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Was ist eigentlich iPhone-Tethering?

von | 01.08.2018 | iOS

Tethering ist einer dieser Begriffe, die iPhone-Nutzer sicherlich schon mal irgendwo in den Menüs und Einstellungen gelesen haben. Aber was bedeutet Tethering eigentlich genau und wie funktioniert es im Jahr 2026?

Ganz vereinfacht gesagt: iPhone-Tethering bedeutet, dass das eigene Smartphone in einen mobilen Hotspot für andere Geräte verwandelt wird, um ihnen einen Internetzugang zu ermöglichen. Auf dem iPhone geht das Ganze über WLAN, Bluetooth oder USB. Alle Varianten haben ihre eigenen Vor- und Nachteile, die es zu beachten gilt.

Um überhaupt einen Tethering-Hotspot einzurichten, muss dieser zunächst über Einstellungen –> Persönlicher Hotspot aktiviert werden. Seit iOS 17 hat Apple die Benutzeroberfläche noch intuitiver gestaltet und zeigt direkt die verfügbaren Verbindungsarten an. iPhone-Tethering über WLAN dürfte hier sogar noch die bekannteste Möglichkeit sein, einen Hotspot einzurichten.

WLAN-Hotspot: Schnell aber energiehungrig

Über das WLAN-Netzwerk verwandelt sich das iPhone quasi zu einem zweiten Router, der das Signal an andere Geräte weitergibt. Mit den neueren iPhone-Modellen (iPhone 15 und 16 Serie) profitiert ihr von Wi-Fi 6E, das deutlich schnellere Übertragungsraten und eine stabilere Verbindung ermöglicht. Bis zu 32 Geräte können sich theoretisch gleichzeitig verbinden – praktisch sind es meist 5-10 Geräte, bevor die Performance merklich nachlässt.

Tethering über WLAN ist deutlich die schnellste Methode, die außerdem die größte Reichweite bietet. Mit 5G-fähigen iPhones erreicht ihr Download-Geschwindigkeiten von bis zu mehreren Gigabit pro Sekunde – je nach Netzabdeckung und Tarif. Doch diese Vorteile kommen auch mit einem Haken: dem Akkuverbrauch. Wer selbst nur noch wenig Akkuladung hat, sollte statt WLAN lieber eine der anderen Tethering-Methoden nutzen.

Praktisch: Seit iOS 14 schaltet sich der persönliche Hotspot automatisch ab, wenn keine Geräte mehr verbunden sind. Das spart Akku und Datenvolumen.

USB-C bringt neue Möglichkeiten

Die stromsparendste Variante ist das iPhone-Tethering über Kabel. Mit der iPhone 15 Serie führte Apple endlich USB-C ein, was neue Möglichkeiten eröffnet. Die Verbindung über USB-C ist nicht nur zuverlässiger als die alte Lightning-Variante, sondern auch deutlich schneller. USB-C 3.0 ermöglicht Datenübertragungsraten von bis zu 10 Gbit/s – deutlich mehr als die alten USB 2.0-Geschwindigkeiten von 480 Mbit/s.

Ein weiterer Vorteil: Das angeschlossene Gerät kann das iPhone gleichzeitig laden, während es das Internet nutzt. Das ist besonders praktisch beim Arbeiten mit dem Laptop unterwegs. Der Nachteil bleibt: Es kann nur ein Gerät gleichzeitig verbunden sein, und ihr seid durch das Kabel in der Bewegungsfreiheit eingeschränkt.

Bluetooth: Langsam aber sparsam

Wer weder WLAN noch USB-Tethering nutzen will oder kann, dem bleibt noch die Möglichkeit, das Ganze über Bluetooth bereitzustellen. Mit Bluetooth 5.3 in den neueren iPhones hat sich zwar die Reichweite und Stabilität verbessert, aber die Geschwindigkeit bleibt weiterhin der Flaschenhals.

Im Gegensatz zu den anderen Methoden bietet Tethering über Bluetooth mit großem Abstand die langsamste Verbindung – meist nur wenige Mbit/s. Außerdem kann auch hier nur ein Gerät gleichzeitig vom iPhone-Tethering profitieren. Ein Vorteil ist allerdings, dass die Verbindung relativ stabil ist und der Akkuverbrauch minimal bleibt. Die Reichweite liegt bei etwa 30-50 Metern, je nach Umgebung.

Datenverbrauch und Kosten im Blick behalten

Wichtig zu wissen: Tethering verbraucht euer mobiles Datenvolumen. Viele Mobilfunkanbieter haben inzwischen spezielle Regelungen für Hotspot-Nutzung. Manche drosseln die Geschwindigkeit nach einem bestimmten Verbrauch, andere berechnen extra Kosten. Checkt vorher euren Tarif!

Ein Tipp: In den iPhone-Einstellungen unter „Mobiles Netz“ könnt ihr den Datenverbrauch einzelner Apps überwachen und bei Bedarf begrenzen. So vermeidet ihr böse Überraschungen bei der nächsten Rechnung.

Sicherheit geht vor

Wenn ihr euren iPhone-Hotspot aktiviert, denkt an die Sicherheit. Apple verwendet standardmäßig WPA3-Verschlüsselung – die derzeit sicherste WLAN-Verschlüsselung. Trotzdem solltet ihr ein starkes Passwort wählen und den Hotspot nur dann aktivieren, wenn ihr ihn wirklich braucht.

Fazit: Für jeden Fall die richtige Lösung

Wer über sein iPhone einen Hotspot für weitere Geräte bereitstellen will, muss sich vorher genau überlegen, wofür die Verbindung genutzt werden soll. Müssen sich mehrere Geräte verbinden? Soll die Verbindung schnell sein, oder ist eine stabile Verbindung mit weniger Geschwindigkeit wichtiger?

Für den schnellen Internet-Zugang unterwegs ist WLAN-Tethering die erste Wahl. Beim Arbeiten am Laptop zu Hause im Homeoffice während eines Internetausfalls eignet sich USB-C perfekt. Und für gelegentliche E-Mails oder Messaging reicht auch Bluetooth aus. iPhone-Tethering bietet jedenfalls für fast jeden Fall eine passende Lösung – und die Technik wird mit jedem iOS-Update noch ausgereifter.

Zuletzt aktualisiert am 08.03.2026

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