Word-Dokument: Inhalt vor dem Drucken updaten

von | 22.10.2017 | Office

Bei längeren Dokumenten macht es Sinn, zur leichteren Navigation ein Inhaltsverzeichnis zu integrieren. So lassen sich die einzelnen Kapitel mit nur einem Klick direkt erreichen. Dumm nur, wenn an dem Dokument gearbeitet wurde und das Verzeichnis beim Ausdrucken nicht mehr auf dem neuesten Stand ist. Das lässt sich vermeiden.

Das Problem kennt jeder, der regelmäßig mit umfangreichen Word-Dokumenten arbeitet: Ihr habt stundenlang an eurem Bericht, eurer Thesis oder Präsentation gefeilt, Kapitel verschoben, Überschriften geändert oder neue Abschnitte hinzugefügt. Beim finalen Ausdruck stellt ihr dann fest, dass das Inhaltsverzeichnis völlig veraltet ist und die Seitenzahlen nicht mehr stimmen. Ärgerlich – aber vermeidbar.

Automatische Feldaktualisierung in Word einrichten

Das kann nicht mehr passieren, wenn man Word so einstellt, dass Felder (also auch Inhaltsverzeichnisse) vor dem Ausdrucken von Dokumenten immer erst aktualisiert werden. Diese Einstellung sorgt dafür, dass alle dynamischen Inhalte wie Inhaltsverzeichnisse, Seitenzahlen, Querverweise oder Datum-Felder automatisch auf den neuesten Stand gebracht werden.

In Microsoft Word für Mac klickt man dazu im Menü auf Word, Einstellungen. Dann zum Bereich Drucken wechseln. Hier unter der Überschrift Druckoptionen den Haken bei der Option Felder aktualisieren setzen.

So geht’s unter Windows

Unter Windows findet ihr die entsprechende Einstellung über Datei > Optionen > Anzeige. Dort scrollt ihr nach unten zum Bereich Druckoptionen und aktiviert die Checkbox Felder vor dem Drucken aktualisieren. Diese Einstellung gilt dann für alle zukünftigen Druckvorgänge in Word.

Word 365 und die Cloud-Integration

Bei Microsoft 365 (ehemals Office 365) funktioniert diese Einstellung auch beim Exportieren zu PDF oder beim Versenden per E-Mail. Das ist besonders praktisch, da heute viele Dokumente gar nicht mehr physisch gedruckt, sondern digital verschickt werden. Die automatische Aktualisierung greift also auch bei diesen Aktionen.

Ein weiterer Vorteil der modernen Word-Versionen: Wenn ihr in Teams oder über OneDrive kollaborativ an Dokumenten arbeitet, werden die Felder auch bei der gemeinsamen Bearbeitung automatisch synchronisiert. Das verhindert Konflikte zwischen verschiedenen Versionen des Inhaltsverzeichnisses.

Manuelle Aktualisierung als Alternative

Natürlich könnt ihr Inhaltsverzeichnisse und andere Felder auch manuell aktualisieren. Klickt dazu einfach mit der rechten Maustaste auf das Inhaltsverzeichnis und wählt Feld aktualisieren. Word fragt dann, ob nur die Seitenzahlen oder das gesamte Verzeichnis aktualisiert werden soll. Bei größeren Änderungen am Dokument wählt ihr besser die vollständige Aktualisierung.

Alternativ könnt ihr auch die Tastenkombination F9 verwenden, wenn das Inhaltsverzeichnis markiert ist. Mit Strg+A und anschließend F9 aktualisiert ihr alle Felder im gesamten Dokument auf einmal.

Weitere Feldtypen, die profitieren

Die automatische Aktualisierung funktioniert nicht nur bei Inhaltsverzeichnissen, sondern bei allen Word-Feldern:

  • Stichwortverzeichnisse und Abbildungsverzeichnisse
  • Querverweise zwischen Kapiteln
  • Automatische Datum- und Zeitangaben
  • Dokumentstatistiken wie Seitenzahl oder Wortanzahl
  • Formelberechnungen in Tabellen

Tipp für Profis

Wer häufig mit komplexen Dokumentvorlagen arbeitet, sollte diese Einstellung standardmäßig aktivieren. So erspart ihr euch das nachträgliche Korrigieren von veralteten Verzeichnissen und könnt sicher sein, dass eure ausgedruckten Dokumente immer den aktuellen Stand widerspiegeln.

Besonders bei wissenschaftlichen Arbeiten, Handbüchern oder Berichten mit vielen Kapiteln und Unterkapiteln ist diese automatische Aktualisierung ein echter Lebensretter. Nichts ist peinlicher als ein Inhaltsverzeichnis, das auf Seite 15 verweist, während das gesuchte Kapitel tatsächlich auf Seite 23 steht.

Zuletzt aktualisiert am 01.04.2026