Der Edge-Browser bietet für neue Tabs automatische Vorschläge für Webseiten an, die sich per Klick aufrufen lassen. Diese Top-Sites lassen sich auf den ersten Blick nicht anpassen – mit den richtigen Handgriffen könnt ihr sie aber vollständig personalisieren und zu eurem digitalen Cockpit machen.
Die Anpassung der Top-Sites funktioniert intuitiver als früher. Fahrt einfach mit der Maus über eine der angehefteten Top-Sites. Sofort erscheinen ein Pin-Symbol und ein X-Button. Per Klick auf das X entfernt ihr die jeweilige Site und schafft Platz für eure eigenen Favoriten.
Zum Anheften einer gewünschten Seite klickt ihr auf das Pluszeichen. Gebt die URL der gewünschten Webseite ein – Edge unterstützt mittlerweile auch intelligente Vorschläge aus eurer Browsing-Historie. Nach der Eingabe müsst ihr die Seite noch durch Klick auf die Reißzwecke anheften. So bleibt sie dauerhaft an der gewünschten Position.
Neue Features für bessere Organisation
Microsoft hat die Top-Sites-Funktionalität kontinuierlich erweitert. Seit 2024 könnt ihr bis zu 20 Sites anheften – deutlich mehr als die ursprünglich verfügbaren 8 Plätze. Die Kacheln lassen sich per Drag & Drop neu anordnen, was besonders bei vielen angehefteten Sites praktisch ist.
Ein Rechtsklick auf eine Top-Site öffnet ein Kontextmenü mit zusätzlichen Optionen: „In neuem Tab öffnen“, „In neuem Fenster öffnen“ oder „Bearbeiten“. Letzteres ist besonders nützlich, wenn ihr den angezeigten Namen ändern wollt, ohne die URL zu modifizieren.
Intelligente Vorschläge nutzen
Edge analysiert euer Surfverhalten und schlägt automatisch häufig besuchte Sites vor. Diese erscheinen als „Vorgeschlagene Sites“ unterhalb eurer manuell angehefteten Favoriten. Die KI-gestützten Empfehlungen berücksichtigen Tageszeit und Nutzungsmuster – morgens erscheinen eher News-Sites, abends Entertainment-Portale.
Ihr könnt diese automatischen Vorschläge in den Edge-Einstellungen unter „Start, Startseite und neue Tabs“ deaktivieren, wenn ihr nur eure manuell ausgewählten Sites sehen wollt.
Sync zwischen Geräten
Ein großer Vorteil: Eure Top-Sites synchronisieren sich automatisch zwischen allen Geräten, auf denen ihr mit eurem Microsoft-Konto angemeldet seid. Heftet ihr am Desktop eine neue Site an, erscheint sie auch auf eurem Laptop oder Surface. Diese Funktion lässt sich in den Sync-Einstellungen einzeln steuern.
Erweiterte Anpassungen
Für Power-User bietet Edge weitere Personalisierungsoptionen. Unter „Seite anpassen“ könnt ihr das Layout der neuen Tab-Seite komplett umgestalten: Hintergrundbilder wählen, Widget-Positionen ändern oder die Anzahl der angezeigten Top-Sites-Reihen festlegen.
Besonders praktisch ist die Integration von Microsoft 365: Kürzlich bearbeitete Word-Dokumente oder PowerPoint-Präsentationen können als Top-Sites erscheinen und ermöglichen direkten Zugriff auf eure Arbeitsdokumente.
Troubleshooting
Falls Top-Sites nicht richtig funktionieren, liegt meist ein Cache-Problem vor. Löscht den Browser-Cache unter „Einstellungen > Datenschutz, Suche und Dienste > Browserdaten löschen“. Wählt dabei nur „Zwischengespeicherte Bilder und Dateien“ aus, um eure Passwörter und Favoriten zu erhalten.
Alternativ könnt ihr Edge im InPrivate-Modus testen. Funktionieren die Top-Sites dort einwandfrei, liegt das Problem an installierten Erweiterungen oder beschädigten Profildaten.
Produktivitäts-Tipps
Nutzt die Top-Sites strategisch für euren Workflow: Heftet morgens benötigte Tools wie E-Mail, Kalender und Projektmanagement-Software in die erste Reihe. Häufig besuchte News-Sites oder Social Media gehören in die zweite Reihe.
Für berufliche und private Trennung könnt ihr verschiedene Edge-Profile anlegen. Jedes Profil hat eigene Top-Sites, wodurch ihr kontextbezogene Startseiten erstellt – perfekt für die Trennung von Arbeit und Freizeit.
Zuletzt aktualisiert am 01.04.2026

