Foto ist nicht gleich Foto. Wer ein Bild auf ganz normales Kopierpapier druckt, kann zwar alles erkennen. Mit einem richtigen Foto lässt sich so ein Ausdruck qualitativ aber nicht vergleichen. Normalpapier eignet sich daher nur zum Probedruck. Art und Qua-lität des verwendeten Papiers ist wichti-ger, als viele denken. Das Papier entschei-det ganz wesentlich über die Bildqualität.

Richtiges Fotopapier ist recht schwer, es wiegt 180 g/m2, wirkt fast wie Karton. Nor-males Kopierpapier hingegen kommt lediglich auf 80 g/m2. Doch nicht jedes Fotopapier eignet sich für jeden Drucker und Tinten-typ. Die Druckerhersteller setzen unter-schiedliche Technologien ein, um die Tinte aufs Papier zu spritzen. Das Papier muss darauf abgestimmt sein, um optimale Ergeb-nisse zu erzielen.

Passen Papier und Tinte nicht zusammen, nimmt das Papier die Tinte womöglich nicht optimal auf. Das farbige Nass trocknet zu schnell oder perlt von der Oberfläche ab. Die Bilder wirken flau, oder es entstehen hässliche Rastereffekte. Kurz: Die Saugfä-higkeit des Papiers muss optimal zur ver-wendeten Tine passen.

Darauf weisen die Druckerhersteller gerne ausdrücklich hin. Epson, Hewlett-Packard, Canon und Co. empfehlen ausschließlich Tin-te und Papier vom Druckerhersteller. Ein prima Zusatzgeschäft für die Hersteller, da Tinte und Papier mit dem Hersteller-Logo abenteuerlich teuer ist. Die Hersteller subventionieren über die Verbrauchsmateria-lien die relativ günstige Hardware. Ver-dient wird an Tinte und Papier, nicht am Gerät.

Die Druckerhersteller besorgen sich das Pa-pier bei namhaften Anbietern wie Ilford. Geha oder Pelikan und vermarkten es dann unter eigenem Namen. Computerbenutzer, die Fotopapier direkt vom Papierhersteller kau-fen, können eine Menge Geld sparen – müssen aber keinerlei qualitativen Einbußen in Kauf nehmen, da es sich meist um dasselbe Papier handelt. Wichtig ist lediglich, nur passendes Papier in den Drucker zu legen. Es muss optimal zum Druckertyp passen, um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen.

Bei hochwertigen Druckern wie dem Epson Stylus Photo R800 lassen sich sogar mit Normalpapier gute Fotoabzüge anfertigen. Denn Epsons Tinte ist pigmentiert. Vorteil: Die Pigmente bleiben auf der Oberfläche, sie bieten eine hohe Farbsättigung mit brillanten Farben. Nachteil: Fotoglanzpa-pier verliert den Glanzeffekt, die Pigmente verschmieren leicht. Diesen Nachteil gleicht Epson mit einem „Gloss Optimizer“ genannten Lack aus, der quasi als letzte Schicht aufgetragen wird. Das sorgt für wischfesten Glanzeffekt. Selbst auf Normal-papier liefert der R800 daher einen schmier- und wasserfesten Ausdruck.

Ein weiterer wichtiger Aspekt bei Fotoabzü-gen: Wie lange hält der Ausdruck? Früher haben die Farben schon nach wenigen Wochen an Kraft und Brillanz verloren. Seitdem Tinte und Papier besser aufeinander abge-stimmt sind, versprechen die Hersteller je-doch eine Haltbarkeit wie bei regulären Fo-toabzügen: 65 bis 100 Jahre.

Das belegen auch Untersuchungen des Insti-tuts „Wilhelm Imaging Research“. Ein ge-wöhnlicher Tintenstrahlausdruck soll dem-nach erst nach 82 Jahren allmählich aus-bleichen. Wer mit Epson druckt, soll sich dank Pigmenttinte sogar über 90 Jahre Halt-barkeit freuen dürfen. Alle Testwerte be-ziehen sich auf Fotos hinter Glas, die in Innenräumen aufgehängt werden.

Die Redaktion des Fachmagazins CHIP will das nicht uneingeschränkt bestätigen. „Der UV-Test zeigt, dass die Tinte eines HP-Photosmart Cyan stark ausbleicht“, urteilen die Experten. Dennoch: Die Haltbarkeit mo-derner Tintendrucker hat sich in letzter Zeit deutlich verbessert.