RSS-Feeds sind auch 2026 eine der effizientesten Methoden, um mit neuen Inhalten von Blogs, News-Seiten und anderen Webquellen auf dem Laufenden zu bleiben. Während Google Reader bereits 2013 eingestellt wurde, nutzen heute Millionen von Nutzern moderne RSS-Reader wie Feedly, Inoreader, Feedbin oder The Old Reader. Doch was passiert, wenn euer aktueller RSS-Service plötzlich den Betrieb einstellt oder ihr zu einem besseren Anbieter wechseln wollt?
Genau wie damals bei Google Reader ist es heute wichtiger denn je, eure RSS-Abonnements regelmäßig zu sichern und bei Bedarf zu migrieren. Die gute Nachricht: Der Export und Import von RSS-Feeds funktioniert heute standardisierter und reibungsloser als je zuvor.
Warum RSS-Feeds exportieren?
Viele Nutzer sammeln über Jahre hinweg hunderte von RSS-Feeds, die perfekt auf ihre Interessen zugeschnitten sind. Diese wertvollen Datensammlungen zu verlieren, wäre fatal. Deshalb solltet ihr regelmäßig Backups eurer Abonnements erstellen – nicht nur beim Wechsel des Anbieters, sondern auch als Vorsichtsmaßnahme.
Moderne RSS-Reader verwenden das standardisierte OPML-Format (Outline Processor Markup Language) für den Export und Import von Feed-Listen. Dieses XML-basierte Format sorgt dafür, dass eure Abonnements zwischen verschiedenen Diensten und Programmen problemlos übertragbar sind.
RSS-Feeds aus populären Readern exportieren
Feedly (Marktführer 2026)
Feedly macht den Export besonders einfach: Geht in die Einstellungen, klickt auf „Data Export“ und wählt „Export OPML“. Innerhalb weniger Sekunden erhaltet ihr eine OPML-Datei mit allen euren Abonnements.
Inoreader
Bei Inoreader findet ihr die Export-Option unter „Preferences“ > „Import/Export“. Hier könnt ihr nicht nur eure Feeds, sondern auch gelesene Artikel und Sterne-Markierungen exportieren.
Feedbin
Feedbin-Nutzer finden die Export-Funktion unter „Settings“ > „Import/Export“. Der Service bietet zusätzlich automatische tägliche Backups für Premium-Nutzer.
The Old Reader
Als spiritueller Nachfolger von Google Reader bietet The Old Reader eine intuitive Export-Funktion über „Settings“ > „Import/Export“.
Mobile RSS-Apps nicht vergessen
Viele nutzen heute RSS-Apps auf dem Smartphone. Beliebte Apps wie Reeder, NetNewsWire oder Unread bieten ebenfalls Export-Funktionen. Diese findet ihr meist in den App-Einstellungen unter Begriffen wie „Backup“, „Export“ oder „OPML“.
Die OPML-Datei verstehen und nutzen
Eure exportierte OPML-Datei enthält alle Feed-URLs, Kategorien und Ordnerstrukturen. Diese Textdatei könnt ihr mit jedem Editor öffnen und bei Bedarf manuell bearbeiten. So lassen sich beispielsweise nicht mehr existierende Feeds vor dem Import in einen neuen Reader entfernen.
Tipp: Nutzt Tools wie „Feed Validator“ oder „RSS Check“, um vor dem Import zu prüfen, welche eurer Feeds noch aktiv sind. Viele Blogs und Websites ändern ihre Feed-URLs oder stellen den RSS-Service ein.
Alternative: JSON-Export für erweiterte Funktionen
Einige moderne RSS-Reader bieten neben OPML auch JSON-Exporte an. Diese enthalten oft zusätzliche Metadaten wie Lesezeichen, Tags oder persönliche Notizen. Falls ihr solche erweiterten Features nutzt, prüft, ob euer neuer Reader diese JSON-Formate unterstützt.
Automatische Backups einrichten
Profi-Tipp: Viele RSS-Services bieten mittlerweile automatische Backups über APIs an. Mit Tools wie Zapier, IFTTT oder eigenen Skripten könnt ihr regelmäßige Exports in eure Cloud-Speicher automatisieren. So seid ihr auch bei spontanen Service-Einstellungen abgesichert.
Import in neue RSS-Reader
Der Import eurer OPML-Datei funktioniert bei fast allen modernen RSS-Readern ähnlich: In den Einstellungen findet ihr eine „Import“-Option, über die ihr eure gesicherte Datei hochladen könnt. Die meisten Services erkennen automatisch doppelte Feeds und organisieren eure Ordnerstruktur.
Achtet darauf, dass größere Feed-Sammlungen einige Zeit zum Importieren benötigen können. Manche Reader haben auch Limits für die Anzahl gleichzeitiger Abonnements.
RSS lebt – und entwickelt sich weiter
Entgegen vieler Prognosen ist RSS 2026 lebendiger denn je. Neue Standards wie JSON Feed ergänzen das klassische RSS/Atom-Format, und moderne Reader bieten Features wie KI-basierte Artikel-Empfehlungen oder Integration mit Read-Later-Services.
Wer seine RSS-Abonnements regelmäßig sichert und pflegt, profitiert von einer der effizientesten Formen der Informationsbeschaffung im Netz – ganz ohne Algorithmus-Willkür oder Werbung-Bombardement.
Zuletzt aktualisiert am 22.04.2026

