Es gibt in eBay eine Menge Stolperfallen. Über eindeutigen Betrug hinaus gibt es Bereiche, die sich nicht gleich als klarer Betrug identifizieren lassen, bei denen Sie sich hinterher aber wohl betrogen vorkommen werden. Was würden Sie hinter einer Auktion vermuten, wenn die Überschrift lautet: „Grafikkarte Hersteller xyz Originalverpackung“? Vermutlich eben jene Grafikkarte in der dazugehörigen Verpackung. Wer dann aber im „Kleingedruckten“ nachliest, der findet heraus: Es handelt sich nicht um die Grafikkarte, sondern NUR um den Karton…

Vorsicht ist auch geboten, wenn Sie Einzelteile für den Computer kaufen, sich aber nicht so genau auskennen. Ein Buchstabe kann hier schon einen riesigen Unterschied machen: Eine Festplatte mit 80 GB Speicherplatz (GB steht hier für Gigabyte) ist durchaus noch zeitgemäß. Hat die Festplatte dagegen nur 80 MB Speicherplatz (MB = Megabyte), ist sie ein Fall für den Müll oder bestenfalls fürs Computermuseum. Festplatten mit einer so geringen Kapazität wurden vor mehr als zehn Jahren verkauft; darauf lässt sich heute nicht einmal mehr Windows speichern.

Ein einziger Buchstabe also, der unter Umständen viel Frust bereiten kann. Ein Problem sind allerdings die „Weglasser“. Beispiel: Sie kaufen eine Software in der festen Überzeugung, es handelt sich hier um die Original-Vollversion. Nach Auktionsende allerdings bekommen Sie nur eine selbst gebrannte Demo-CD. Sie haben dann zunächst schlechte Karten, denn der Verkäufer wird sich darauf berufen, er habe ja nirgendwo geschrieben, dass er die Original-Version verkauft. Ob es sich hier um arglistige Täuschung durch Weglassen von Informationen handelt (eine Demo-Version hätten Sie ja auch kostenlos direkt aus dem Internet laden können), müssen dann im Regelfall Fachleute – sprich Rechtsanwälte und Gerichte – klären.