PIN der Bankkarte ändern: So geht’s am Automaten und per App

von | 03.02.2016 | Tipps

Bank-Karten sind durch eine PIN vor unbefugter Nutzung gesichert. Meist kann man sich diese willkürlich vergebene Ziffern-Folge aber nur schwer merken. Gut, dass man die PIN bei den meisten Banken und Sparkassen heute selbst ändern kann – oft sogar bequem per App.

Welche Banken ermöglichen PIN-Änderungen?

Kunden genossenschaftlicher Banken, etwa der Volks- und Raiffeisen-Banken, sowie der UniCredit Bank (ehemals HypoVereinsbank), können ihre Geheimzahl selbst ändern. Bei älteren Karten müssen Mitarbeiter die Funktion eventuell erst freischalten. Auch bei praktisch allen Sparkassen sowie bei den meisten Kreditkarten ist das Ändern der PIN möglich.

Die Deutsche Bank, Commerzbank, DKB, ING und Comdirect bieten diese Funktion ebenfalls standardmäßig an. Selbst Direktbanken wie N26, C24 oder Trade Republic ermöglichen PIN-Änderungen – meist sogar noch flexibler als traditionelle Filialbanken.

PIN am Geldautomaten ändern – der Klassiker

Um die PIN am Automaten zu ändern, steckt man die Karte in einen Geldautomaten der Bank, die die Karte ausgestellt hat. Dann auf PIN verwalten oder PIN ändern tippen. Nun zuerst die bisherige PIN eintippen, dann die gewünschte neue PIN zweimal zur Bestätigung.

Wichtig: Bei Fremdbanken funktioniert das meist nicht. Ihr müsst schon einen Automaten eurer eigenen Bank oder Bankengruppe nutzen. Sparkassen-Kunden können beispielsweise jeden Sparkassen-Automaten deutschlandweit nutzen, Volksbank-Kunden jeden Automaten im genossenschaftlichen Verbund.

PIN per Banking-App ändern – moderne Alternative

Immer mehr Banken bieten die PIN-Änderung direkt in ihrer Banking-App an. Das ist besonders praktisch, weil ihr nicht extra zu einem Automaten müsst. Bei der Sparkassen-App findet ihr die Funktion meist unter „Karten verwalten“, bei der Volksbank-App unter „Meine Karten“.

Die DKB macht es besonders einfach: Hier könnt ihr die PIN jederzeit über das Online-Banking oder die App neu festlegen. Ähnlich flexibel sind N26, C24 und andere Direktbanken. Dort reicht oft ein Fingertipp in der App.

Kontaktlos bezahlen und PIN-Regeln

Seit der EU-weiten Verschärfung der Sicherheitsrichtlinien müsst ihr eure PIN auch beim kontaktlosen Bezahlen regelmäßig eingeben – spätestens nach fünf Transaktionen oder wenn ihr mehr als 150 Euro kontaktlos ausgegeben habt. Eine gut merkbare PIN wird dadurch noch wichtiger.

Viele moderne Karten unterstützen mittlerweile auch biometrische Authentifizierung als PIN-Alternative. Fingerabdruck-Sensoren auf der Karte selbst sind allerdings noch nicht weit verbreitet, werden aber von einigen Banken bereits getestet.

Was tun, wenn die PIN-Änderung nicht klappt?

Falls die Funktion am Automaten nicht verfügbar ist oder in der App fehlt, kontaktiert den Kundenservice. Manche Banken schalten die Funktion erst auf Anfrage frei. Bei Kreditkarten von Fremdanbietern (etwa American Express oder Barclays) läuft die PIN-Verwaltung oft über separate Systeme.

Wer seine aktuelle PIN vergessen hat, kann sie nicht einfach zurücksetzen. Hier hilft nur der Gang zur Bank oder ein Anruf beim Kundenservice. Eine neue PIN wird dann per Post zugeschickt – das dauert meist 3-5 Werktage.

Sichere PIN wählen – darauf solltet ihr achten

Der Sicherheit wegen solltet ihr weder das eigene Geburtsdatum noch allgemeine Ziffern wie 1111 oder 1234 wählen. Auch die eigene Telefonnummer, Postleitzahl oder Hausnummer sind tabu. Cyberkriminelle kennen diese Tricks und probieren solche Kombinationen als erstes aus.

Besser: Eine zufällige Kombination, die ihr euch trotzdem merken könnt. Zum Beispiel die ersten Ziffern wichtiger Jahreszahlen (aber nicht Geburtsjahr!) oder eine einfache Rechenformel. Die PIN 2816 könnte etwa für „4 mal 7 = 28, plus 16“ stehen.

Unterschiede zwischen Debit- und Kreditkarten

Bei Debitkarten (der klassischen „EC-Karte“) funktioniert die PIN-Änderung meist problemlos. Kreditkarten haben oft separate PINs für Bargeld-Abhebungen und Kartenzahlungen. Diese können teilweise unabhängig voneinander geändert werden.

Visa- und Mastercard-Kreditkarten deutscher Banken unterstützen PIN-Änderungen meist vollständig. Bei American Express oder Diners Club können die Möglichkeiten eingeschränkter sein – hier lohnt sich ein Blick in die jeweilige App oder Website.

Fazit: PIN-Änderung wird immer einfacher

Die Zeiten, in denen man mit der willkürlich zugeteilten PIN leben musste, sind größtenteils vorbei. Ob am Automaten oder per App – die meisten Banken bieten heute flexible Möglichkeiten zur PIN-Anpassung. Das erhöht nicht nur den Komfort, sondern auch die Sicherheit, weil ihr euch eine merkbare PIN aussuchen könnt und sie seltener aufschreiben müsst.

Zuletzt aktualisiert am 10.04.2026