Mediathek-Suche leicht gemacht: So findet ihr jede Sendung

von | 18.06.2012 | Tipps

Fernsehsendungen könnt ihr heute längst nicht mehr nur im klassischen TV anschauen – die Mediatheken der Sender haben das Sehverhalten revolutioniert. Mittlerweile betreibt praktisch jeder große TV-Sender eine umfangreiche Online-Mediathek, in der Eigenproduktionen nach der Ausstrahlung verfügbar sind – oft sogar schon vor der linearen Ausstrahlung. Doch wer hat schon Lust, alle Sender-Websites einzeln zu durchforsten?

Genau hier kommen Mediathek-Suchmaschinen ins Spiel, die euch das Leben erheblich erleichtern. Diese praktischen Tools durchsuchen alle wichtigen deutschen Mediatheken gleichzeitig und sparen euch enormen Aufwand bei der Suche nach bestimmten Sendungen.

Die bekannteste deutsche Mediathek-Suchmaschine ist MediathekViewWeb, die kostenlos alle großen öffentlich-rechtlichen und viele private Sender durchsucht. Das Tool erfasst ARD, ZDF, Arte, 3sat, BR, HR, MDR, NDR, RBB, SR, SWR, WDR und viele weitere Sender. Über eine übersichtliche Suchmaske könnt ihr gezielt nach Sendungen, Themen oder Sendern filtern.

Besonders praktisch: Ihr könnt nach Ausstrahlungsdatum, Dauer und sogar nach Untertiteln filtern. Die Ergebnisse zeigen euch direkt an, wie lange die Sendung noch verfügbar ist – denn die meisten Inhalte verschwinden nach einer bestimmten Zeit wieder aus den Mediatheken.

Eine weitere empfehlenswerte Alternative ist die „Mediathek“-App der ARD, die nicht nur ARD-Inhalte, sondern auch viele andere öffentlich-rechtliche Sender durchsucht. Die App gibt es für iOS, Android und als Web-Version und bietet eine besonders nutzerfreundliche Oberfläche.

Für alle, die es technischer mögen, ist MediathekView die richtige Wahl – ein kostenloses Desktop-Programm (Windows, Mac, Linux), das nicht nur sucht, sondern Sendungen auch direkt herunterladen kann. Das Tool wird ständig weiterentwickelt und unterstützt mittlerweile über 20 Mediatheken.

Ein wichtiger Tipp für die Suche: Nutzt verschiedene Suchbegriffe und Varianten. Wenn ihr nach einem bestimmten Tatort sucht, probiert sowohl den Titel als auch den Namen des Ermittlerteams oder der Hauptdarsteller. Viele Mediatheken haben unterschiedliche Verschlagwortung, und was bei einem Sender unter „Dokumentation“ läuft, findet ihr bei einem anderen unter „Reportage“.

Die Verfügbarkeit der Inhalte hat sich in den letzten Jahren deutlich verbessert. Während früher viele Sendungen nur sieben Tage online blieben, sind sie heute oft monatelang verfügbar. Besonders die öffentlich-rechtlichen Sender haben ihre Strategie geändert und bieten viele Eigenproduktionen dauerhaft an. Serien wie „Parfum“ oder „Babylon Berlin“ bleiben beispielsweise über Jahre in der Mediathek.

Private Sender handhaben das unterschiedlich: RTL+ (früher TVNow), Joyn und andere Streaming-Dienste der Privaten bieten oft ein Freemium-Modell. Aktuelle Folgen beliebter Formate sind meist kostenfrei mit Werbung verfügbar, ältere Staffeln oder werbefreies Streaming kosten extra.

Ein besonderer Geheimtipp sind die regionalen Mediatheken der Dritten Programme. Hier findet ihr oft lokale Dokumentationen, Regionalkrimis oder Konzertaufzeichnungen, die in den großen Mediatheken untergehen. Sender wie der BR oder WDR haben teilweise Archive mit tausenden Stunden regionalem Content.

Zudem lohnt sich ein Blick auf Arte und 3sat: Beide Sender bieten hochwertige Dokumentationen und Kulturprogramme, die oft wochenlang verfügbar bleiben. Arte hat sogar viele Inhalte mit mehrsprachigen Untertiteln, perfekt für alle, die ihre Fremdsprachenkenntnisse auffrischen wollen.

Für mobile Nutzer sind die offiziellen Apps meist die beste Wahl, da sie oft bessere Streaming-Qualität und Offline-Funktionen bieten als Browser-Versionen. Die ZDF-Mediathek-App beispielsweise erlaubt es, Sendungen herunterzuladen und später ohne Internetverbindung anzuschauen.

Wer regelmäßig bestimmte Formate verfolgt, sollte die Abo- und Benachrichtigungsfunktionen der Mediatheken nutzen. So verpasst ihr keine neue Folge eurer Lieblingsserie und werdet automatisch informiert, wenn neue Inhalte verfügbar sind.

Zuletzt aktualisiert am 24.04.2026