Update: Facebook führt die Time-Line ein (Video)
Ab sofort gibt es hier jede Woche „Update“, den wöchentlichen Videoblog, den ich für den ARD Ratgeber Internet mache.
Ab sofort gibt es hier jede Woche „Update“, den wöchentlichen Videoblog, den ich für den ARD Ratgeber Internet mache.
Facebook will künftig alles wissen. Unser gesamtes Leben soll sich mitsamt unserer Joggingstrecke, unserer Musik und unseren Einkäufen im sozialen Netzwerk wiederfinden. Datenschützern dürfte das Blut in den Adern gefrieren.
Wie viel Privatsphäre soll sein, wie viel muss sein? Diese Frage ist gar nicht so leicht zu beantworten, vor allem nicht in sozialen Netzwerken. Denn hier gehen die Bedürfnisse weit auseinander: Die einen wollen gut gefunden werden und sind sehr freizügig mit Fotos und Informationen, andere sind lieber zurückhaltend und wollen ganz genau kontrollieren, wer was sehen darf.
Wer über Facebook eine Party ankündigt, muss höllisch aufpassen. Werden die Häkchen falsch gesetzt, stehen bei der privaten Party plötzlich Fremde und vermeintliche vor der Haustüre. Damit das nicht passiert, muss man beim Einladen genau hinsehen.
Wer gerne Fotos anderer Facebooker betrachtet und in Fotoalben stöbert, muss viel klicken. Denn Facebook vergrößert die Fotos erst nach einem Klick aufs Vorschaubild. Ist hingegen das Firefox-Add-On “Facebook Photozoom” installiert, geht’s ohne Klick.
Das ist absoluter Rekord: Laut Google AdPlanner hat es Facebook im Juni 2011 auf unglaubliche eine Billion Pageviews gebracht. In nur einem Monat. Das zumindest meldet der DoubleClick AdPlanner.
Ein gesundes Feindbild ist doch irgendwie auch was Schönes. An Facebook gibt es zum Beispiel immer was zu meckern, zumindest für Datenschützer. Keine Frage: Facebook wirft viele Fragen auf, gibt häufig Grund zu Kritik – aber Facebook verändert eben auch das Verständnis vieler Menschen, was sie unter Datenschutz und Schutz der Privatsphäre verstehen oder verstehen wollen. Dieser Aspekt kommt mir in den teilweise unnötig barsch geführten Diskussionen oft zu kurz.
Wer bei Facebook ein Konto hat und sozial vernetzt ist, der überblickt irgendwann gar nicht mehr so richtig, welche Kontakte er hat, welche Foto und Videos hochgeladen wurden, mit wem er befreundet ist. So ein Netzwerk ist irgendwann ein Kontakte- und Infoknäuel. Scheinbar undurchdringbar. Beim Museum of Me lassen sich diese sozialen Bande, die zahlreichen Infos, Fotos und Videos visualisieren.