Wechseln ist leicht: Von Evernote auf OneNote umsteigen

von | 04.07.2016 | Office

Evernote hat sich über die Jahre von einem beliebten Notiz-Tool zu einem kostenpflichtigen Premium-Service entwickelt. Die kostenlosen Features wurden drastisch beschnitten, und viele Nutzer suchen nach brauchbaren Alternativen. Microsoft OneNote bietet sich als vollwertige Alternative an – und der Umzug geht dank cleverer Import-Tools erstaunlich einfach.

OneNote hat sich 2025/2026 deutlich weiterentwickelt: Die Integration in Microsoft 365 ist nahtloser geworden, die KI-Features unterstützen beim Organisieren von Notizen, und die plattformübergreifende Synchronisation funktioniert zuverlässig. Anders als Evernote bleibt OneNote auch in der Basis-Version großzügig nutzbar.

Der Umzug: Einfacher als gedacht

Das Kern-Problem bei einem Wechsel sind natürlich die vorhandenen Notizen. Niemand möchte hunderte oder tausende Einträge manuell übertragen. Microsoft bietet dafür weiterhin ein kostenloses Import-Tool, das den Prozess automatisiert. Wichtig: Evernote muss dazu auf dem PC installiert sein.

Zum Kopieren der Notizen ladet ihr das Evernote Import-Tool herunter und führt es aus. Das Tool erkennt automatisch vorhandene Evernote-Dateien oder kann sie aus einem Export laden. Anschließend meldet ihr euch mit eurem Microsoft-Konto an, in dem die importierten Notizen als OneNote-Dokumente gespeichert werden sollen. Tags können dabei übernommen oder verworfen werden.

Je nach Anzahl und Inhalt der Notizen dauert der Import einige Zeit – besonders bei vielen Bildern oder Anhängen. Nach dem Import synchronisiert OneNote die Daten mit der Cloud. Wer OneNote lokal installiert hat, sieht die übertragenen Notizen schneller als in der Web-Version.

https://www.onenote.com/import-evernote-to-onenote

evernote-import-tool

Was OneNote 2026 besser macht

OneNote punktet mit seiner tiefen Windows-Integration und den erweiterten KI-Features. Die Handschriftenerkennung funktioniert mittlerweile auch auf Deutsch sehr zuverlässig, und die automatische Transkription von Audio-Notizen spart viel Zeit. Besonders praktisch: OneNote kann jetzt auch PDFs direkt annotieren und in Notizbücher einbetten.

Die Organisationsstruktur mit Notizbüchern, Abschnitten und Seiten ist intuitiver als Evernotes Notebook-System. Kollaborative Features funktionieren nahtlos – mehrere Personen können gleichzeitig an Notizen arbeiten, ohne dass Konflikte entstehen.

Grenzen des Tools beachten

Das Import-Tool überträgt die meisten Inhalte problemlos, aber nicht alles kommt 1:1 rüber. Spezielle Evernote-Features wie Web-Clipper-Metadaten oder komplexe Formatierungen können verloren gehen. Audio-Notizen und angehängte Dateien werden meist korrekt übertragen, die ursprüngliche Ordnerstruktur bleibt weitgehend erhalten.

Tipp: Macht vor dem Import ein Backup eurer Evernote-Daten. Falls beim Transfer etwas schief läuft, könnt ihr es wiederholen oder einzelne Notizen manuell nacharbeiten.

Alternative Import-Wege

Wer das offizielle Tool nicht nutzen möchte oder kann, hat andere Optionen. Evernote-Notizen lassen sich als ENEX-Dateien exportieren. Diese können in OneNote importiert werden, allerdings nicht so komfortabel wie mit dem Microsoft-Tool. Auch Third-Party-Tools wie „OneNote Batch“ können beim Umzug helfen.

Fazit: OneNote als echte Evernote-Alternative

OneNote hat sich zu einer vollwertigen Evernote-Alternative entwickelt. Die Integration in das Microsoft-Ökosystem, die KI-Features und die großzügige kostenlose Nutzung sprechen für den Wechsel. Das Import-Tool macht den Umstieg schmerzlos – die meisten Nutzer werden den Unterschied nach kurzer Eingewöhnung kaum spüren.

Wer ohnehin Microsoft 365 nutzt, bekommt mit OneNote ein mächtiges Notiz-Tool praktisch gratis dazu. Und auch als Standalone-Lösung schlägt sich OneNote 2026 sehr gut gegen die kostenpflichtige Evernote-Konkurrenz.

Zuletzt aktualisiert am 07.04.2026