Zahl zu markieren.) - Auf der rechten Seite haltet ihr Ausschau nach folgenden Einträgen:
„LowerFilters“ und/oder „UpperFilters“. - Löscht beide Einträge jeweils mit einem Rechtsklick.
- Schließt das Fenster „Registrierungs-Editor“.
- Startet Windows neu.
Seht jetzt erneut im Geräte-Manager nach, um herauszufinden, ob das gelbe Fragezeichen (das Treiber-Problem) jetzt behoben wurde.
Alternative Lösungswege bei hartnäckigen Problemen
Sollte die Registry-Reparatur nicht funktionieren, gibt es weitere Ansätze:
Treiber manuell aktualisieren: Öffnet den Geräte-Manager, klickt mit rechts auf das defekte Laufwerk und wählt „Treiber aktualisieren“. Lasst Windows automatisch nach Treibern suchen.
Gerät deinstallieren: Im Geräte-Manager könnt ihr das Laufwerk komplett deinstallieren und nach einem Neustart automatisch neu erkennen lassen. Windows 11 und Windows 10 installieren die Standard-Treiber meist problemlos neu.
PowerShell-Kommando: Öffnet PowerShell als Administrator und führt folgenden Befehl aus: Get-PnpDevice -Class CDROM | Enable-PnpDevice -Confirm:$false
Moderne Entwicklungen: Weniger optische Laufwerke, gleiche Probleme
Obwohl moderne Laptops und Desktop-PCs immer seltener mit eingebauten DVD-Laufwerken ausgeliefert werden, sind externe USB-Brenner nach wie vor beliebt. Gerade bei der Digitalisierung alter CDs und DVDs oder für das Brennen von Backup-Medien kommen sie zum Einsatz. Die beschriebenen Registry-Probleme treten bei USB-Laufwerken genauso auf wie bei klassischen SATA-Geräten.
Präventive Maßnahmen
Um solche Treiberprobleme zu vermeiden, solltet ihr beim Installieren von Brennsoftware vorsichtig sein. Viele kostenlose Tools aus dubiosen Quellen bringen unnötige Filter-Treiber mit. Nutzt lieber die in Windows integrierten Brennfunktionen oder bewährte Programme wie ImgBurn oder CDBurnerXP.
Hintergründe: Was sind Upper- und LowerFilter?
Bei den oben erwähnten Einträgen handelt es sich um Treiber-Filter. UpperFilter sind ihrerseits ebenfalls Treiber, die Zugriffsanfragen von Programmen verarbeiten/ausfiltern, bevor sie an den Haupt-Treiber weitergeleitet werden. LowerFilter sind Treiber, die Anfragen des Haupt-Treibers verarbeiten/ausfiltern, bevor diese an den Kernel-Treiber gesendet werden.
Diese Filter können durch Software wie Brennprogramme, Antivirus-Scanner oder Virtual-Drive-Tools installiert werden. Wenn diese Programme unsauber deinstalliert werden, bleiben die Filter-Einträge zurück und verursachen Konflikte.
Wenn gar nichts hilft
In seltenen Fällen kann auch ein Hardware-Defekt vorliegen. Bei externen USB-Laufwerken testet ihr das Gerät an einem anderen Computer. Interne Laufwerke könnt ihr probeweise an einem anderen SATA-Anschluss betreiben. Manchmal hilft auch ein BIOS/UEFI-Update, besonders bei neueren Mainboards mit älteren optischen Laufwerken.
Solltet ihr das Laufwerk gar nicht mehr benötigen, könnt ihr es im Geräte-Manager einfach deinstallieren und aus dem System entfernen. Das spart Systemressourcen und beseitigt die Fehlermeldung.
Zuletzt aktualisiert am 23.04.2026