Das mobile Banking über Apps gilt heute als Standard – doch neue Bedrohungen machen auch moderne Sicherheitsverfahren angreifbar. Während klassische mTAN-Verfahren längst durch pushTAN und biometrische Verfahren ersetzt wurden, haben Cyberkriminelle ihre Methoden entsprechend angepasst. Die aktuellen Banking-Trojaner für Android zielen direkt auf Banking-Apps ab und können sogar Zwei-Faktor-Authentifizierung umgehen.
Besonders perfide: Moderne Banking-Trojaner wie FluBot oder Godfather tarnen sich als legitime Apps – etwa als Paket-Tracking-Software oder sogar als angebliche Sicherheits-Updates. Einmal installiert, überwachen sie nicht nur SMS, sondern können auch App-Oberflächen überlagern und so Zugangsdaten abfangen. Android-Nutzer sind nach wie vor stärker betroffen als iPhone-User, da das offenere System mehr Angriffsflächen bietet.
Die Lösung? Niemals Apps aus unbekannten Quellen installieren, Banking nur über offizielle Apps der Bank durchführen und moderne Endpoint-Security-Lösungen nutzen. Viele Banken setzen mittlerweile auf App-basierte TAN-Verfahren mit zusätzlicher biometrischer Absicherung – deutlich sicherer als SMS-basierte Verfahren.
Google Maps hat sich längst zum unverzichtbaren Alltagshelfer entwickelt – und das nicht nur draußen. Die Indoor-Kartenfunktion, die 2012 noch Neuland war, ist heute ausgereift und umfasst tausende Gebäude weltweit. In Deutschland könnt ihr euch mittlerweile durch Flughäfen, Einkaufszentren, Bahnhöfe und sogar Universitäten navigieren lassen.
Das Besondere: Die Indoor-Karten nutzen WLAN-Signale und Bluetooth-Beacons zur Positionsbestimmung, da GPS in Gebäuden oft versagt. Google arbeitet kontinuierlich daran, weitere Locations zu erfassen – Unternehmen können ihre Gebäudepläne sogar selbst hochladen. Praktisch wird es etwa am Flughafen Frankfurt, wo ihr euch direkt zum Gate lotsen lassen könnt, oder in der Mall of Berlin, wo die App den Weg zum gewünschten Shop zeigt.
Die Technologie funktioniert mittlerweile plattformübergreifend auf Android, iOS und im Browser. Besonders hilfreich: Live-Informationen über Öffnungszeiten, Warteschlangen und verfügbare Services direkt in der Karte.
Erinnerungen an Pixars legendäre Luxo Jr.-Lampe werden heute durch KI-gesteuerte Smart-Home-Geräte real. Was 2012 noch als cleverer Hack galt, ist heute Mainstream-Technologie. Moderne Smart-Lampen von Philips Hue, LIFX oder Govee können nicht nur Bewegungen verfolgen, sondern auch auf Sprache reagieren, Musik visualisieren und sich an Tagesrhythmen anpassen.
Die Technologie dahinter: Computer Vision, Machine Learning und präzise Servomotoren. Startups wie Intuition Robotics oder Embodied haben das Konzept der „lebendigen“ Haushaltsgeräte perfektioniert. Deren Produkte erkennen Gesichter, lernen Gewohnheiten und interagieren fast wie Haustiere.
Besonders faszinierend sind aktuelle Projekte mit Large Language Models: Lampen, die auf komplexe Sprachbefehle reagieren, Stimmungen erkennen und entsprechend das Licht anpassen. Was einst Science Fiction war, steht heute für unter 200 Euro im Elektronikmarkt.
Die Entwicklung zeigt: Technologien, die vor einem Jahrzehnt noch experimentell waren, sind heute Alltag geworden. Banking-Sicherheit, Indoor-Navigation und intelligente Haushaltsgeräte – alles Bereiche, die durch KI, bessere Sensoren und maschinelles Lernen revolutioniert wurden. Wichtig bleibt dabei: Mit neuen Möglichkeiten entstehen auch neue Risiken, denen wir bewusst begegnen müssen.
Zuletzt aktualisiert am 24.04.2026