Windows 10: Kontakte in der Taskleiste ausblenden

von | 21.02.2018 | Windows

Windows hat schon immer versucht, euch das Leben durch praktische Features zu erleichtern. Doch nicht jede Neuerung kommt bei allen Nutzern gut an. Das gilt auch für die Kontakte-Anzeige in der Taskleiste, die Microsoft mit dem Fall Creators Update 2017 eingeführt hat und die bis heute in Windows 10 und 11 verfügbar ist.

Dieses Feature zeigt unten rechts in der Taskleiste kleine Profilbilder der am häufigsten kontaktierten Personen an. Die Idee dahinter: Schnellerer Zugriff auf wichtige Kontakte direkt vom Desktop aus. In der Praxis nutzen jedoch viele diese Funktion nicht und empfinden sie eher als störend oder unnötig.

Warum die Kontakte-Funktion oft unerwünscht ist

Es gibt mehrere Gründe, warum ihr die Kontakte in der Taskleiste ausblenden möchtet. Erstens wirkt die Taskleiste dadurch überladen, besonders bei kleineren Bildschirmen. Zweitens haben sich die meisten Nutzer längst an andere Kommunikationswege gewöhnt: WhatsApp, Teams, Discord oder klassische E-Mail-Programme bieten oft bessere und direktere Kontaktmöglichkeiten.

Drittens kann die Anzeige von Kontaktfotos in beruflichen Umgebungen unprofessionell wirken, wenn beispielsweise private Kontakte während Präsentationen oder Meetings sichtbar sind. Auch Datenschutz-bewusste Nutzer möchten oft nicht, dass persönliche Kontakte permanent auf dem Bildschirm zu sehen sind.

So blendet ihr Kontakte in der Taskleiste aus

Die gute Nachricht: Microsoft hat die Deaktivierung bewusst einfach gehalten. Ihr benötigt keine Registry-Eingriffe oder komplizierte Systemeinstellungen.

Klickt mit der rechten Maustaste auf eine freie Stelle in eurer Taskleiste. Achtet darauf, dass ihr wirklich einen leeren Bereich erwischt und nicht versehentlich auf ein Symbol oder eine Schaltfläche klickt. Daraufhin öffnet sich ein Kontextmenü mit verschiedenen Optionen.

In diesem Menü findet ihr den Eintrag Kontakte auf der Taskleiste anzeigen. Standardmäßig ist hier ein Häkchen gesetzt. Klickt einmal darauf, um das Häkchen zu entfernen. Sofort verschwinden alle Profilbilder aus der Taskleiste.

Weitere Auswirkungen der Deaktivierung

Wenn ihr die Kontakte-Anzeige deaktiviert, verschwinden nicht nur die Profilbilder. Gleichzeitig werden auch alle zugehörigen Benachrichtigungen ausgeblendet. Das bedeutet: Keine Pop-up-Hinweise mehr, wenn Kontakte Emojis senden, auf Nachrichten reagieren oder ihren Status ändern.

Diese Funktion war ursprünglich eng mit Microsofts People-App und verschiedenen Kommunikationsdiensten wie Skype verknüpft. Heute spielen diese Microsoft-eigenen Dienste eine deutlich geringere Rolle im Kommunikationsalltag der meisten Nutzer.

Alternative: Taskleiste komplett anpassen

Falls euch die Taskleiste generell zu überladen erscheint, könnt ihr weitere Anpassungen vornehmen. Über das gleiche Kontextmenü lassen sich auch andere Elemente ein- und ausblenden:

  • Suchfeld: Kann auf ein Symbol reduziert oder ganz ausgeblendet werden
  • Cortana: Lässt sich komplett deaktivieren
  • Task-Ansicht: Der Button für virtuelle Desktops kann entfernt werden
  • News und interessante Themen: Diese oft störende Funktion lässt sich ebenfalls abschalten

Windows 11: Ähnliche Funktionen, andere Bedienung

In Windows 11 hat Microsoft die Taskleiste grundlegend überarbeitet. Die klassische Kontakte-Anzeige gibt es dort nicht mehr in der ursprünglichen Form. Stattdessen setzt Microsoft auf das integrierte Widgets-Panel und Teams-Integration. Falls ihr auf Windows 11 umsteigt, findet ihr ähnliche Anpassungsmöglichkeiten in den Taskleiste-Einstellungen unter „Personalisierung“.

Fazit: Weniger kann mehr sein

Eine aufgeräumte Taskleiste sorgt für bessere Übersicht und kann sogar die Systemperformance minimal verbessern, da weniger Elemente geladen und aktualisiert werden müssen. Die Deaktivierung der Kontakte-Anzeige ist ein einfacher Schritt zu einem cleaneren Desktop-Erlebnis.

Solltet ihr die Funktion später doch wieder benötigen, aktiviert sie einfach über den gleichen Weg. Der Vorgang ist jederzeit umkehrbar und hat keine negativen Auswirkungen auf andere Systemfunktionen oder installierte Programme.

Zuletzt aktualisiert am 29.03.2026