Der Windows Explorer versucht, euch möglichst viel Hilfestellung zu geben. Dazu gehört es unter anderem auch, dass er eure letzten Suchen speichert. Die könnt ihr dann immer wieder verwenden, indem ihr im Explorer auf Zuletzt ausgeführte Suchanfragen klickt. Wenn ihr diese aber nicht gespeichert haben wollt – beispielweise, weil noch jemand den PC nutzt oder aus Datenschutzgründen – dann könnt ihr das unterbinden. Wir zeigen euch, wo!
Ein Löschen der Liste der Suchanfragen ist direkt im Explorer möglich, indem ihr auf Zuletzt ausgeführte Suchanfragen > Löschen klickt. Das Abschalten der automatischen Speicherung und die Verwendung der Historie als Vorschlagsliste aber geht nur über die Registry.
Warum überhaupt die Suchhistorie deaktivieren?
Es gibt verschiedene gute Gründe, die Suchhistorie im Windows Explorer zu deaktivieren. Zum einen ist da der Datenschutz: Gerade auf gemeinsam genutzten PCs oder Arbeitsplatzrechnern wollt ihr möglicherweise nicht, dass andere Nutzer sehen können, nach welchen Dateien oder Ordnern ihr gesucht habt. Zum anderen kann eine lange Suchhistorie den Explorer verlangsamen und die Benutzeroberfläche unübersichtlich machen.
Besonders in Unternehmensumgebungen oder bei sensiblen Daten ist es oft sinnvoll, diese Funktion zu deaktivieren. Microsoft hat in Windows 11 24H2 und den neuesten Windows 10-Versionen die Suchfunktion zwar verbessert, aber die Grundproblematik bleibt bestehen.
Registry-Einstellung ändern
Startet dazu den Registry Editor, indem ihr in der Suchleiste „regedit“ eingebt und ihn startet. Alternativ drückt ihr Windows+R, gebt „regedit“ ein und bestätigt mit Enter. Öffnet darin dann den folgenden Pfad:
HKEY_CURRENT_USERSoftwarePoliciesMicrosoftWindowsExplorer
Wenn der Schlüssel Explorer noch nicht existiert, legt ihn an, indem ihr mit der rechten Maustaste auf „Windows“ klickt, „Neu“ > „Schlüssel“ wählt und ihn „Explorer“ nennt.

Klickt nun mit der rechten Maustaste in den Explorer-Schlüssel hinein und legt einen neuen DWORD-Wert (32-Bit) an. Den nennt ihr DisableSearchBoxSuggestions und gebt ihm den Wert 1. Nach einem Klick auf OK ist die neue Einstellung aktiv. Zurücksetzen könnt ihr diese, indem ihr als Wert 0 (statt 1) eintragt.
Alternative Methoden in Windows 11
Seit Windows 11 22H2 gibt es zusätzliche Möglichkeiten, die Suchfunktion zu steuern. Über die Windows-Einstellungen unter „Datenschutz und Sicherheit“ > „Suchberechtigungen“ könnt ihr weitere Aspekte der Suchfunktion anpassen. Dort lässt sich beispielsweise einstellen, ob Windows auch in euren OneDrive-Dateien suchen soll oder ob Suchvorschläge aus dem Web angezeigt werden.
Für Administratoren gibt es auch die Möglichkeit, diese Einstellungen über Gruppenrichtlinien zu verwalten. Das ist besonders in Unternehmensumgebungen praktisch, wo einheitliche Sicherheitsrichtlinien durchgesetzt werden müssen.
Was passiert nach der Änderung?
Nach der Registry-Änderung wird Windows keine Suchvorschläge mehr im Explorer-Suchfeld anzeigen. Das bedeutet, ihr müsst eure Suchbegriffe immer komplett selbst eintippen, bekommt aber auch keine automatischen Vervollständigungen basierend auf früheren Suchen. Die Suchfunktion selbst bleibt dabei vollständig erhalten – sie wird nur weniger „aufdringlich“.
Beachtet, dass ihr den Explorer möglicherweise neu starten müsst, damit die Änderung wirksam wird. Drückt dazu Strg+Shift+Esc, sucht den „Windows Explorer“ in der Prozessliste, beendet ihn und startet ihn über „Datei“ > „Neuen Task ausführen“ > „explorer.exe“ wieder.
Weitere Datenschutz-Tipps
Wenn ihr schon dabei seid, euren Windows-PC datenschutzfreundlicher zu konfigurieren, solltet ihr auch andere Bereiche prüfen. Dazu gehören die Aktivitätsverfolgung, die Diagnose- und Nutzungsdaten-Übermittlung sowie die verschiedenen Cortana- und Sucheinstellungen. Microsoft hat in den neuesten Windows-Versionen zwar mehr Transparenz geschaffen, aber die Standardeinstellungen sind nach wie vor nicht besonders datenschutzfreundlich.
Die Registry-Methode funktioniert übrigens sowohl in Windows 10 als auch in Windows 11 und allen aktuellen Versionen. Microsoft ändert an dieser grundlegenden Funktionsweise nur selten etwas, sodass die Einstellung auch in zukünftigen Updates bestehen bleiben sollte.
Zuletzt aktualisiert am 01.03.2026
