Eure eigene Position ist ein durchaus kritisches Datum: Wer diese regelmäßig mitlesen kann, weiß immer wo ihr seid. Und auch wo ihr nicht seid, beispielsweise zu Hause. Mit der Information lässt sich einiger Schaden anrichten. Wollen sich euch mit Freunden treffen, dann ist das Teilen der Information nützlich. Wir zeigen euch, wie das bei Facebook geht!
Euer Smartphone mit der Facebook-App habt ihr meistens dabei. Bei euren Freunden ist das vermutlich nicht anders. Um festzulegen, ob und wer eure Position sehen darf, tippt ihr in der Facebook-App auf die Einstellungen, dann auf das Zahnrad und auf „Freunde in der Nähe“.
Wenn die Funktion schon aktiviert ist und ihr das Teilen der Position generell ausschalten wollt, dann klickt ganz unten auf „Freunde in der Nähe“ deaktivieren.
Unter Teilen mit… könnt ihr festlegen, ob ihr eure Position mit allen Freunden, nur bestimmten Freunden oder allen Freunden außer einer Liste mit ausgeschlossenen Personen teilen wollt. Ihr könnt also sowohl eine Blacklist als auch eine Whitelist pflegen.
Temporäres Standort-Teilen als bessere Alternative
Seit 2024 hat Facebook (jetzt Meta) das permanente „Freunde in der Nähe“ Feature deutlich zurückgefahren. Stattdessen setzt die Plattform verstärkt auf temporäres Standort-Teilen über den Facebook Messenger. Diese Funktion ist wesentlich datenschutzfreundlicher, da ihr eure Position nur für einen begrenzten Zeitraum (15 Minuten bis 8 Stunden) teilt.
Um euren Standort temporär zu teilen, öffnet ihr einen Chat im Messenger und tippt auf das Plus-Symbol neben der Texteingabe. Wählt „Standort“ aus und entscheidet, ob ihr euren aktuellen Standort einmalig oder live für eine bestimmte Zeit teilen möchtet.
WhatsApp als moderne Alternative
Viele nutzen mittlerweile WhatsApp für das Teilen von Standorten, da es intuitiver und sicherer ist. Hier könnt ihr euren Live-Standort für 15 Minuten, 1 Stunde oder 8 Stunden teilen. Die Funktion ist Ende-zu-Ende-verschlüsselt und automatisch zeitbegrenzt.
Datenschutz-Aspekte beachten
Gerade nach den verschiedenen Datenskandalen der letzten Jahre solltet ihr besonders vorsichtig mit Standortdaten umgehen. Meta sammelt und verwertet Standortinformationen für Werbezwecke und zur Profilerstellung. Diese Daten können auch bei Hackerangriffen oder Datenpannen in falsche Hände geraten.
Empfehlenswert ist hier, die Funktion nur dann zu aktivieren, wenn ihr sie braucht, und dann auch nur mit den speziellen Freunden, mit denen ihr sie nutzen wollt. Je breiter ihr eure Position teilt, desto eher greift jemand darauf zu, von dem ihr es gegebenenfalls in dem Moment nicht wollt!
Praktische Tipps für sicheres Standort-Teilen
Zeitliche Begrenzung: Nutzt immer zeitlich begrenzte Optionen. Dauerhaftes Standort-Teilen ist ein Sicherheitsrisiko.
Selective Sharing: Teilt euren Standort nur mit Personen, die ihn wirklich benötigen. Nicht alle Facebook-Freunde müssen wissen, wo ihr gerade seid.
Regelmäßige Kontrolle: Prüft regelmäßig eure Datenschutz-Einstellungen. Facebook/Meta ändert diese gerne ohne große Ankündigung.
Alternative Apps: Für sensible Situationen nutzt lieber spezialisierte Apps wie „Find My Friends“ (iOS) oder „Google Family Link“, die mehr Kontrolle bieten.
Technische Hintergründe
Moderne Smartphones bestimmen eure Position über mehrere Wege: GPS-Satelliten für hohe Genauigkeit im Freien, WLAN-Netzwerke für Indoor-Lokalisierung und Mobilfunkmasten für die Grobpositionierung. Diese Daten werden dann an die jeweilige App übertragen.
Facebook/Meta nutzt diese Informationen nicht nur für das Freunde-Feature, sondern auch für standortbezogene Werbung, Trend-Analysen und zur Verbesserung ihrer Algorithmen. Daher ist ein bewusster Umgang mit diesen Funktionen wichtig.
Fazit: Bewusst und temporär teilen
Standort-Sharing ist praktisch, wenn ihr euch mit Freunden treffen oder in Notfällen gefunden werden wollt. Nutzt aber moderne, zeitbegrenzte Lösungen statt dauerhafter Freigaben. Eure Privatsphäre sollte immer Vorrang haben vor der Bequemlichkeit.
Zuletzt aktualisiert am 23.02.2026
