Samsung Galaxy S20 Ultra: 120Hz aktivieren und richtig nutzen

von | 17.03.2020 | Android

Der Bildschirm ist das Herzstück eures Smartphones – und die Entwicklungen in diesem Bereich sind rasant. Während früher vor allem Größe und Auflösung zählten, steht heute die Bildwiederholrate im Fokus. Diese bestimmt, wie flüssig sich Inhalte auf dem Display bewegen. Das Samsung Galaxy S20 Ultra war 2020 eines der ersten Flaggschiffe mit 120Hz-Display – heute sind hohe Refresh-Raten Standard geworden.

120 Hertz bedeuten 120 Bildaktualisierungen pro Sekunde. Das klingt zunächst übertrieben, schließlich laufen Videos meist nur mit 24, 30 oder maximal 60 Bildern pro Sekunde. Der große Unterschied zeigt sich aber beim Scrollen durch Apps, beim Wischen zwischen Homescreens oder bei der Bedienung von Menüs. Hier wirkt alles deutlich flüssiger und responsiver.

Beim Galaxy S20 Ultra findet ihr die Einstellungen für die Bildwiederholrate unter Einstellungen > Anzeige > Bildwiederholrate. Samsung zeigt euch dort eine praktische Vorschau, wie sich 60Hz und 120Hz unterscheiden.

Ein wichtiger Punkt beim S20 Ultra: Die hohe Bildwiederholrate könnt ihr nur aktivieren, wenn das Gerät nicht in der maximalen WQHD+-Auflösung läuft. Samsung hat hier eine Beschränkung eingebaut – ihr müsst also erst die Auflösung auf Full HD+ reduzieren, bevor ihr 120Hz einschalten könnt.

Auf den ersten Blick scheint sich wenig zu ändern. Schaltet ihr aber zurück auf 60Hz, wirkt plötzlich alles träge und ruckelig – ihr werdet den Unterschied sofort spüren. Das ist der „Gewöhnungseffekt“: Einmal an 120Hz gewöhnt, fühlen sich 60Hz langsam an.

Der Akkuverbrauch: Ein wichtiger Faktor

Hier zeigt sich eine Schwäche des S20 Ultra im Vergleich zu modernen Geräten: Samsung hatte damals noch keine adaptive Bildwiederholrate implementiert. Der Bildschirm läuft konstant mit 120Hz – auch bei statischen Inhalten wie Texten oder Fotos, wo das völlig unnötig ist.

Das wirkt sich massiv auf die Akkulaufzeit aus. Moderne Smartphones von 2025/2026 verwenden LTPO-Displays (Low Temperature Polycrystalline Oxide), die die Refresh-Rate dynamisch anpassen können – von 1Hz bei statischen Inhalten bis zu 120Hz oder sogar 144Hz bei schnellen Bewegungen.

120Hz heute: Was hat sich geändert?

Während das S20 Ultra 2020 noch ein Pionier war, sind hohe Bildwiederholraten heute Standard. Aktuelle Flaggschiffe bieten oft:

  • Variable Refresh-Raten: Von 1Hz bis 120Hz oder 144Hz
  • Bessere Energieeffizienz: Dank LTPO-Technologie
  • Höhere Auflösungen: 120Hz auch bei WQHD+ möglich
  • Gaming-Modi: Spezielle Optimierungen für Spiele

Selbst Mittelklasse-Smartphones haben heute 90Hz oder 120Hz-Displays. Was beim S20 Ultra noch Premium-Feature war, ist mittlerweile Normalität geworden.

Lohnt sich 120Hz beim S20 Ultra noch?

Trotz der Nachteile beim Akkuverbrauch ist die Antwort ein klares Ja. Die flüssigere Darstellung verbessert das Nutzererlebnis spürbar. Besonders bei:

  • Social Media: Scrollen durch Instagram, Twitter oder TikTok
  • Gaming: Reaktionsschnellere Spiele
  • Navigation: Flüssigere Menü-Bedienung
  • Web-Browsing: Smootheres Scrollen durch Websites

Tipps für optimale Nutzung

Um das Beste aus dem 120Hz-Display herauszuholen:

  1. Auflösung anpassen: Nutzt Full HD+ statt WQHD+ für 120Hz
  2. Akku im Blick behalten: Plant häufigere Ladevorgänge ein
  3. Apps optimieren: Manche Apps profitieren mehr von 120Hz als andere
  4. Gaming-Modus nutzen: Aktiviert spezielle Spieleoptimierungen

Fazit: Pionier-Technologie mit Kompromissen

Das Samsung Galaxy S20 Ultra war seiner Zeit voraus – heute wirken die damaligen Beschränkungen antiquiert. Die Kombination aus hoher Auflösung ODER hoher Bildwiederholrate sowie der konstante Akkuverbrauch zeigen, wie sehr sich die Technologie weiterentwickelt hat.

Trotzdem: Wenn ihr ein S20 Ultra besitzt, aktiviert die 120Hz. Der Unterschied ist deutlich spürbar und macht die tägliche Smartphone-Nutzung angenehmer. Plant nur entsprechend mehr Akkuladungen ein – dieser Kompromiss war 2020 noch unvermeidlich, gehört aber mittlerweile der Vergangenheit an.

Zuletzt aktualisiert am 01.03.2026