Wer Platz auf der eigenen Festplatte schaffen möchte, ist immer für Hinweise dankbar, welche Systemdateien unnötig Speicherplatz in Anspruch nehmen. Ein ordentlicher Speicherfresser sind die mit Windows XP serienmäßig installierten Standardtreiber für Geräte jeder Art. Wer sowieso immer die neuesten Versionen der betreffenden Treiber aus dem Internet lädt, braucht keine Bibliothek mit ohnehin nie benutzten Treibern auf der Festplatte – das kostet nur Platz.

Um Windows XP von dieser Last zu befreien, im Windows Explorer im Ordner „Windows“ im Ordner „Driver Cache“ den Unterordner „i386“ auswählen. Dort gibt es eine Datei driver.cab, die immerhin rund 70 MByte groß ist. Wer sie löscht, schlägt Arbeitsspeicher auf der Festplatte frei – kann allerdings auch nicht mehr auf die Standardtreiber zurückgreifen, sondern muss bei einem neu zu installierenden Gerät auf jeden Fall für die nötigen Treiber sorgen. Wer nicht weiß, was damit gemeint ist, sollte die Datei driver.cab besser nicht löschen.

Damit Windows nicht fälschlicherweise davon ausgehen, die Treiber seien weiter vorhanden, ist allerdings auch noch ein kleiner Eingriff in die Systemdatenbank Registry erforderlich. Dazu nacheinander auf „HKEY_LOCAL_MACHINE“, „Software“, „Microsoft“, „Windows“, „Current“, „Version“ und schließlich „Setup“ klicken. Danach dem Eintrag „DriverCachePath“ die Laufwerkskennung des CD-Laufwerks zuweisen. Das stellt sicher, dass Windows beim Installieren eines neuen Geräts nach einer Treiber-CD fragt und nicht erst nach einem Standardtreiber sucht, der ohnehin nicht vorhanden sein kann.