Das Startmenü von Windows 10 und Windows 11 zeigt standardmäßig nur Apps und Programme an. Aber ihr könnt auch eure eigenen Ordner ins Startmenü integrieren – für noch schnelleren Zugriff auf wichtige Verzeichnisse. Hier die Anleitung, wie das funktioniert.
Warum Ordner ins Startmenü gehören
Viele nutzen das Startmenü täglich mehrfach, um Apps zu starten. Aber warum nicht auch für häufig benötigte Ordner? Ob der Download-Ordner, Projektverzeichnisse oder persönliche Dokumente-Sammlungen – mit diesem Trick sind sie genauso schnell erreichbar wie eure liebsten Programme.
Der Trick funktioniert sowohl unter Windows 10 als auch Windows 11, da Microsoft die grundlegende Struktur des Startmenüs beibehalten hat.
Schritt-für-Schritt: Ordner ins Startmenü
- Als Erstes wird der gewünschte Ordner in die Zwischenablage kopiert.
- Nun auf dem Desktop rechtsklicken und eine Verknüpfung einfügen, die dann ausgeschnitten wird.
- Dann öffnet man dazu ein neues Explorer-Fenster und navigiert zu folgendem Ordner:
C:ProgramDataMicrosoftWindowsStartmenüProgramme. - Hier jetzt mit der rechten Maustaste klicken und die kopierte Verknüpfung Einfügen.
- Das war’s auch schon: Wer jetzt auf Start, Alle Apps klickt und in der Liste zu dem Buchstaben scrollt, mit dem die Verknüpfung beginnt, findet dort den Ordner und kann ihn so mit wenig Klicks schnell erreichen.
Alternativer Weg über den Benutzer-Ordner
Falls ihr nur für euren eigenen Account Ordner hinzufügen wollt, gibt es noch einen zweiten Pfad. Navigiert zu:
C:Users[EuerBenutzername]AppDataRoamingMicrosoftWindowsStartmenüProgramme
Der Vorteil: Diese Verknüpfungen sind nur für euch sichtbar. Der ProgramData-Ordner hingegen wirkt sich auf alle Nutzer des PCs aus.
Tipps für die optimale Nutzung
Benennt eure Ordner-Verknüpfungen strategisch. Ein Präfix wie „📁“ oder „[Ordner]“ macht sie in der App-Liste sofort erkennbar. Oder ihr verwendet Zahlen am Anfang („1_Projekte“), um sie alphabetisch nach oben zu sortieren.
Besonders praktisch: Cloud-Ordner wie OneDrive, Dropbox oder Google Drive lassen sich so ebenfalls ins Startmenü integrieren. Perfekt für alle, die regelmäßig zwischen lokalen und Cloud-Dateien wechseln.
Administrator-Rechte beachten
Für den ProgramData-Pfad benötigt ihr möglicherweise Administrator-Rechte. Falls Windows eine Berechtigung verweigert, klickt mit der rechten Maustaste auf den Explorer und wählt „Als Administrator ausführen“.
Aufräumen nicht vergessen
Mit der Zeit sammeln sich viele Verknüpfungen an. Schaut regelmäßig in die Startmenü-Ordner und löscht nicht mehr benötigte Links. So bleibt das Startmenü übersichtlich und funktional.
PowerShell-Alternative für Profis
Wer es automatisiert mag, kann Verknüpfungen auch per PowerShell erstellen:
$WshShell = New-Object -comObject WScript.Shell
$Shortcut = $WshShell.CreateShortcut("C:ProgramDataMicrosoftWindowsStartmenüProgrammeMeinOrdner.lnk")
$Shortcut.TargetPath = "C:PfadzumOrdner"
$Shortcut.Save()
Besonders nützlich, wenn ihr mehrere PCs identisch konfigurieren wollt.
Kompatibilität mit Windows 11
Der Trick funktioniert auch unter Windows 11 einwandfrei. Dort findet ihr eure Ordner-Verknüpfungen unter „Start → Alle Apps“. Microsoft hat die Grundstruktur beibehalten, auch wenn das Design moderner geworden ist.
So wird euer Windows-Desktop deutlich effizienter – ohne zusätzliche Software oder komplizierte Registry-Eingriffe. Einfach, aber wirkungsvoll.
Zuletzt aktualisiert am 11.04.2026

