Mit der Street View-Funktion von Google Maps lassen sich unzählige Straßen aus der Perspektive eines Fußgängers oder Autofahrers ansehen – mittlerweile auch in nahezu allen deutschen Städten und vielen ländlichen Gebieten. Google hat die Abdeckung seit 2024 deutlich erweitert und die Bildqualität kontinuierlich verbessert. Allerdings ist das Aufrufen der Street View-Ansicht für viele Nutzer noch immer nicht ganz intuitiv. Wir zeigen, wie ihr die Funktion optimal nutzt.
Ort in Google Maps finden
Zum Aufrufen der Street View-Funktion müssen Nutzer mehrere Schritte ausführen:
- Zunächst den Browser oder die mobile Maps-App starten.
- Im Browser wird dann die Adresse https://maps.google.de aufgerufen.
- Nun die Ansicht zum gewünschten Standort verschieben.
- Alternativ lässt sich auch mit dem Suchfeld oben nach der betreffenden Adresse suchen.
Street View-Ansicht aufrufen
In der unteren rechten Ecke der Karte ist unterhalb der Zoom-Buttons zum Vergrößern und Verkleinern der Ansicht auch ein gelbes Männchen zu sehen – das sogenannte „Pegman“-Symbol.
Stehen für den angegebenen Ort Street View-Ansichten zur Verfügung, lässt sich dieses mit der Maus auf die Karte ziehen. Es kann überall dort fallen gelassen werden, wo blaue Punkte für 360-Grad-Fotos oder Linien für Straßen eingeblendet werden.
Mobile Nutzung: Noch einfacher geworden
Auf dem Smartphone oder Tablet ist Street View seit 2025 noch zugänglicher geworden. In der Google Maps App tippt ihr einfach auf einen beliebigen Punkt auf der Karte und haltet den Finger gedrückt. Ein roter Pin erscheint, und wenn Street View-Daten verfügbar sind, seht ihr unten eine kleine Vorschau mit einem „Street View“-Button. Ein Tipp darauf öffnet die Rundumsicht direkt.
Alternativ könnt ihr auch auf das Ebenen-Symbol tippen und dort „Street View“ aktivieren. Dann werden alle verfügbaren Bereiche blau markiert angezeigt.
Neue Features und Verbesserungen
Google hat Street View in den letzten Jahren erheblich aufgerüstet. Besonders praktisch sind die folgenden Funktionen:
Zeitreise-Funktion: Mit dem Uhren-Symbol links oben in der Street View-Ansicht könnt ihr zwischen verschiedenen Aufnahmezeitpunkten wechseln. So seht ihr, wie sich Straßen und Gebäude über die Jahre verändert haben.
KI-gestützte Bildverbesserung: Seit 2024 setzt Google verstärkt auf KI-Algorithmus zur Bildoptimierung. Ältere, pixelige Aufnahmen werden automatisch nachgeschärft, und Gesichter sowie Nummernschilder werden noch zuverlässiger unkenntlich gemacht.
Indoor-Street-View: In vielen Museen, Einkaufszentren und öffentlichen Gebäuden gibt es mittlerweile auch Innenaufnahmen. Diese sind durch blaue Punkte an den Eingängen erkennbar.
Live View Integration: Die AR-Navigation von Google Maps nutzt Street View-Daten, um euch mit Pfeilen in der Kameraansicht den Weg zu zeigen. Besonders in unübersichtlichen Innenstädten eine echte Hilfe.
Datenschutz und Aktualität
Google nimmt beim Datenschutz mittlerweile sehr viel strenger vor. Alle Gesichter und Kennzeichen werden automatisch verpixelt, auch private Grundstücke werden auf Antrag unkenntlich gemacht. In Deutschland haben Hausbesitzer das Recht, die Unkenntlichmachung ihres Eigentums zu beantragen.
Die Aktualität der Bilder variiert stark. In Großstädten werden beliebte Straßen alle ein bis zwei Jahre neu fotografiert, in ländlichen Gebieten können die Aufnahmen auch mal fünf Jahre alt sein. Das Aufnahmedatum seht ihr immer unten links in der Street View-Ansicht.
Tipps für die optimale Nutzung
Um Street View optimal zu nutzen, solltet ihr folgende Tricks kennen:
- Doppelklick zum Vorwärtsgehen: Ein Doppelklick auf die Straße vor euch bewegt euch automatisch in diese Richtung
- Pfeiltasten nutzen: Mit den Pfeiltasten der Tastatur navigiert ihr präziser als mit der Maus
- Vollbildmodus: Das Vollbild-Symbol rechts unten zeigt Street View bildschirmfüllend an
- Teilen-Funktion: Über das Menü könnt ihr Links zu spezifischen Street View-Ansichten erstellen
Street View ist längst mehr als nur ein nettes Gimmick – es ist ein mächtiges Werkzeug für die Orientierung, Reiseplanung und um sich vorab ein Bild von unbekannten Orten zu machen.
Zuletzt aktualisiert am 08.03.2026

