Hardware-Daten auslesen: PC- und Mac-Spezifikationen ermitteln

von | 26.05.2015 | macOS

Es gibt viele Gründe, die Spezifikation eures PCs oder Macs herauszufinden. Vielleicht steht ein System-Upgrade an, ihr wollt wissen, ob ein neues Spiel läuft, oder ihr benötigt die Hardware-Daten für den Support. Wir zeigen euch, wie ihr eure Hardware-Details schnell und einfach ermittelt.

Windows 11/10: Mehrere Wege führen zum Ziel

Unter Windows 11 oder 10 gibt es mehrere Methoden, um an die Hardware-Informationen zu gelangen. Der schnellste Weg: Rechtsklick auf den Start-Button und „System“ wählen. Alternativ drückt ihr Windows-Taste + Pause oder gebt in die Windows-Suche einfach „System“ ein.

In den Systemeinstellungen seht ihr bereits die wichtigsten Eckdaten: Prozessor-Typ, installierten Arbeitsspeicher und die Windows-Version. Für detailliertere Informationen öffnet ihr von hier aus den Geräte-Manager.

Systeminfo-Tool für Profis

Noch umfangreicher sind die Informationen über das eingebaute „Systeminformationen“-Tool. Drückt Windows-Taste + R, gebt „msinfo32“ ein und bestätigt mit Enter. Hier findet ihr wirklich alles: Von der BIOS-Version über die exakte Prozessor-Spezifikation bis hin zu den installierten Treibern.

Für Kommandozeilen-Fans gibt’s den Befehl „systeminfo“ in der Eingabeaufforderung, der alle wichtigen Daten übersichtlich auflistet.

Hardware-Check mit PowerShell

PowerShell-Nutzer können mit spezifischen Befehlen gezielt Hardware-Informationen abfragen. „Get-ComputerInfo“ liefert einen umfassenden Überblick, während Befehle wie „Get-WmiObject -Class Win32_Processor“ gezielt Prozessor-Details anzeigen.

macOS: Einfach und übersichtlich

Bei macOS ist es nach wie vor simpel: Klickt auf das Apple-Logo in der Menüleiste und wählt „Über diesen Mac“. Hier seht ihr sofort den Chip-Typ (ob Intel oder Apple Silicon M1/M2/M3/M4), den Arbeitsspeicher und die macOS-Version.

Für detailliertere Informationen haltet ihr beim Klick auf „Über diesen Mac“ die Alt-Taste gedrückt – dann wird der Menüpunkt zu „Systeminformationen“ und zeigt deutlich mehr Details an.

Das Terminal bietet auch bei macOS erweiterte Möglichkeiten: „system_profiler SPHardwareDataType“ zeigt Hardware-Informationen, „sysctl -n machdep.cpu.brand_string“ den genauen Prozessor-Namen.

Speicher-Details ermitteln

Bei der RAM-Analyse reichen die Standard-Tools oft nicht aus. Windows-Nutzer können im Task-Manager (Strg+Shift+Esc) unter „Leistung“ → „Arbeitsspeicher“ sehen, wie viel RAM installiert ist und wie viele Steckplätze belegt sind.

Mac-Nutzer erhalten diese Infos über die Systeminformationen unter „Speicher“. Hier steht auch, welcher RAM-Typ verwendet wird und ob noch freie Slots verfügbar sind.

GPU-Informationen finden

Für Grafikkarten-Details öffnet Windows-Nutzer den Geräte-Manager und klappen „Grafikkarten“ auf. Noch detaillierter wird’s mit dem DirectX-Diagnosetool: Windows-Taste + R, dann „dxdiag“ eingeben.

Mac-Nutzer finden GPU-Informationen in den Systeminformationen unter „Grafik/Displays“. Bei Apple Silicon Macs ist die GPU direkt im Chip integriert.

Festplatten und SSDs analysieren

Die Datenträger-Verwaltung in Windows (Rechtsklick auf „Dieser PC“ → „Verwalten“ → „Datenträgerverwaltung“) zeigt alle angeschlossenen Laufwerke. Für SSD-Health-Checks empfehlen sich Tools wie CrystalDiskInfo.

Mac-Nutzer öffnen das „Festplatten-Dienstprogramm“ (Programme → Dienstprogramme) oder checken die Systeminformationen unter „Speicher“.

BIOS/UEFI-Informationen

Moderne Windows-PCs zeigen BIOS/UEFI-Informationen in den Systeminformationen an. Alternativ könnt ihr beim Systemstart ins BIOS/UEFI-Setup gehen – meist durch Drücken von F2, F12 oder Delete während des Boot-Vorgangs.

Praktische Drittanbieter-Tools

Für noch detailliertere Analysen gibt es spezialisierte Tools: CPU-Z zeigt umfassende Prozessor- und RAM-Details, GPU-Z analysiert Grafikkarten, und HWiNFO64 liefert einen kompletten Hardware-Überblick inklusive Temperaturen und Lüftergeschwindigkeiten.

Mobile Geräte nicht vergessen

Bei Android findet ihr Hardware-Details meist unter „Einstellungen“ → „Über das Telefon“. iPhones und iPads zeigen die Infos unter „Einstellungen“ → „Allgemein“ → „Info“.

Warum Hardware-Check wichtig ist

Regelmäßige Hardware-Checks helfen nicht nur beim Upgrade-Planning, sondern auch bei der Fehlerdiagnose. Überhitzung, defekte RAM-Module oder veraltete Treiber lassen sich so früh erkennen. Besonders vor Software-Installationen oder Hardware-Käufen solltet ihr eure aktuellen Spezifikationen kennen.

Ob Windows oder Mac – mit den richtigen Tools habt ihr eure Hardware-Daten schnell im Überblick und könnt fundierte Entscheidungen für Updates oder Neuanschaffungen treffen.

Zuletzt aktualisiert am 14.04.2026