Internet Explorer ist endgültig Geschichte – das sind die Alternativen

von | 12.01.2016 | Tipps

Der Internet Explorer gehört seit 2022 endgültig der Vergangenheit an. Microsoft hat den Support für alle IE-Versionen eingestellt und den Browser komplett aus Windows entfernt. Was einst das dominierende Browser-Programm war, ist heute Geschichte – und das hat gute Gründe.

ie8

Am 15. Juni 2022 stellte Microsoft endgültig den Support für den Internet Explorer ein. Wer heute noch versucht, IE zu starten, wird automatisch zu Microsoft Edge weitergeleitet. Diese Entscheidung war längst überfällig, denn der IE war in den letzten Jahren zu einem erheblichen Sicherheitsrisiko geworden.

Das Ende einer Ära

Der Internet Explorer prägte über zwei Jahrzehnte das Web-Erlebnis von Millionen Nutzern. Besonders IE8, der 2009 erschien, galt damals als großer Fortschritt. Doch die Entwicklung ging rasant weiter, und Microsoft konnte mit der Konkurrenz nicht mehr mithalten. Chrome, Firefox und Safari überholten IE in puncto Geschwindigkeit, Sicherheit und Standards-Konformität.

Heute nutzen weltweit weniger als 0,5 Prozent aller Internet-Nutzer noch den Internet Explorer – ein dramatischer Absturz vom einstigen Marktführer, der zeitweise über 95 Prozent Marktanteil hatte.

Microsoft Edge als Nachfolger

Microsoft Edge hat den Internet Explorer vollständig ersetzt. Der moderne Browser basiert seit 2020 auf der Chromium-Engine und bietet deutlich bessere Performance, Sicherheit und Kompatibilität mit aktuellen Web-Standards. Edge unterstützt moderne Features wie Progressive Web Apps, erweiterte Privacy-Einstellungen und KI-gestützte Funktionen.

Für Unternehmen, die noch auf IE-spezifische Anwendungen angewiesen sind, bietet Edge einen „IE-Modus“. Dieser ermöglicht es, legacy-Anwendungen weiterhin zu nutzen, ohne den veralteten Browser zu installieren.

Sicherheitsrisiken alter Browser

Wer heute noch irgendwie Zugang zu alten IE-Versionen hat und diese nutzt, setzt sich enormen Sicherheitsrisiken aus. Ohne aktuelle Updates sind diese Browser anfällig für:

  • Malware und Phishing-Attacken
  • Datenlecks durch bekannte Sicherheitslücken
  • Exploits, die gezielt veraltete Browser angreifen
  • Tracking ohne moderne Schutzfunktionen

Viele moderne Websites funktionieren mit alten IE-Versionen gar nicht mehr richtig. CSS3-Features, JavaScript-APIs und HTML5-Elemente werden nicht unterstützt, was zu einem frustrierenden Surf-Erlebnis führt.

Alternativen für jeden Geschmack

Wer von IE umsteigen möchte, hat heute eine große Auswahl:

Microsoft Edge: Der offizielle IE-Nachfolger mit guter Windows-Integration und Datenschutz-Features.

Google Chrome: Marktführer mit umfangreichem Funktionsumfang und Google-Integration.

Mozilla Firefox: Open-Source-Browser mit starkem Fokus auf Datenschutz und Anpassbarkeit.

Safari: Für Mac-Nutzer optimiert, besonders energieeffizient.

Brave: Privacy-fokussierter Browser mit integriertem Adblocker.

Opera: Innovativer Browser mit VPN und Messaging-Integration.

Was Unternehmen beachten sollten

Viele Firmen nutzen noch immer Web-Anwendungen, die für den Internet Explorer entwickelt wurden. Hier ist schnelles Handeln gefragt:

  • Legacy-Anwendungen auf moderne Browser portieren
  • Den IE-Modus in Edge für Übergangslösungen nutzen
  • Mitarbeiter in neuen Browsern schulen
  • Sicherheitsrichtlinien aktualisieren

Die IT-Abteilungen sollten außerdem prüfen, welche internen Tools noch IE-spezifisch programmiert sind und diese zeitnah modernisieren.

Fazit: Ein überfälliger Abschied

Das Ende des Internet Explorers markiert den Abschluss einer wichtigen Epoche der Internet-Geschichte. Für die Nutzer bedeutet der Umstieg auf moderne Browser aber nur Vorteile: bessere Sicherheit, höhere Geschwindigkeit und Zugang zu allen aktuellen Web-Features.

Wer noch nicht umgestiegen ist, sollte das schnellstmöglich nachholen. Die heutigen Browser-Alternativen sind in jeder Hinsicht überlegen und machen das Surfen im Internet zu einem sichereren und angenehmeren Erlebnis.

Zuletzt aktualisiert am 10.04.2026