Facebook weiß, was Du nicht gepostet hast
Facebook will wissen, warum User bestimmte Texte nicht abschicken. Sie wollen den Benutzern mehr Auswahlmöglichkeiten für die Zielgruppe eines Texte bieten – damit sich die seltener zurückhalten.
Facebook will wissen, warum User bestimmte Texte nicht abschicken. Sie wollen den Benutzern mehr Auswahlmöglichkeiten für die Zielgruppe eines Texte bieten – damit sich die seltener zurückhalten.
Seit Juni bereits wissen wir: Die NSA späht uns konsequent aus. Nichts ist vor den neugierigen Blicken der Geheimdienstler sicher. Es gibt kein Tabu. Was gemacht werden kann, das wird auch gemacht. Dadurch schwindet das Vertrauen in die Onlinedienste. Die beginnen sich nun zu wehren.
Seit 2010 gibt es ihn, den blauen, nach oben weisenden Daumen – und jeder, der bei seiner Surftour darüber stolpert, denkt reflexartig an Facebook. Doch der blaue Daume mit dem hohen Wiedererkennungswert soll abgeschafft werden: Facebook hat angekündigt, den Daumen durch ein neutrales blaues „F“ zu ersetzen.
Online-Unternehmen wie Facebook möchte so viel wie möglich über seine User in Erfahrung bringen. Denn je mehr man weiß, desto besser lässt sich passende Werbung präsentieren. Einem Bericht des Wallstreet Journal zufolge testet das soziale Netzwerk eine Software, die jede Interaktion aufzeichnet und auswertet. Facebook möchte wissen, wie lange ein Benutzer mit dem Mauscursor über einer Werbebotschaft verweilt, auch ohne zu klicken.
Google führt es ab 11. November 2013 ein, bei Facebook ist es schon länger Realität: Ihr Name und Bild stehen nicht nur bei Ihren Beiträgen, sondern erscheinen auch bei Werbeanzeigen. Wie Sie diese personalisierte Werbung verhindern, steht hier.
Facebook hat es mit seinen „Sponsored Posts“ vorgemacht: Werbung, die mit den Gesichtern von echten Menschen verziert ist, erfreut sich großer Aufmerksamkeit und kommt bei der Werbeindustrie gut an. Jetzt will auch Google etwas Vergleichbares machen: Ab 11. November kann es jedem Mitglied von Google+ passieren, dass sein Name und Gesicht neben einer Anzeige auftaucht. Anders als bei Facebook aber nicht nur im sozialen Netzwerk selbst, sondern auch auf den Ergebnisseiten der Google-Suche oder auf irgendwelchen Anzeigen, die Google auf Webseiten platziert.
„Gott hat Facebook befreit“, so jubelten User im Iran, nachdem Facebook plötzlich und unerwartet im Land wieder frei genutzt werden konnte, ohne technische Tricks oder irgendwelche Umwege. Jahrelang hatte das Regime den Zugang zu sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter konsequent blockiert.