Verhindern, dass Firefox Daten über das Setup sammelt

von | 05.07.2016 | Internet

Browser-Telemetrie ist heute Standard – aber ihr müsst nicht dabei mitmachen. Mozilla sammelt schon während der Firefox-Installation Daten über euer System, um die Kompatibilität zu verbessern. Wer seine Privatsphäre schützen will, kann diese Datensammlung bereits vor der Installation deaktivieren.

So verhindert ihr die Datensammlung im Firefox-Setup

  1. Beim Ausführen des Firefox-Setups stehen scheinbar nur wenige Möglichkeiten bereit: Installieren, Abbrechen oder Einstellungen.
  2. Hier auf Einstellungen klicken, dann erscheinen einige Einstellungen für das Setup.
  3. Nun den Haken bei Informationen über diese Installation an Mozilla senden entfernen.
  4. Jetzt kann mit dem Setup fortgefahren werden.

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Was Firefox standardmäßig sammelt

Mozilla erfasst bei aktivierter Telemetrie deutlich mehr Daten als früher. Dazu gehören Systemspezifikationen, Hardware-Details, Installationsstatus und Performance-Metriken. Diese Informationen helfen Mozilla dabei, Firefox auf den am häufigsten genutzten Systemen zu optimieren und Kompatibilitätsprobleme frühzeitig zu erkennen.

Besonders interessant für Mozilla sind Daten über Grafikkartentypen, Betriebssystem-Versionen, verfügbarer Arbeitsspeicher und die Anzahl der CPU-Kerne. Diese Hardware-Informationen fließen direkt in die Entwicklung zukünftiger Firefox-Versionen ein.

Weitere Telemetrie-Einstellungen nach der Installation

Auch nach der Installation sammelt Firefox weiterhin Daten – wenn ihr es zulasst. In den Einstellungen unter „Datenschutz & Sicherheit“ findet ihr mehrere relevante Optionen:

  • Firefox-Datenerhebung und -verwendung: Hier könnt ihr die Übermittlung technischer Daten und Interaktionsdaten komplett deaktivieren
  • Website-Werbungseinstellungen: Kontrolliert, welche Daten für personalisierte Werbung verwendet werden
  • Nur-HTTPS-Modus: Erzwingt verschlüsselte Verbindungen und reduziert Tracking-Möglichkeiten

Wichtig: Diese nachträglichen Einstellungen überschreiben nicht die Setup-Entscheidung. Wer schon beim Setup „Nein“ gesagt hat, bleibt auch später außen vor.

Alternative: Firefox ESR für maximale Kontrolle

Wer grundsätzlich weniger experimentelle Features und Datensammlung möchte, sollte Firefox ESR (Extended Support Release) verwenden. Diese Version wird primär für Unternehmen entwickelt und verzichtet auf viele Telemetrie-Features der Standard-Version.

Firefox ESR erhält nur Sicherheitsupdates und kritische Bugfixes, keine neuen Features. Dadurch bleibt die Datenschutz-Konfiguration stabiler und es kommen keine unerwarteten neuen Tracking-Mechanismen dazu.

Was andere Browser machen

Zum Vergleich: Chrome sammelt standardmäßig deutlich mehr Daten und macht es schwieriger, die Telemetrie zu deaktivieren. Edge verhält sich ähnlich wie Chrome, da beide auf Chromium basieren. Safari sammelt ebenfalls Nutzungsdaten, aber Apple betont die lokale Verarbeitung.

Firefox bleibt einer der transparentesten Browser, wenn es um Datenschutz-Kontrolle geht. Mozilla veröffentlicht regelmäßig Datenschutz-Reports und erklärt genau, welche Daten warum gesammelt werden.

Fazit: Datenschutz beginnt beim Setup

Ein Klick auf „Einstellungen“ beim Firefox-Setup spart später viel Konfigurationsaufwand. Wer von Anfang an keine Daten übertragen möchte, verhindert damit auch ungewollte Datensammlungen durch Setup-Prozesse oder frühe Browser-Starts.

Die Entscheidung liegt bei euch: Mozilla nutzt die Daten durchaus sinnvoll für Kompatibilitäts-Verbesserungen, aber Datenschutz hat Priorität, wenn ihr das wollt. Firefox respektiert diese Entscheidung konsequenter als die meisten anderen Browser.

Zuletzt aktualisiert am 07.04.2026