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WhatsApp: Account lässt sich jetzt auf mehreren Smartphones nutzen

von | 27.04.2023 | Tipps

Was früher bei WhatsApp undenkbar war, ist seit 2023 Realität: Ein Account kann jetzt auf bis zu vier Smartphones gleichzeitig genutzt werden. Die Multi-Device-Funktion hat sich etabliert und wird stetig weiterentwickelt.

WhatsApp bleibt der unangefochtene König der Messenger: Weltweit nutzen inzwischen über 2,8 Milliarden Menschen die Plattform. In Deutschland sind es nach aktuellen Zahlen von Statista rund 65 Millionen Nutzer – Tendenz weiterhin steigend.

Die Multi-Device-Funktion von WhatsApp, die 2021 in der Beta startete und 2023 vollständig ausgerollt wurde, hat die Art verändert, wie wir den Messenger nutzen. Endlich könnt ihr euren WhatsApp-Account auf mehreren Smartphones parallel verwenden, ohne dass ihr euch ständig an- und abmelden müsst.

WhatsApp: Künftig auf mehreren Geräten möglich

WhatsApp: Künftig auf mehreren Geräten möglich

So funktioniert Multi-Device heute

Die Einrichtung ist deutlich einfacher geworden: Öffnet WhatsApp auf eurem Hauptgerät, geht in die Einstellungen und wählt „Verknüpfte Geräte“ aus. Dort könnt ihr bis zu vier zusätzliche Smartphones verknüpfen. Der QR-Code-Scan reicht, um ein neues Gerät hinzuzufügen.

Besonders praktisch: Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bleibt auf allen Geräten bestehen. WhatsApp nutzt dafür das Signal-Protokoll, das auch dann funktioniert, wenn euer Hauptgerät offline ist. Das war ein echter Durchbruch, denn frühere Multi-Device-Ansätze erforderten immer eine aktive Verbindung zum primären Smartphone.

Aktuelle Verbesserungen und Features

Seit dem ursprünglichen Launch hat Meta kontinuierlich nachgebessert. Die Chat-Synchronisation funktioniert mittlerweile nahezu in Echtzeit zwischen allen verknüpften Geräten. Nachrichten, die ihr auf einem Gerät schreibt, erscheinen sofort auf allen anderen.

Auch bei den Medien hat sich viel getan: Fotos und Videos werden automatisch zwischen den Geräten synchronisiert, solange ihr das in den Einstellungen aktiviert habt. Allerdings solltet ihr aufpassen – das kann euren Datenverbrauch ordentlich in die Höhe treiben.

Sprachnachrichten lassen sich inzwischen auf jedem verknüpften Gerät abspielen und sogar dort fortsetzen, wo ihr auf einem anderen Gerät aufgehört habt. Diese „Continuity“-Funktion kennt ihr vielleicht schon von Apple-Geräten.

Was noch nicht perfekt läuft

Trotz der Fortschritte gibt es weiterhin Beschränkungen. WhatsApp Calls funktionieren nach wie vor nur auf dem Gerät, das den Anruf initiiert oder annimmt. Ihr könnt also nicht nahtlos zwischen Geräten wechseln, während ihr telefoniert.

Die Backup-Funktion ist ebenfalls noch nicht optimal gelöst. Jedes Gerät erstellt sein eigenes Backup, was bei der Wiederherstellung zu Verwirrung führen kann. Meta arbeitet aber an einer einheitlichen Cloud-Backup-Lösung.

Sticker-Packs und Downloads müssen nach wie vor auf jedem Gerät separat heruntergeladen werden. Das ist zwar nur ein kleiner Kritikpunkt, aber dennoch nervig, wenn ihr viele Custom-Sticker verwendet.

Business-Accounts und Datenschutz

Für WhatsApp Business ist Multi-Device besonders interessant geworden. Unternehmen können jetzt mehrere Mitarbeiter auf verschiedenen Geräten arbeiten lassen, ohne dass sie sich gegenseitig aussperren. Die Business-API wurde entsprechend erweitert und unterstützt jetzt auch Multi-Device-Setups.

Beim Datenschutz bleibt Meta bei seiner Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Allerdings werden Metadaten wie Zeitstempel und Geräteinformationen weiterhin gesammelt. Das ist für die Multi-Device-Funktionalität technisch notwendig, sollte euch aber bewusst sein.

Ausblick und Konkurrenz

Signal und Telegram hatten Multi-Device-Support teilweise schon früher, aber WhatsApp hat durch seine schiere Nutzerbasis den Standard gesetzt. Die Implementierung gilt als technisch ausgereift und sicher.

Für die Zukunft plant Meta weitere Verbesserungen: Nahtlose Anrufübergabe zwischen Geräten steht auf der Roadmap, ebenso wie eine bessere Integration von WhatsApp Web in das Multi-Device-Ökosystem.

Die Multi-Device-Funktion hat WhatsApp definitiv flexibler gemacht. Wer mehrere Smartphones nutzt oder häufig zwischen privatem und Arbeitshandy wechselt, profitiert enorm von dieser Neuerung. Die anfänglichen Kinderkrankheiten sind größtenteils behoben – Multi-Device ist erwachsen geworden.

Zuletzt aktualisiert am 18.02.2026

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