Routenplaner für E-Autos: So plant ihr längere Fahrten optimal

von | 17.07.2017 | Surftipp, Tipps

Wer mit einem Elektroauto reist, muss seine Tour weiterhin strategisch planen: Auch aktuelle E-Autos benötigen regelmäßige Ladestopps für längere Strecken.

Eine Tour von A nach B mit dem Elektroauto will auch 2026 noch durchdacht geplant werden. Zwar haben moderne E-Autos mittlerweile Reichweiten von 400-600 Kilometern erreicht, doch bei längeren Fahrten – etwa von München nach Hamburg – sind strategische Zwischenstopps unvermeidbar. Das inzwischen deutlich dichtere Ladenetz, verschiedene Steckerstandards (CCS, Tesla Supercharger) und unterschiedliche Bezahlsysteme erfordern nach wie vor eine gezielte Routenplanung.

Dem möchte der bewährte Elektroauto-Routenplaner von GoingElectric entgegenwirken. Mit diesem kostenlosen Web-Service planen E-Auto-Fahrer ihre Fahrt entlang einer Route mit optimal positionierten Lademöglichkeiten. Über 180.000 Ladepunkte in 50 Ländern kennt der Dienst inzwischen – ein deutlicher Zuwachs zum ursprünglichen Datenbestand.

Der Service weiß präzise, welche Ladeleistungen vor Ort verfügbar sind (von 11 kW AC bis zu 350 kW DC), welche Steckertypen verwendet werden und welche Bezahloptionen akzeptiert werden. Besonders praktisch: Die Integration von Echtzeitdaten zeigt an, ob Ladesäulen gerade verfügbar oder belegt sind. Auf Wunsch filtert ihr nur nach Schnellladern oder bestimmten Anbietern wie Ionity, EnBW oder Tesla Superchargern.

Welches Automodell ihr fahrt, teilt ihr dem Routenplaner direkt mit. Die Datenbank kennt inzwischen über 200 E-Auto-Modelle mit ihren spezifischen Verbrauchswerten und Ladekurven. Auch den aktuellen Ladestand bei Abfahrt, gewünschte Mindestreichweite und maximale Entfernung der Stationen von der Route könnt ihr definieren. Der Algorithmus berechnet daraus die optimale Strecke mit idealen Ladestopps.

Besonders clever: Der Planer berücksichtigt auch Faktoren wie Wetter, Topografie und Verkehrslage, die den Energieverbrauch beeinflussen. Bei kalten Temperaturen plant er beispielsweise kürzere Etappen ein, da die Batterieeffizienz sinkt.

Die errechnete Strecke zeigt der Elektroauto-Routenplaner übersichtlich auf einer interaktiven Karte an. Alternativ exportiert ihr die Route als GPX-Datei für euer Navigationsgerät oder nutzt die direkte Integration in Apps wie ABRP (A Better Route Planner).

Alternativen zum GoingElectric-Routenplaner

Neben GoingElectric haben sich weitere spezialisierte Routenplaner etabliert. Der bereits erwähnte A Better Route Planner (ABRP) gilt als besonders präzise bei Verbrauchsprognosen und bietet sowohl Web-Version als auch mobile Apps. Teslas eigenes Navigationssystem plant für Tesla-Fahrer automatisch Supercharger-Stopps mit ein.

Google Maps und Apple Karten haben ihre E-Auto-Features deutlich ausgebaut und zeigen inzwischen Ladestationen entlang der Route an. Allerdings fehlen hier oft Details zu Verfügbarkeit und Ladeleistung.

Charge&Co und PlugSurfing bieten ebenfalls Routenplanung gekoppelt mit ihren Ladenetzen an. Wer Wert auf herstellerunabhängige Planung legt, ist mit GoingElectric oder ABRP meist besser bedient.

Tipps für die optimale E-Auto-Routenplanung

Plant immer einen Puffer ein: Auch wenn der Routenplaner 15% Restladung anzeigt, solltet ihr mit 20-25% Reserve kalkulieren. Ladesäulen können defekt sein oder länger belegt bleiben als erwartet.

Informiert euch vorab über die Bezahlmethoden an euren Zwischenstopps. Während viele Anbieter inzwischen Kartenzahlung akzeptieren, benötigt ihr manchmal noch spezielle Ladekarten oder Apps.

Bei längeren Pausen (über 30 Minuten) lohnt sich die Suche nach Schnellladern in der Nähe von Restaurants oder Einkaufszentren. So nutzt ihr die Ladezeit sinnvoll.

https://www.goingelectric.de/stromtankstellen/routenplaner/

Zuletzt aktualisiert am 02.04.2026