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Sicher im Netz unterwegs dank VPN

22.10.2017 | Von Jörg Schieb

Internet

Anfang der Woche haben Forscher aus Belgien eine Sicherheitslücke in der WLAN-Verschlüsselung entdeckt: Das eigene WLAN zu Hause oder in der Firma ist plötzlich nicht mehr sicher. Vorsicht im WLAN, sagen die einen. Keine Panik, die anderen. Fest steht: Wer häufig im fremden WLAN-Netzwerken unterwegs ist, kann und sollte sich schützen. Seine Daten verschlüsseln. Aber wie?

Wer in einem offenen WLAN unterwegs ist oder in einem WLAN mit noch nicht gestopftem Sicherheitsleck, der kann beim Surfen beobachtet werden. Die Folge: Vertrauliche Daten können in die Hände von Datendieben fallen. Unbemerkt. Eine gute und auch komfortable Möglichkeit, sich und seine Daten wirksam zu schützen, ist ein Virtual Private Network – kurz VPN.

Jede Datenkommunikation privat

Ein Virtual Privat Network macht jede Datenkommunikation privat – daher der Name. Das bedeutet: Fremde sehen nicht was man macht, und auch nicht, welche Daten man verschickt oder empfängt. Eine regelrechte Tarnkappe, die man sich da aufsetzt.

Das Schöne ist: Man kann so ein VPN kostenlos ausprobieren – und das auch noch recht komfortabel. Und zwar – dank Opera.

Opera kennt nicht jeder, es lohnt sich aber, mal genauer hinzuschauen. Denn Opera ist ein Browser aus Norwegen, der anders als der Edge Browser von Microsoft, der Chrome Browser von Google oder Safari von Apple keiner großen amerikanischen Firma gehört. Vorteil: Anders als die Kollegen aus USA, die Daten sammeln oder den US-Konzernen dienen, ist Opera unabhängig – und deshalb bei Insidern recht beliebt ist.

Außerdem ist eben auch noch ein VPN kostenlos eingebaut. Wer sich eine Tarnkappe aufsetzen will, aktiviert das VPN durch Tippen oder Klicken auf diesen blauen Button. Fertig.

Opera VPN: Gratis-Schutz

Sobald der VPN-Modus aktiv ist, werden alle Daten zusätzlich verschlüsselt. Unabhängig davon, ob man eine Webseite mit https am Anfang der Adresse aufruft oder nicht. Alles wird noch mal extra verschlüsselt und damit für andere unsichtbar gemacht. Allerdings wird das Surfen dadurch etwas langsamer. Der Preis für mehr Sicherheit.

Auch sein Smartphone kann man vor Abhören schützen: Opera VPN gibt es als App für iOS und Android. Kostenlos. Wer die App hat, kann jederzeit das VPN aktivieren – und damit den Schutz einschalten. Zum Beispiel, wenn man gerade in einem offenen WLAN unterwegs ist. Zu Hause kann man das VPN dann wieder abschalten. Wirklich total einfach in der Handhabung.

Opera parallel zum Lieblings-Browser

Mein Tipp: Einfach den Opera-Browser oder die Opera-VPN-App auf Notebook, Smartphone oder Tablet installieren. Zusätzlich zum sonst verwendeten Browser.

Denn so hat man jederzeit eine virtuelle Tarnkappe parat: Ich bin im offenen WLAN unterwegs und will sensible Daten wie Passwörter oder vertrauliche Daten übertragen? Dann starte ich Opera, aktiviere das VPN und kann loslegen. Ohne schlechtes Gewissen, ohne die Sorge, dass meine Daten im WLAN abgehört werden.

Allerdings funktioniert die Opera-Lösung nur bei Datenübertragungen im Web. Also im Browser. Wer mehr Schutz will, seine Daten auch beim Übertragen von E-Mails oder ganz grundsätzlich schützen möchte, für den lohnt sich eine umfassendere VPN-Lösung, die alle Daten sicher verschlüsselt.

Große VPN-Lösungen

Es gibt Dutzende kommerzielle Anbieter, die so ein VPN bereitstellen – mit komfortabler Software und schnellen Servern, damit man keine allzu große Beeinträchtigung beim Surfen bemerkt. Meine Empfehlung: HideMyAss. Hier bekommt man besonders viel Komfort und Funktionen geboten – bei gleichzeitig hohem Tempo.

Fast alle Anbieter bieten spezielle Software für den Rechner und die Mobilgeräte, damit die Handhabung einfach ist. Auch hier kann man das VPN jederzeit auf Knopfdruck aktivieren – oder auch wieder abschalten. Es gibt aber noch deutlich mehr Möglichkeiten. Für erfahrene Nutzer kann das durchaus interessant sein, um sich noch besser zu schützen.

Mein Tipp: Viele Angebote kann man ein paar Tage lang kostenlos und unverbindlich ausprobieren. Manche drei Tage, andere 14 Tage. Genug Zweit, um zu schauen, welcher VPN-Dienst einem zusagt. Für den Anfang tut’s die Lösung von Opera aber auf alle Fälle.

Aber eins steht fest: Wer oft in WLANs unterwegs ist, sollte ein VPN-Dienst parat haben.

 




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